Auch bei der Marchesini Group steht dieses Zusammenspiel im Fokus: „In den vergangenen Jahren haben wir ein interdisziplinäres Team aufgebaut, das sich insbesondere mit der Analyse neuer Verpackungsmaterialien und deren Verarbeitungseigenschaften beschäftigt, um die Anforderungen der PPWR-Verordnung als Chance zu nutzen. Wir treiben die Ablösung von PVC durch recycelbare Monomateriallösungen voran – etwa bei Blistern und Trays – und setzen dabei auf Materialien wie R-PET, PP und PVC-freies Aluminium“, so Valerio Soli, CEO der Marchesini Group.
Effizienz und Nachhaltigkeit gehen heute Hand in Hand und werden nur durch integrierte Prozesskenntnis zu einem echten Erfolgsfaktor, beschreibt Joachim Dittrich (Fette) die Situation. „Die größten Investitionen fließen aktuell in Automatisierung, datenbasierte Prozesslösungen und KI. Wer seine Prozesse datenbasiert steuert, kann Material- und Energieeinsatz messbar optimieren.“
„Ein holistischer Ansatz ist entscheidend“, ergänzt Michael Mrachacz (Uhlmann): „Nachhaltigkeit muss mit Maschinengängigkeit und Effizienz vereinbar sein – dabei unterstützen wir unsere Kunden durch unsere Beratungsservices entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“
interpack 2026 zeigt konkrete Lösungen für die Pharmaindustrie
Was sich in den Investitionsstrategien abzeichnet, wird auf der interpack 2026 konkret sichtbar. Hier finden Pharmaunternehmen Lösungen für Automatisierung, Datenintegration und Nachhaltigkeit.
Marchesini etwa zeigt in Halle 15 Maschinen und Linien für die Pharma- und Kosmetikindustrie. Im Fokus stehen Nachhaltigkeit, Innovation – etwa KI-, Robotik- und digitale Lösungen – sowie aseptische Technologien. „Die Marchesini Group wird auf der interpack mehrere innovative Lösungen im Bereich Robotik präsentieren, die zunehmend Künstliche Intelligenz integrieren. Die Pharmaindustrie benötigt immer komplexere, sicherere und vernetzte Produktionslinien, um Produkte von höchster Qualität und Sicherheit zu gewährleisten“, so CEO Valerio Soli zum Messeauftritt. Ebenso in der Halle 15 ist Uhlmann zu finden. „Auf der interpack präsentieren wir in digitaler Form das PTC 200 für Parenteralia in Karton-Mono-Verpackungen sowie die BEC 500 als integrierte Blister- und Kartonierlösung. Im Fokus stehen materialeffiziente, recyclingfähige Lösungen sowie Softwarelösungen und digitale und analoge Services zur optimalen Verbindung von Nachhaltigkeit, Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit“, so Michael Mrachacz (Uhlmann).
Auf einer Fläche von über 4.500 Quadratmetern zeigt IMA in der Halle 17 Fortschritte in der sterilen Verarbeitung. „Dazu zählen Magnetschwebetechnologien, die vollständig handschuhlose Abfülllinien für Zelltherapieprodukte ermöglichen – ein Fortschritt bei Kontaminationskontrolle und Prozesssicherheit – sowie eine neue Version im Labormaßstab, die Forschungs- und Entwicklungsteams mehr Flexibilität bietet“, sagt Thomas Fricke (IMA). Weitere Schwerpunkte sind eine neue Generation von Tablettenpressen, nachhaltige Blisterlösungen, automatisierte Kartonierung mit bis zu 70 Prozent schnelleren Umrüstzeiten sowie modulare Systeme für die Montage von Autoinjektoren und End-of-Line-Anwendungen. Ergänzt werden diese Innovationen durch KI-gestützte digitale Tools zur Überwachung und vorausschauenden Wartung.
In der Halle 16 treffen die Besucherinnen und Besucher unter anderen auf Fette Compacting: „Am Stand zeigen wir Continuous Manufacturing mit der FE CPS, neueste Containment-Lösungen sowie Emulatoren und Lab Services. Der Mehrwert liegt in kürzeren Entwicklungszyklen, höherer Produktsicherheit, reduziertem Materialverbrauch und einer flexiblen Produktionsinfrastruktur, die sich nahtlos an neue Produkte und regulatorische Anforderungen anpasst“, so Joachim Dittrich (Fette).
Weitere Details zu allen teilnehmenden Unternehmen und ihren Lösungen finden Besucherinnen und Besucher in der Aussteller- und Produktdatenbank: http://www.interpack.com/1410
www.interpack.de
Über die interpack
Alle drei Jahre versammelt die interpack für eine Woche die globale Processing- & Packaging-Branche in Düsseldorf. Im Fokus: Packmittel und Packstoffe, Verpackungsmaschinen und die verwandte Prozesstechnik für die Branchen Food, Getränke, Süßwaren, Backwaren, Pharma, Kosmetik, Non-Food und Industriegüter. Als internationale Leitmesse zieht sie Expertinnen und Experten aus aller Welt an, um sich über die neuesten Technologien und Lösungen auszutauschen und gibt Impulse für die Zukunftsthemen der Branche. Die nächste interpack findet 2026 vom 7. bis 13. Mai statt. Erwartet werden 2.800 Aussteller aus aller Welt.