Future Skills: Wie Technologie Leistungsfähigkeit sichert
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Future Skills: Die Transformation meistern. Bild: Messe Düsseldorf
Future Skills: Wie Technologie Leistungsfähigkeit sichert
Lesedauer: 3 Minuten
Fachkräftemangel und technologische Veränderungen stellen die Verpackungsindustrie vor große Herausforderungen. Die interpack 2026 rückt dieses Thema unter dem Hot Topic „Future Skills“ in den Fokus – mit neuen Ansätzen für Recruiting, Retention und Weiterbildung.
Um sich fit für morgen zu machen, benötigen Unternehmen neue Mitarbeitende, neue Kompetenzen und neue technologische Möglichkeiten für ihre Teams. Welche Wege ihnen dafür aktuell offen stehen, zeigt das Hot Topic „Future Skills“ mit den Themen „Intuitive Mensch-Maschine-Interfaces“, „Virtual Reality“, „Bediener-Assistenzsysteme“ und „Weiterbildung mit ‚Mikrolektionen‘“.
Was verändern intuitive Mensch-Maschine-Interfaces?
Moderne Mensch-Maschine-Interfaces sind intelligente, interaktive Systeme, die mit klassischen Bedienoberflächen nicht mehr viel zu tun haben. Sie machen Maschinen so zugänglich, dass diese auch ohne tiefgehende Erfahrung sicher und effizient gesteuert werden können.
Durch künstliche Intelligenz passen sich diese Systeme nicht nur an das Verhalten der Nutzenden an, sondern können Anforderungen vorausschauend erkennen. Gesten- und Sprachsteuerung vereinfachen Bedienung zusätzlich. Insbesondere die Sprachsteuerung ermöglicht es, Anlagen freihändig zu bedienen.
Mit Augmented Reality werden digitale Informationen direkt in die reale Arbeitsumgebung eingeblendet. Das unterstützt Mitarbeitende zum Beispiel bei der Wartung oder Bedienung von Anlagen und kann auch für die Weiterbildung im laufenden Betrieb genutzt werden.
Welche Rolle spielt Virtual Reality in Training und Weiterbildung?
Virtual Reality kommt nicht nur in der Produktentwicklung, Konstruktion oder Simulation zum Einsatz. Sie schafft auch neue Lernumgebungen. Das eröffnet neue Wege, komplexe Prozesse verständlich und praxisnah zu vermitteln: Im virtuellen Raum lassen sich Abläufe interaktiv erlernen und einüben, ohne reale Maschinen zu blockieren oder Sicherheitsrisiken einzugehen.
Wie sichern Assistenzsysteme Know-how?
Erfahrung bleibt ein entscheidender Faktor für stabile und effiziente Prozesse – ist jedoch zunehmend knapp. Digitale selbstlernende Bediener-Assistenzsysteme setzen genau hier an und machen Wissen systematisch erfassbar und verfügbar.
Sie analysieren Anlagenzustände, Maschinendaten und Bedienerhandlungen, erkennen Muster und verknüpfen diese mit konkreten Handlungsempfehlungen. Anlagenbediener geben in der Anfangsphase kontinuierlich Feedback, indem sie die Empfehlungen bestätigen, korrigieren oder ergänzen. So wächst die Wissensbasis mit jeder Anwendung.
Damit wird Erfahrungswissen unabhängig von einzelnen Personen nutzbar. Das entlastet Fachkräfte, beschleunigt die Einarbeitung neuer Mitarbeitender und reduziert Fehler sowie Ausschuss.
Wie verändern Mikrolektionen die industrielle Weiterbildung?
Auch die Art, wie Wissen vermittelt wird, steht vor einem Wandel. In vielen Unternehmen ist relevantes Know-how zu Anlagen und Prozessen über verschiedene Systeme und Dokumente verteilt – oft schwer zugänglich und kaum strukturiert.
Große Sprachmodelle (Large Language Models) können dieses Wissen erfassen, aufbereiten und in kleine, leicht konsumierbare Lerneinheiten überführen. Diese Mikrolektionen lassen sich direkt in den Arbeitsalltag integrieren und fördern kontinuierliches Lernen. So entsteht ein flexibler, nachhaltiger Wissenstransfer, der unabhängig von klassischen Schulungsformaten funktioniert.
Wie lassen sich neue Talente für die Branche gewinnen und halten?
Beim Hot Topic Future Skills geht es auch darum, neue Zielgruppen für die Verpackungsindustrie zu begeistern und langfristig zu binden. Denn die Zukunft der Branche entscheidet sich auch daran, wie attraktiv sie für unterschiedliche Zielgruppen ist – und wie gut es gelingt, Menschen miteinander zu vernetzen. Dazu dienen Initiativen wie der Young Talents Day oder Women in Packaging.
Der Young Talents Day richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie Berufseinsteigerinnen und -einsteiger. Er gibt Orientierung, zeigt Einstiegsmöglichkeiten auf und bringt potenzielle Fachkräfte und Unternehmen ins Gespräch. So können die Teilnehmenden Berufsbilder kennenlernen, Kontakte knüpfen und einen Einblick in die Vielfalt der Branche gewinnen.
Das internationale Networking-Event Women in Packaging bringt Frauen unterschiedlicher Karrierestufen zusammen – von Berufseinsteigerinnen und -einsteigern bis hin zu Führungskräften. Im Mittelpunkt stehen Austausch, Inspiration und die Diskussion zentraler Themen wie Karrierewege, Diversität und Leadership.
Warum sind Future Skills entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit?
Die Entwicklungen zeigen: Technologie übernimmt nicht nur Aufgaben etwa in der Produktion, sondern unterstützt auch dabei, Know-how zu erlernen, anzuwenden und weiterzugeben. Das erschließt Unternehmen neue Möglichkeiten, Kompetenzen für die Zukunft aufzubauen und zu nutzen.