Westeuropas Verpackungsmarkt: Stabilität auf hohem Niveau
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Deutschland ist der größte westeuropäische Markt für verpackte Lebensmittel. Bild: Nick Andreas
Westeuropas Verpackungsmarkt: Stabilität auf hohem Niveau
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Westeuropa bleibt einer der bedeutendsten Absatzmärkte für verpackte Lebensmittel – und damit auch für die internationale Prozess- und Verpackungstechnik. Zwar wächst die Region moderater als Asien oder der Nahe Osten, doch sie überzeugt mit hoher Kaufkraft, technologischer Reife und kontinuierlichen Investitionen in Effizienz, Automatisierung und Nachhaltigkeit.
Solides Wachstum auf hohem Niveau
Im Jahr 2024 wurden in Westeuropa rund 159 Millionen Tonnen verpackte Lebensmittel verkauft. Das entspricht etwa 18 Prozent des weltweiten Verbrauchs. Bis 2029 soll das Volumen auf 169 Millionen Tonnen steigen – ein Zuwachs von 6,3 Prozent.
Dieses Wachstum wirkt im globalen Vergleich moderat. Doch die absolute Größenordnung zeigt: Westeuropa bleibt einer der volumen- und wertstärksten Lebensmittelmärkte weltweit. Die Nachfrage ist stabil, die Kaufkraft hoch, die Marktstrukturen sind gefestigt.
Die großen Märkte prägen das Bild
Besonders Deutschland, das Vereinigte Königreich und Frankreich prägen den westeuropäischen Markt. Deutschland setzte 2024 rund 30 Millionen Tonnen verpackter Lebensmittel ab, das Vereinigte Königreich kam auf 22 Millionen Tonnen, Frankreich auf 19,5 Millionen Tonnen.
Zusammen mit den Niederlanden, Belgien, Österreich, der Schweiz und Luxemburg erreichten diese Märkte 2024 ein Gesamtvolumen von 86 Millionen Tonnen. Bis 2029 wird für diese Länder ein gemeinsames Wachstum von 2,8 Prozent erwartet.
Die wichtigsten Produktkategorien sind Milchprodukte, Backwaren sowie verarbeitetes Obst und Gemüse (in UK und Frankreich) beziehungsweise verarbeitetes Fleisch, Meeresfrüchte und Fleischalternativen (in Deutschland).
Kontinuierliche Investitionen
Die stabile Nachfrage nach verpackten Lebensmitteln spiegelt sich in den Investitionen der Industrie wider. 2024 beliefen sich die Exporte von Maschinen für die Nahrungsmittelverarbeitung und Verpackung in die größten westeuropäischen Märkte auf 10,676 Milliarden Euro – ein Anstieg von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die größten Lieferanten sind wie im Vorjahr:
Deutschland mit einem Exportvolumen von 2,707 Milliarden Euro (inkl. Exporte nach UK)
Italien mit 2,63 Milliarden Euro (inkl. Exporte nach UK)
Niederlande mit 1,381 Milliarden Euro (inkl. Exporte nach UK)
Maschinenimporte im Überblick
Das Vereinigte Königreich importierte 2024 Maschinen im Wert von 1,741 Milliarden Euro – ein Plus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch für das Vereinigte Königreich waren Deutschland, Italien und die Niederlande die wichtigsten Lieferanten.
Frankreich verzeichnete 2024 Maschinenimporte im Umfang von 2,085 Milliarden Euro. Das ist ein Rückgang von 2,5 Prozent. Unabhängig davon bleibt Frankreich einer der größten Märkte für Nahrungsmittelverarbeitungs- und Verpackungsmaschinen in Westeuropa.
Die DACH-Region verzeichnete 2024 Maschinenimporte in Höhe von 4,372 Milliarden Euro, 4,3 Prozent mehr als 2023. Auch in den Benelux-Staaten wuchs das Importvolumen um 4,3 Prozent auf 2,479 Milliarden Euro.
Europa im globalen Kontext
Im globalen Marktumfeld steigen die Investitionen in leistungsfähige Technologien weiter. Laut VDMA erreichte das weltweite Handelsvolumen für Nahrungsmittelverarbeitungs- und Verpackungsmaschinen 2024 rund 54,5 Milliarden Euro, das ist der bisher höchste Wert. Mit einem Anteil von 42 Prozent ist Europa die wichtigste Absatzregion für diese Anlagen.
Fazit: stabile Schlüsselrolle
Westeuropa wächst moderat, bleibt jedoch einer der bedeutendsten Märkte für verpackte Lebensmittel und die dafür nötigen Maschinen. Mit einem Absatz von 159 Millionen Tonnen verpackter Lebensmittel und steigenden Investitionen in moderne Maschinen bleibt die Region ein zentraler, volumenstarker Markt.