Die meisten der benötigten Informationen existieren bereits. Sie sind jedoch häufig über die gesamte Lieferkette verteilt: Materialdaten kommen vom Rohstofflieferanten, Angaben zu Beschichtungen, Etiketten oder Klebstoffen von verschiedenen Zulieferern. Technische Spezifikationen liegen in der Verpackungsentwicklung, weitere Informationen im Einkauf oder Qualitätsmanagement. Hinzu kommen Prüfberichte, Zertifikate und Datenblätter – oft in unterschiedlichen Formaten und an verschiedenen Speicherorten.
Die eigentliche Herausforderung besteht deshalb also darin, vorhandenes Wissen zusammenzuführen. In der Praxis bedeutet das, Datenquellen zu identifizieren, Zuständigkeiten zu klären und Informationen so aufzubereiten, dass sie für Compliance, Produktentwicklung und Lieferantenmanagement gleichermaßen nutzbar sind.
Besonders anspruchsvoll wird das bei mehrteiligen Verpackungen. Hier können Materialzusammensetzung, Recyclingfähigkeit und mögliche kritische Stoffe nur dann verlässlich bewertet werden, wenn alle Einzelangaben zusammengeführt werden. Denn mit der PPWR beginnt Kreislaufwirtschaft nicht erst beim Recycling, sondern bereits beim Austauschen und Erfassen der relevanten Informationen. Sie müssen vollständig, aktuell und nachvollziehbar vorliegen, um die regulatorischen Anforderungen erfüllen zu können.