Laut VDMA-Umfrage: Maschinenbau weiterhin im Stimmungstief – aber nicht ohne Hoffnung
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Mehr als ein Viertel der Maschinenbau-Unternehmen planen einen weiteren Stellenabbau. Bild: Max LaRochelle, UnSplash
Laut VDMA-Umfrage: Maschinenbau weiterhin im Stimmungstief – aber nicht ohne Hoffnung
Die Verpackungsbranche ist voller Ideen – doch der Maschinen- und Anlagenbau, der sie antreibt, hat gerade schwer zu kämpfen. Die Stimmung? Eher mau. Die Zahlen? Sagen das Gleiche. Aber: Es gibt auch Licht am Ende des Tunnels.
Laut einer aktuellen Umfrage des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) unter 936 Unternehmen bewerten nur 26 Prozent ihre aktuelle Lage als gut oder sehr gut. Gleichzeitig sagen 32 Prozent: läuft schlecht oder sogar sehr schlecht. Und der Rest? Mehr als die Hälfte rechnet in den nächsten sechs Monaten mit keiner großen Veränderung. Immerhin: 29 Prozent blicken optimistisch auf die zweite Jahreshälfte.
Was erwartet die Branche beim Umsatz?
Beim Umsatz sieht es ähnlich durchwachsen aus: Nur 42 Prozent der Befragten erwarten demnach für 2025 ein nominales Wachstum. Rund 30 Prozent rechnen mit einem Rückgang, 28 Prozent mit Stillstand. Immerhin: 58 Prozent glauben, dass es im Jahr 2026 wieder aufwärts geht.
„Die Stimmung im Maschinen- und Anlagenbau bleibt aufgrund von handelspolitischen Spannungen und geopolitischen Konflikten sowie der daraus resultierenden weltweit hohen Unsicherheit angespannt“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt. Und weiter: „Verhaltener Optimismus zeigt sich in den Unternehmen mit Blick auf die zweite Jahreshälfte. Unter dem Strich dürfte das laufende Jahr für die Mehrheit der Unternehmen durchwachsen verlaufen und sich ein Umsatzwachstum erst wieder 2026 einstellen.“
Wo läuft es besser – und wo schlechter?
Ein Blick auf die Absatzmärkte zeigt: Nordamerika bleibt trotz aller Handelsstreitigkeiten ein Anker. 31 Prozent der befragten Unternehmer sehen dort gute bis sehr gute Chancen, während jeder vierte dem VDMA schlechte oder sehr schlechte Absatzchancen meldet. Ähnlich positiv beurteilt wird die Situation für den Nahen und Mittleren Osten. In Deutschland hingegen herrscht Flaute – 43 Prozent melden schlechte oder sehr schlechte Aussichten. Auch China kommt nicht gut weg: 41 Prozent negativ, nur 20 Prozent positiv.
Und das Personal? Auch hier ist die Lage gemischt. 27 Prozent der Unternehmen planen einen weiteren Stellenabbau. Gleichzeitig sinkt die Kurzarbeit, 29 Prozent erwarten eine Reduzierung. Das zeigt: Es kommen wieder Aufträge rein, und die Maschinen laufen langsam an. „Die Unternehmen holen vermehrt ihre Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zurück, um wieder eingehende Aufträge abzuarbeiten, was die Hoffnung nährt, dass sich der Beschäftigtenabbau in den nächsten Monaten etwas abschwächt“, sagt Florian Scholl, Referent Volkswirtschaft und Statistik beim VDMA.