Kunststoffverpackungsbranche: Aufschwung im zweiten Quartal
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Es geht aufwärts für die Kunststoffverpackungsbranche. Bild: iStock/Matveev_Aleksandr
Kunststoffverpackungsindustrie zeigt erste Zeichen der Erholung
Die Kunststoffverpackungs- und folienbranche atmet im zweiten Quartal 2025 etwas auf. Trotz anhaltender Herausforderungen gibt es positive Impulse, vor allem bei Exporten und der Rohstoffversorgung. Laut aktueller Konjunkturumfrage bewerten nur noch 57 Prozent der befragten Unternehmen die allgemeine Wirtschaftslage als schlecht – ein deutlicher Aufwärtstrend im Vergleich zum ersten Quartal, als noch 70 Prozent dieser Überzeugung waren. Für die Analyse hat die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. die Stimmungslage von 105 Mitgliedsunternehmen ermittelt.
Optimistische Perspektiven: Exporte, Rohstoffe und Jobs
Trotz der verhaltenen Einschätzung der allgemeinen Wirtschaftslage gibt es Lichtblicke. Die Exporterwartungen bleiben stabil: Zwei Drittel der Unternehmen (66 Prozent) rechnen dem IK zufolge mit gleichbleibenden Exportgeschäften. Auch bei der Rohstoffverfügbarkeit gibt es demnach keine großen Sorgen für die nähere Zukunft: Drei Viertel der Unternehmen erwarten keine Veränderungen bei der Beschaffung. Bei den Jobs planen 68 Prozent, ihre Mitarbeiterzahl beizubehalten.
Absatzerwartungen und Ertragslage: Ein gemischtes Bild
Die erstmals erhobenen Absatzerwartungen für das zweite Quartal 2025 zeigen laut Mitteilung ein gemischtes Bild: Während die Mehrheit der Firmen (59 Prozent) von gleichbleibenden Absätzen ausgeht, rechnen 21 Prozent mit einer Verbesserung und 20 Prozent mit einem Rückgang. Besonders positiv werden die Absatzerwartungen im Bereich der industriellen und gewerblichen Verpackungen (Folien, Fässer, Kanister etc.) sowie bei Lebensmittelfolien und Flaschen bewertet.
Die Ertragslage scheint sich im Vergleich zu den vorherigen Quartalen zu verbessern: Die Zahl der Befragten, die ihre Ertragslage als negativ einstufen, ist von 50 Prozent im ersten Quartal auf 42 Prozent im zweiten Quartal gesunken. Gleichzeitig stieg der Anteil der Firmen mit positiver Tendenz von 7 auf 10 Prozent. Diese Entwicklung lässt laut IK darauf schließen, dass die Branche zunehmend besser mit den schwierigen Rahmenbedingungen zurechtkommt.
„Leichte Aufhellung der wirtschaftlichen Stimmung“
„Die Ergebnisse unserer Konjunkturumfrage zeigen eine leichte Aufhellung der wirtschaftlichen Stimmung im Vergleich zum Jahresbeginn“, sagt Laura Müller, Referentin für Wirtschaft bei der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. „Allerdings bewegen wir uns weiterhin in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld, das von den Unternehmen hohe Anpassungsflexibilität erfordert. Die Politik darf sich jedoch nicht auf diese herausragende Eigenschaft des Mittelstandes verlassen, wenn sich die Zuversicht im Jahresverlauf nicht nur als Momentaufnahme erweisen soll.“