02.03.2026
Die Universität Gent hat zusammen mit anderen Partnern des Projekts Prosper Bioplastics eine Simulation einer europäischen Anlage zur stofflichen Verwertung von Verpackungsabfällen mit einer Kapazität von 75 kt/Jahr durchgeführt, einschließlich der Erkennung von PLA durch NIR, und damit langjährige Annahmen auf den Prüfstand gestellt:
PLA STÖRT DAS PET- UND PS-RECYCLING NICHT
Verunreinigungen in PS- und PET-Strömen sind vernachlässigbar und liegen unter der angegebenen Höchsttoleranz bei der derzeitigen PLA-Marktdurchdringung in Verpackungsabfällen (0,12 %) und sogar bei einer höheren PLA-Marktdurchdringung! Dies widerlegt frühere Bedenken, dass PLA die Materialqualität in den Verwertungsanlagen beeinträchtigen könnte.
DIE REINHEIT DES PLA-BALLENS VERBESSERT SICH RASCH MIT DEM VOLUMENANTEIL
Bei einem PLA-Anteil von 5 % am Verpackungsabfallstrom wird ein Reinheitsgrad von über 90 % erreicht.
Und das auf der Grundlage konservativer Annahmen für die PLA-Erkennung durch NIR (88 %), während die tatsächliche Leistung 99 % erreichen kann: Unter Standardbedingungen wird die Effizienz der PLA-Sortierung sogar noch höher sein.
Als Mitglied des Konsortiums von Prosper Bioplastics will Futerro die technische und finanzielle Rentabilität des Recyclings biobasierter und biologisch abbaubarer Kunststoffverpackungen wie PLA nachweisen. Erkenntnisse wie diese helfen uns beim Übergang zu innovativen, kreislauffähigen und biobasierten Lösungen.
Wang, L., Schmuck, A., Van Caelenberg, L., Decottignies, V., Chang, H. B., Dupas, A., Ragaert, P., Gujar, S. A., van Eijk, M. C. P., & De Meester, S. (2026). Modellierung der Materialflüsse und des Kosten-Nutzen-Verhältnisses der Sortierung von PLA-Verpackungsabfällen in Anlagen zur stofflichen Verwertung unter verschiedenen Marktdurchdringungsszenarien. Resources, Conservation and Recycling, 228, 108811.