„The Big 7“

Pflicht für Nährwertangaben auf Lebensmittelverpackungen

Bereits beim Inkrafttreten der Europäischen Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung im Jahr 2011 wurde die Einführung allgemeingültiger Pflichtangaben zu Nährwerten auf Lebensmittel- und Getränkeverpackungen beschlossen. Gut fünf Jahre hatten die betroffenen Unternehmen Zeit, sich auf die Neuregelungen einzustellen. Seit dem 13. Dezember sind die Vorschriften verbindlich in Kraft getreten.
Ab dem 26. Juli 2018 sollen für Hersteller mit mehr als zehn Millionen Umsatz pro Jahr die Kennzeichnungsvorgaben verschärft werden. Foto: Fruitnet.com/Flickr.com

In den USA entscheidet 'The Food and Drug Administration' über Pflicht- und freiwillige Angaben auf Lebensmittelverpackungen. Ab dem 26. Juli 2018 sollen für Hersteller mit mehr als zehn Millionen Umsatz pro Jahr die Kennzeichnungsvorgaben verschärft werden. Foto: Fruitnet.com/Flickr.com

Was ist neu?

Neben Inhaltsstoffen und Herstellerangaben sowie Warnungen über mögliche allergische Reaktionen werden Verbraucher künftig auf einen Blick in tabellarischer Form abgedruckte folgende 'Big 7'-Mengenangaben auf Lebensmittelverpackungen nachlesen können:
  • Energiegehalt (Brennwert in kcal oder kJ)
  • Fette
  • gesättigte Fettsäuren
  • Kohlenhydrate
  • Zucker
  • Eiweiß
  • Salz
Daneben steht es den Produzenten frei, weitere Angaben nach eigenem Ermessen hinzuzufügen. Diese können Werte zu ungesättigten Fettsäuren oder mehrwertigen Alkoholen, zu Stärke, Ballaststoffen sowie Vitaminen oder Mineralien enthalten. Sämtliche Angaben werden in Bezug zu 100 g bzw. 100 ml gesetzt. Im Gegensatz zu den USA befinden sich selten Portionsangaben auf den Verpackungen. Sollten diese doch angeführt werden, so muss die jeweilige Portionsgröße klar spezifiziert sein. Für einfache Rezepturen mit wenigen, gängigen Zutaten können die entsprechenden Nährwerte ohne viel Aufwand von den Herstellern selbst auf speziellen Onlineportalen ermittelt werden.

Ausnahmen:
Keine Regel ohne Ausnahme: Handwerksbetriebe mit selbst hergestellten und unmittelbar an Endkunden oder Einzelhandelsgeschäfte im Umkreis von bis zu 100 km gelieferten, regionalen Spezialitäten fallen ebenso wenig unter die Regelungen wie Onlinehändler mit höchstens einem Mitarbeiter und einem Jahresumsatz von weniger als zwei Millionen Euro. Genauso zählen kleine Mengen verpackter Lebensmittel sowie unverpackte Erzeugnisse aus Kleinbetrieben des Lebensmittelhandwerks wie Brötchen oder Frischfleisch vorerst nicht zum Kreis der betroffenen Waren. Bei allen fertig verpackten Produkten allerdings müssen auch diese Unternehmen die neuen Regelungen einhalten.

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Paletten stehen für Vieles. Aber der Industrieliebling kann noch mehr, wie ein Unternehmen aus Dänemark zeigt. Foto: 107182962 - Modern warehouse interior © Petinovs / fotolia.com

Paletten stehen für Vieles: Reibungslosen Transport, Stabile Lagerung, Optimale Arbeitssicherheit. Aber der Industrieliebling kann noch mehr, wie ein Unternehmen aus Dänemark zeigt. Foto: 107182962 - Modern warehouse interior © Petinovs / fotolia.com

Vorne mit dabei

Ursprünglich wurde das Produkt für Nestlé entwickelt und bereits für Wasser auf Paletten getestet. Nun haben auch andere Firmen Interesse bekundet und könnten diese neuartige Werbefläche bald nutzen. Rudi Petersen, Geschäftsführer von PAL-Cut sagt: „Antim65 Point of Sale ist eine preiswerte und effiziente Form des Marketings für Markenprodukte in den Geschäften. Das Konzept spart Zeit und verleiht Produkten mehr Sichtbarkeit, da immer mehr Geschäfte immer zurückhaltender Platz für Verkaufsdisplays und Plakate von Zulieferern zur Verfügung stellen.“

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