Veganes Essen, vegane Kosmetik – der Trend vom Produkt schwappt auch zur Verpackung rüber. Foto: © Minerva / fotolia.com

Veganes Essen, vegane Kosmetik – der Trend vom Produkt schwappt auch zur Verpackung rüber. Foto: © Minerva / fotolia.com

Vegan Wrap

Die vegane Bewegung breitet sich immer weiter aus, kaum jemandem ist der Begriff noch ein Fremdwort. In der Ernährung auf jegliche tierische Produkte zu verzichten, gestaltet sich durch Ersatzprodukte wie Sojamilch oder Tofuwurst immer einfacher, auch vegane Restaurants sind keine Seltenheit mehr. Sogar im Kleidungssektor gibt es inzwischen viele Alternativen zu Wolle oder Leder und vegane Kosmetik ist kein Nischenprodukt mehr. Doch wie sieht es in der Verpackungswelt aus? An die wird beim Kauf oft erst spät gedacht und dennoch sind Produktverpackungen natürlich auch ein Aspekt, der berücksichtigt werden kann.

Vegan ist Trend

Vegan packaging, Zero waste, Recycling, Nachhaltigkeit: Klingt alles erst mal alles gut. Doch das eine hat nicht zwangsläufig mit dem anderen zu tun. Nicht selten kommt es vor, dass in der Vermarktung, die in der Öffentlichkeit als positiv konnotierten Schlagwörter in einen Topf geschmissen werden. Wichtig ist es hierbei immer alle Aspekte der Lebenszykluskette eines Produkts zu betrachten. Und dabei heißt es nicht, dass tierfrei hergestellte Verpackungen immer auch nachhaltiger sein müssen, als konventionell produzierte Materialien.
Die für vegane Verpackungen verwendeten Klebstoffe sind frei von Glutin (Knochenleim aus tierischen Abfallprodukten), oder Kasein. Beide Kleberbestandteile sind für vegane Verpackungen nicht geeignet.

Die für vegane Verpackungen verwendeten Klebstoffe sind frei von Glutin (Knochenleim aus tierischen Abfallprodukten), oder Kasein. Beide Kleberbestandteile sind für vegane Verpackungen nicht geeignet. Foto: © guukaa / fotolia.com

Vegane Faltschachteln, Produktkarten oder Blisterkarten

Doch, zurück zum Anfang. Wer sich für eine vegane Lebensweise entschieden hat, kann dieses Bedürfnis heutzutage durchaus von Kopf bis Fuß befriedigen. Und, dazu gehört mittlerweile in Ansätzen auch die Verpackung. Auch, wenn man bei Verpackungen nicht unmittelbar an Tierprodukte denkt, gibt es dennoch versteckte Faktoren, auf die man als Veganer achten kann.
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Bio ist nicht gleich vegan: Bei veganen Faltschachteln, Produktkarten, Blisterkarten oder Etiketten wird in allen Fertigungsstufen darauf geachtet, dass die Verpackungen ohne tierische Produkte oder deren Bestandteile hergestellt werden. Foto: © Iraida / fotolia.com

Vor allem Klebstoff kann in Form von Gelatine tierischen Ursprungs sein. Das trifft besonders häufig die Etikettierung der Ware. Glutin (Knochenleim aus tierischen Abfallprodukten) oder Kasein sind als Kleberbestandteile für vegane Verpackungen deshalb nicht geeignet. Hier gilt: Alle eingesetzten Stoffe wie Farbe, Lacke, Klebstoffe und Zusatzmittel müssen garantiert frei von tierischen Verbindungen sein. Vegane Etiketten können aus synthetischen Klebstoffen produziert werden; diese sollen aber wiederum Schwierigkeiten beim Recycling verursachen können und den Preis der Produkte in die Höhe treiben.

In der Gesamtbetrachtung lässt sich sagen, dass das Thema vegane Verpackung von vielen Produzenten wahrgenommen wird, aber noch keine breite Abnehmerschaft findet. Das könnte sich in den kommenden Jahren allerdings ändern, denn das Thema scheint IN zu sein, vor allem innerhalb der Zielgruppe der Genration Y.
TIGHTLY PACKED

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