Das Projekt hat inzwischen rund 600.000 Verpackungen wiederverwertet. Foto: DuPont

Das Projekt hat inzwischen rund 600.000 Verpackungen wiederverwertet. Foto: DuPont

The Virtuous Circle

Die Anzahl der Menschen auf der Erde wächst weiter an – und damit der Bedarf an ausreichend Nahrung. Wie schnell gemeinsame Projekte wie beispielsweise die der SAVE FOOD Initiative von FAO, UNEP und Messe Düsseldorf gegen Lebensmittelverschwendung und -verluste Follower finden können, zeigt das Projekt Virtuous Circle. Binnen eines guten halben Jahres konnte der Zusammenschluss diverser internationaler Unternehmen Vor- und Grundschüler aus benachteiligten Gegenden Südafrikas mit insgesamt rund einer Million umweltfreundlicher Fertigessens-Verpackungen versorgen. Und Schulbänke wurden gleich noch mit produziert.

Mit dem Projekt "Virtuous Circle" werden aus Verpackungen und Sägemehl Schultische und -bänke. Foto: DuPont

Mit dem Projekt "Virtuous Circle" werden aus Verpackungen und Sägemehl Schultische und -bänke. Foto: DuPont

Südafrikanisches Verpackungsprojekt ein voller Erfolg

Als Einsatzort haben sich die Urheber des Virtuous Circle-Pilotprojekts für Südafrika entschieden. In dem Land an der südlichen Spitze des Kontinents lebten nach UN-Schätzungen bereits im Jahr 2011 rund zwölf Millionen Kinder in Armut: fast zwei Drittel der unter 18-Jährigen. Eltern können sich weder die benötigten Nahrungsmittel noch die kostenpflichtigen Schulbesuche leisten. Zwar versucht das Nationale Schul-Ernährungsprogramm mittlerweile jedem Kind eine Mahlzeit pro Tag zu ermöglichen, doch ausreichend ist das noch lange nicht. Mit Virtuous Circle wurde hier eine vielversprechende Zusatzhilfe geschaffen.

Die drei Säulen der Unternehmung

Unter der Leitung des US-amerikanischen Chemiekonzerns DuPont, selbst Mitglied der SAVE FOOD Initiative, kamen Partner aus verschiedenen Industriezweigen und gesellschaftlichen Unternehmen zusammen. 27 Grund- und Vorschulen sowie ein Waisenhaus nahmen an dem Pilotprojekt teil. Die ersten Resultate, die auf der interpack 2017 im innovationparc packaging präsentiert wurden, lassen hoffen: Im Endeffekt konnten alle drei Säulen des speziellen Ernährungsprogramms bedient werden:
  • Feeding pillar - Versorgung von Schulkindern aus armen Verhältnissen mit fertig verpackten Mahlzeiten bei gleichzeitiger Reduzierung von Nahrungsmittelverschwendung,
  • Recycling pillar – Verarbeitung der mehrschichtigen Essensbeutel in Schultische und anderes wertvolles Mobiliar und Zubehör dank innovativer Technologien,
  • Education pillar – Bewusstseinsschärfung von Schülern und Lehrern über die Bedeutung von Recycling und der Möglichkeit, aus vermeintlichem Abfall Alltagsgegenstände zu machen.
Eine Säule des Projekts ‚Virtuous Circle’ betrifft die Aufklärung der Schüler von Recycling- und Wiederverwertungsmöglichkeiten von Verpackungen. Foto: DuPont

Eine Säule des Projekts ‚Virtuous Circle’ betrifft die Aufklärung der Schüler von Recycling- und Wiederverwertungsmöglichkeiten von Verpackungen. Foto: DuPont

Nahrhafte Fertiggerichte

Als Produzent für nahrhafte Mahlzeiten zum Sofortessen hat sich Futurelife bereits einen Namen gemacht – für Virtuous Circle hat das Unternehmen sogenannte Zweikompartimentbeutel genutzt. Die nebeneinanderliegenden Fächer enthalten einerseits getrocknete, zu Pulver verarbeitete Speisen und andererseits Wasser. Durch einen einfachen Druck auf die Mitte des Beutels öffnet sich das innere Siegel und vermischt die beiden Elemente zu einem einfachen Sofortgericht. Durch die hochwertige Verarbeitung gehen keine Nähstoffe verloren. Besonders praktisch erweist sich die innovative Verpackung bei Mangel an

  • Zeit
  • Kühlmöglichkeit
  • Platz oder
  • Küchenausstattung

Aus Verpackungen werden Schulbänke

Neben Essen mangelt es südafrikanischen Schulen an insgesamt circa drei Millionen Schulbänken. Für das Projekt sammeln die Schulkinder selber die Abfälle von Verpackungen wieder ein. In einem Wiederaufbereitungsprozess entstehen unter Zugabe von Sägemehl Schulbänke oder andere Gegenstände, von denen die Gemeinden profitieren.

Die nebeneinanderliegenden Fächer enthalten einerseits getrocknete, zu Pulver verarbeitete Speisen und andererseits Wasser. Durch einen einfachen Druck auf die Mitte des Beutels öffnet sich das innere

Die nebeneinanderliegenden Fächer enthalten einerseits getrocknete, zu Pulver verarbeitete Speisen und andererseits Wasser. Durch einen einfachen Druck auf die Mitte des Beutels öffnet sich das innere Siegel und vermischt die beiden Elemente zu einem einfachen Sofortgericht. Foto: DuPont

Weitere positive Effekte

Ziel und Zweck der Partnerschaften liegen daneben auf weiteren Gesichtspunkten. Unter anderem soll mit der Kombination aus nahrhaftem Essen, Smart Packaging und sinnvoller Wiederverwertbarkeit vermehrte Verantwortung bei den Verbrauchern, aber auch Produzenten an einem nachhaltigen Wirtschaftskreislauf geweckt werden.

  • Schüler und Lehrer lernen über Bedeutung vom Umgang mit Essen,
  • Schüler zeigen erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentration während des Unterrichts,
  • Schüler kommen pünktlicher, Schulen verzeichnen Anstieg an Aufnahmeanträgen.
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