28.04.2017

L.B. Bohle Maschinen + Verfahren GmbH

Technologischer Vorsprung für das pharmazeutische Wirkstoff-Coating

Ennigerloh/Düsseldorf, Mai 2017 – Der Tablettenüberzug als Träger von Wirkstoffen wird in der Pharmaindustrie immer beliebter. Dies ist eine logische Folge der immer besseren Produktionsverfahren, die spezialisierte Maschinenbauer wie L.B. Bohle seit Jahren entwickeln. Auf der Interpack 2017 steht mit dem Bohle Film Coater BFC ein Bestseller im Mittelpunkt. Der BFC ermöglicht ein Wirkstoff-Coating mit höchster Präzision. Besonders flexibel wird der Coater auch durch eine alternative Trommel. Somit  können auch  besonders kleine Tabletten beschichtet werden.

Die Bedeutung der Coatingtechnologie ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Am häufigsten werden Tabletten überzogen, um die Wirkstoff-Freisetzung zu steuern, den Wirkstoff vor Licht oder Feuchtigkeit zu schützen oder den oft bitteren Geschmack zu überdecken. Aber auch das sogenannte Wirkstoff-Coating – also die Verarbeitung von Wirkstoffen im Tablettenüberzug – gewinnt zunehmend an Relevanz. Beiden Varianten können auch in einem Produkt zur Anwendung kommen: Moderne Formulierungsansätze bestehen oft aus mehreren Filmauftragsarten. Das führt zu langen Prozesszeiten und einem erhöhten Bedarf an Maschinen, welche die komplexen Aufgaben möglichst automatisiert erledigen. In diesem Bereich hat sich die L.B. Bohle Maschinen + Verfahren GmbH aus dem westfälischen Ennigerloh mit ihren Film-Coatern als Technologieführerin am Markt etabliert.

Um die Überzüge erfolgreich produzieren zu können, ist ein einheitlicher Tablettenauftrag – die sogenannte Coatinguniformity – eine zwingende Voraussetzung. Das bedeutet, dass möglichst alle Tabletten exakt gleich überzogen werden. Bohle-Coater wie der BFC oder der BTC erreichen eine Standardabweichung von weniger als zwei Prozent. Dieses Resultat ist am Markt unerreicht.

BFC als Technologieführer

Ihre hohe Zuverlässigkeit verdanken die Coater ihrer Bauweise: Ein optimaler Lauf der Kerne wird durch ein flaches Tablettenbett in langer Trommelgeometrie sowie durch einen stufenlos einstellbaren Neigungswinkel sichergestellt. Dank der systematischen Zwangsführung in der Trommel des BFC bleibt das Füllgut ständig in Bewegung. So entstehen keine Twins, sprich zusammenhängende Tabletten, die unbrauchbar sind.

Des Weiteren ist das Gehäuse in der Neigung verstellbar, kann mit Hochdruck gereinigt werden und eignet sich dank aufblasbarer Dichtungen an den Inspektionstüren für sogenannte High-Containment-Applikationen. Jede Düse ist zudem mit einem Pumpenkopf ausgestattet, der jederzeit den Druck misst – blockierte Düsen können also sofort identifiziert werden. Die Bohle-Coater der aktuellen Generation lassen sich über die visualisierte Nutzeroberfläche „InTouch" bedienen. Diese bietet umfangreiche Batch-Management-Funktionen und eine große Funktionsvielfalt bei der Rezepterstellung.

Größere Flexibilität auf Kundenwunsch

Bereits im Jahr 2009 wurde im Rahmen eines Kundenprojekts eine geschlitzte Coatertrommel entwickelt. Ein Kunde benötigte einen Coater, um Minitabletten und Pellets mit einem Durchmesser von weniger als drei Millimetern befilmen zu können – eine Anforderung, die eine Anlage mit Standardperforation nicht erfüllen kann. Minitabletten sind als Arzneiform bereits seit einigen Jahren etabliert. Sie sind besonders geeignet, um als multipartikuläre Arzneiformen eingesetzt zu werden, da sie individuell und flexibel dosiert werden können. Dies kann sowohl über die Abfüllung in Kapseln oder Sachets als auch über die Applikation mit Minitabletten-Spendern erfolgen. Dazu müssen die kleinen Kerne jedoch eine ausreichende Stabilität aufweisen, weshalb sie oft gecoatet werden. Neben der Funktionalität werden auch die Schluckbarkeit sowie Geschmack und Geruch durch die Filmüberzüge positiv beeinflusst.

Doch Minitabletten sind oft sehr fragil und können durch die starke Fluidisierung, die in der Wirbelschicht nötig ist, abreiben und schnell zerbrechen. Also konzipierte L.B. Bohle 2009 eine geschlitzte Coatertrommel, die schonender mit den kleinen Kernen verfährt. Diese Trommel wurde mit einer entsprechender Perforation, in der nicht nur normal große, sondern auch extrem kleine Kerne mit einem Durchmesser von 1,5 Millimetern befilmt werden können, konzipiert. Dadurch bietet die Anlage maximale Flexibilität und kann zur Bearbeitung unterschiedlicher Partikel eingesetzt werden.

Ausstellerdatenblatt