28.04.2017

L.B. Bohle Maschinen + Verfahren GmbH

Solides Wachstum auch 2017: Messe-Auftritt und Kooperation liefern zusätzlichen Schub

Ennigerloh/Düsseldorf, Mai 2017 – Auf etwa 50 Mio. Euro hat L.B. Bohle Maschinen + Verfahren GmbH den Umsatz im Jahr 2016 gesteigert. „Wir hatten auch ein sehr gutes Jahr mit nachhaltig hoher Nachfrage in Deutschland“, berichtet Geschäftsführer Tim Remmert zum Auftakt der Messe Interpack in Düsseldorf. Zudem hätten Großprojekte in der Schweiz, in Russland und in Lateinamerika sowie die stabile Entwicklung in den USA zum Erfolg beigetragen. „Für 2017 rechnen wir mit einem soliden weiteren Wachstum“, so Remmert. „Vom Messeauftritt und von der Kooperation mit der Korsch AG erhoffen wir uns zusätzliche Impulse.“

Gleich acht Coating-Maschinen hat L.B. Bohle im Jahr 2016 allein in Deutschland installiert. „Die meisten Kunden arbeiten bereits mit Bohle-Coatern und haben jetzt bei Erweiterungen bzw. Ersatzbeschaffung auf unsere bewährte Technik gesetzt“, berichtet Geschäftsführer Remmert. Darüber hinaus seien immer öfter seien von internationalen Kunden auch Containment-Lösungen gefragt, bei denen in geschlossenen Systemen hochaktive Substanzen sicher verarbeitet werden. Remmert: „Weiterhin hohes Wachstumspotential sehen wir beispielsweise im russischen Markt, weil die Regierung dort weiter massiv den Aufbau einer eigenen Pharmaindustrie forciert.“ In den USA konnte 2016 mit einer Anlage zur Wirbelschicht-Granulation ein Schlüsselprojekt für einen der größten Pharmakonzerne realisiert werden. Diese Referenz habe Potenzial, weil dabei „hohe Anforderungen an die Automation“ erfüllt werden mussten.

Mehr als 20 Maschinen der BRC-Reihe verkauft

Zum Erfolgsgaranten hat sich mittlerweile auch der Trockengranulierer BRC entwickelt. „Der erste BRC feierte bereits auf der ACHEMA 2012 Premiere“, erinnert sich Technik-Geschäftsführer Thorsten Wesselmann. Nach einiger Überzeugungsarbeit und positiven Kundenerfahrungen mit Referenzmaschinen wurden allein in den vergangenen zweieinhalb Jahren 20 Maschinen der BRC-Reihe verkauft.

Referenzen in Indien geschaffen

Im Vertrieb setzt das Bohle-Management Hoffnungen nicht nur auf die etablierten westeuropäischen Länder, sondern auch auf Asien und Lateinamerika. „In Indien haben wir erste Großanlagen mit Coatern und Mischtechnik installiert“, berichtet Tim Remmert. Folgeaufträge in diesem wachstumsstarken Pharmamarkt stehen im Fokus. Schwieriger gestaltet sich der chinesische Markt. Dort kommt L.B. Bohle vor allem beim Aufbau neuer Produktionsanlagen für bekannte westliche Hersteller zum Zuge. In Südamerika profitiert das verstärkte Vertriebsteam vom wirtschaftlichen Aufschwung in Chile und Argentinien. „In Brasilien hingegen schlägt sich die Wirtschaftskrise auch in der Pharmaindustrie nieder“, bilanziert Remmert.

Großauftrag in Algerien gewonnen

Positive Impulse kommen aktuell aus Nordafrika. In den Maghreb-Staaten konnten schon in früheren Jahren Vertriebserfolge verbucht werden. Vertriebsgeschäftsführer Remmert: „2016 haben wir einen Großauftrag in Algerien gewonnen, der uns auch 2017 noch mit der Abwicklung beschäftigen wird.“

Immer mehr Kunden nutzen das Technology Center

Mit Blick auf die Messe Interpack rechnet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2017 mit weiterhin „solidem Wachstum“. Ziel ist es, das starke Niveau von 2016 nochmals zu übertreffen. Eine Schlüsselrolle kommt dabei der kontinuierlichen Fertigung zu. „Uns besuchen derzeit laufend Kunden, die im Technology Center gemeinsam mit unseren Experten individuelle Lösungen für kontinuierliche Verfahren entwickeln“, erklärt Thorsten Wesselmann. Die Kunden sind von den Möglichkeiten im Technology Center und dem Engineering Know-how „begeistert“. Diese Projekte gestalten sich „aber in jeder Hinsicht komplex“. Daher sei schwer einzuschätzen, wann entsprechende Investitionsentscheidungen fallen. „Wenn es schließlich soweit ist, rechnen wir mit größerem Umsatzwachstum. Allein eine kontinuierliche Anlage lässt sich mit einem Auftragsvolumen zwischen sechs und 20 Mio. € beziffern“, rechnet der Geschäftsführer vor.

Flexibilität als Wettbewerbsvorteil

Firmengründer Lorenz Bohle unterstützt als Beiratsvorsitzender die ambitionierten Ziele. Er sieht zudem Potenzial in der noch engeren Kooperation mit der Korsch AG. „Wir sind zwei der wenigen eigenständigen Mittelständler, die sich technologisch mit den Großkonzernen messen können“, erläutert Bohle. Gleichzeitig agieren beide Unternehmen extrem kundenorientiert. Bohle: „Durch kurze Entscheidungswege und finanzielle Unabhängigkeit können wir schneller und flexibler als unsere Wettbewerber neue Entwicklungen umsetzen.“

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