Herausforderung für 2017: steigende Rohstoffpreise. Foto: Robotic factory line for processing and bottling of pure spring water into canisters and bottles. Selective focus. © tamara83 / fotolia.com

Herausforderung für 2017: steigende Rohstoffpreise. Foto: Robotic factory line for processing and bottling of pure spring water into canisters and bottles. Selective focus. © tamara83 / fotolia.com

Gute Zeiten für Kunststoffverpackungen

Das erfolgreiche Jahr 2016 lässt die Hersteller von Kunststoffverpackungen zuversichtlich ins neue Jahr starten, das ergab eine Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. (IK) im Rahmen des IK-Konjunkturtrends. Mit 70 Prozent bewertete die große Mehrheit der 300 Mitgliedsunternehmen des größten Verbands auf dem Kunststoffsektor in Europa die allgemeine Wirtschaftslage mit gut, für 30 Prozent gilt sie als befriedigend. Die Branche erwirtschaftet eigenen Angaben nach über 14 Milliarden Euro pro Jahr bei einer Jahresproduktion von vier Millionen Tonnen Kunststoffen und 90.000 Beschäftigten.

Rohstoffe werden teurer

Entsprechend positiv sind die Erwartungen an das erste Quartal des neuen Jahres. Dennoch wird von über der Hälfte der Befragten ein Anstieg der Rohstoffkosten im Verlauf der nächsten Wochen erwartet. Dies wird voraussichtlich auch bei Verpackungen zu Preisanpassungen führen, so der Verband. Auch das Thema Nachhaltigkeit wird die Branche 2017 weiterhin prägen. 80 Prozent der Firmen gaben an, in diesem Jahr weitere Investitionen im Bereich Energieeffizienz tätigen und damit unter anderem ihre Klimabilanz verbessern zu wollen.
Die Kunststoffverpackungsbranche prophezeit eine Fortführung der guten Konjunktur für 2017. Foto: Gefärbtes Plastik Granulat © digitalstock / fotlia.com

Die Kunststoffverpackungsbranche prophezeit eine Fortführung der guten Konjunktur für 2017. Foto: Gefärbtes Plastik Granulat © digitalstock / fotlia.com

Problem Energieabgaben

Trotz allem wird es für die Branche eine Herausforderung werden, die weiter steigenden Energieabgaben auszugleichen. Vor allem die sogenannte EEG-Umlage, durch die sich Stromverbraucher in Deutschland an den Kosten der Energiewende beteiligen, setzt viele Konzerne mit einem neuen Rekordwert von 6,88 Cent/kWh unter Druck.

IK-Hauptgeschäftsführer Ulf Kelterborn fordert deswegen weitere Maßnahmen von der Bundesregierung: „Das planwirtschaftliche Subventionsmodell bei den erneuerbaren Energien muss endlich durch eine marktwirtschaftliche Ausrichtung abgelöst werden.“ Solche Maßnahmen will die IK auch im Rahmen des diesjährigen Bundestagswahlkampfes einfordern.
Die Zukunft in 3-D: Kunststoffe sind unverzichtbar bei der modernen Technologie des 3-D-Drucks. Foto: 3D printing piece © clearjade / fotolia.com

Die Zukunft in 3-D: Kunststoffe sind unverzichtbar bei der modernen Technologie des 3-D-Drucks. Foto: 3D printing piece © clearjade / fotolia.com

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