20.04.2017

L.B. Bohle Maschinen + Verfahren GmbH

Drei in eins: Eintopfgranulierer VMA 600 Ex CIP

Bereits seit Jahrzehnten wird die High­Shear­Eintopfgranulierung in der Pharma­Industrie mit großem Erfolg praktiziert.

In diesem Verfahren werden drei Prozessschritte in einem Behälter realisiert:

1.         Mischen,
2.         High­Shear­Feuchtgranulation und
3.         Trocknen (Vakuumtrocknung, Schleppgas­Trocknung oder auch Trocknung durch Mikrowellenhitze).

Die Vorteile des Eintopfgranulierers überzeugen viele Pharma­Produzenten:
-   Sichere Fertigung in einem geschlossenen Behälter im Vakuum
-   Hohe Misch­ und Granulationseffizienz, selbst bei niedriger Wirkstoff­Dosierung (<1 %)
-  Trocknen bei niedrigen Temperaturen im Vakuum, besonders geeignet für temperaturempfindliche Produkte
-  Kleine Produktkontaktfläche für schnelle und einfache Reinigung und schnelle Produktwechsel
-  Effektive Lösungsmittelrückgewinnung durch Kühlwasser
-  Geringer Platzbedarf

Die Produktreihe VMA von Bohle umfasst typische Eintopfgranulierer mit Rühr­ und Zerhacker­Einheit und einem Top­Drive­Antrieb für pharmazeutische Anwendungen.

Zwei Rührer sorgen für die erforderliche Scherwirkung und Produktauflockerung und erzeugen so hochwertige Granulate.Das Herzstück der Maschine ist der GMP­konforme Prozessbehälter mit doppelter Ummantelung.
Die Hauptaggregate sind in den Deckel des Granuliertopfes („Top Drive“) integriert. Dort befinden sich die Rührwelle und ­dichtung, sowie die Zerhackerwelle und ­dichtung, der Produktfilter, das Mikrowellenfenster, Temperatur­ und Drucksensoren sowie einklappbare Reinigungsdüsen.

 Die Granulation verläuft automatisch/SPS­gesteuert. Sämtliche Produktrezepte werden einfach vom PC aus geladen und die gewünschten Funktionen via Schnittstelle eingestellt:

1.         die reine Vakuumtrocknung,
2.         die Schleppgas­Vakuumtrocknung (VAGAS®) oder
3.         eine Vakuumtrocknung durch Mikrowellen. Der organische Lösungsmitteldampf wird kondensiert und kann so zurückgewonnen oder besonders effektiv und umweltschonend entsorgt werden.

ENTLEERUNG:
Über den zentrumsnahen Bodenauslass kann der Prozessbehälter durch ein konisches Turbo­Sieb (Bohle Turbo Sieb BTS 200) in einen IBC­Behälter entleert werden.

REINIGUNG:
Zwischen der Verarbeitung unterschiedlicher Produkte sollte die Anlage gereinigt werden.
Der VMA verfügt über eine automatische rezeptgesteuerte und besonders schnelle Reinigung. Im Technikbereich befindet sich ein CIP­Behälter mit der erforderlichen Menge an vortemperiertem Reinigungswasser und der benötigten

Reinigungsmittelkonzentration.
Während der Trocknung werden die Lösungsmitteldämpfe aus dem Prozessturm in das Vakuumsystem geleitet. Die organischen Lösungsmitteldämpfe enthalten z.B. Aceton oder Ethanol und werden aus Gründen des Umweltschutzes in einem einfachen und effektiven Verfahren mittels Rohrkondensatoren verdichtet.
Das erforderliche Kühlwasser wird in einer Kühleinheit bei ­30 °C bzw. ­20 °C oder +5 °C bereitgehalten.
Die Emissionsrate von Aceton, Ethanol o.ä. kann unter 20 % UEG (untere Explosionsgrenze) gesetzt werden.

 Der „kompakte Alleskönner“ wird in Größen zwischen VMA 70 bis VMA 1200 angeboten, was Batchgrößen von 20 – 960 Litern entspricht.

Ausstellerdatenblatt