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Cola-Dose für junges Lebensgefühl

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Cola-Dose für junges Lebensgefühl


Coca-Cola und der Getränkedosenhersteller Ball Packaging Europe wollen die Cola-Dose als Begleiterin eines jungen Lebensgefühls etablieren. Ein QR-Code macht’s möglich: Er verbindet den Konsumenten per Mobiltelefon direkt mit dem Coke Musik Portal – und macht die Getränkedose so zum mobilen Link zwischen Musik und Erfrischung.

Im Rahmen der „Coke Sound Up“-Aktion werden die neuen 25-cl Sleek Cans Coca-Cola mit einem aufgedruckten QR-Code (engl. Quick Response, „schnelle Antwort“, als Markenbegriff „QR Code“) versehen, über den der Verbraucher per Handy eine direkte Verbindung zum Musik Portal von Coca-Cola herstellen kann. Zusammen mit teilnehmenden Bands konzipiert Coca-Cola exklusive Musikshows, deren Einzelheiten bis kurz vor dem Event geheim bleiben. Die aktuellsten Infos gibt es im Internet, und wer den QR-Code mit der Handykamera einscannt, wird sofort mit dem Coke Musik Portal verbunden. Für die optische Verbindung sorgen Schlagzeug und Kopfhörer auf der Dose.

Schmecken, Hören, Sehen

Gerlof Toenhake ist Director Marketing bei Ball Packaging Europe und erklärt: „Nach einer gerade angelaufenen Print-Anzeigenkampagne von Ball, über die per Smartphone ein Videoclip aktiviert wird, ist nun die Getränkedose selbst das Medium, mit dem junge Konsumenten über neue Kommunikationskanäle angesprochen werden. Die Getränkedose spricht damit gleich mehrere Sinne des Verbrauchers an – Schmecken, Hören, Sehen – und wird zum multimedialen, interaktiven Genussverstärker.“ Die neue handliche 25-cl-Dose wurde bereits im letzten Jahr eingeführt und soll den Anspruch des mobilen, transportablen Erfrischungsgetränks noch unterstreichen. Seit Anfang 2011 wurde die 25cl Sleek Can dann zusätzlich für Coca-Cola Zero, Mezzo Mix Orange und Fanta Orange eingeführt. Auch optisch sind die kleinen Dosen ein echter „Renner“: Neben dem Logo präsentieren sie sich mit wechselnden Motiven.

Zusätzlicher Umsatz

Unternehmensangaben zufolge besetzt die Sleek Can eine Marktlücke. Ihr Verkauf ging laut Coca-Cola weder zu Lasten der 0,5-Liter-PET-Flasche, noch der 0,33-cl-Getränkedosen, sondern sie konnten zusätzlichen Umsatz generieren.

QR-Codes als Marketing-Instrument

Ursprünglich wurde der QR-Code zur Markierung von Baugruppen und Komponenten für die Logistik in der Automobilproduktion eingesetzt. Der QR-Code besteht aus einer quadratischen Matrix aus schwarzen und weißen Punkten, die die kodierten Daten binär darstellen. Die Daten sind durch einen Fehler korrigierenden Code geschützt. Die ursprünglichen Anforderungen für einen solchen Code kamen vom Toyota-Konzern, für den Denso als Zulieferer tätig ist. Der Name „QR Code“ ist zwar ein eingetragenes Warenzeichen von Denso Wave Incorporated Japan, aber es wird auf die Ausübung der Rechte in Form von Lizenzgebühren verzichtet. Inzwischen ist der QR-Code weltweit als öffentlicher Standard etabliert, in Japan findet man ihn auf nahezu jedem Werbeplakat.

Der QR-Code kann mit allen gängigen Verfahren problemlos gedruckt werden. Es ist lediglich ein starker Kontrast nötig, wie bespielsweise Schwarz auf Weiß. Im Direct Marketing wird der Code mehr und mehr direkt auf den Produkten bzw. den Verpackungen angebracht und soll so für einen direkten Mehrwert für den Konsumenten sorgen. Mittlerweile verfügen viele Mobiltelefone über eine eingebaute Kamera und Software, die das Lesen der Codes ermöglicht. Haben die Telefone auch einen Webbrowser, genügt es in der Regel, den QR-Code durch die Lese-Software der Mobiltelefonkamera erfassen zu lassen, um direkt auf die entsprechende Website zu gelangen. Mit einem QR-Code lassen sich jedoch Texte aller Art kodieren, auch Telefonnummern, Adressen oder informierende Texte.

Ausführliche Produktinformationen möglich

Weitere Einsatzgebiete sind neben Routeninformationen oder Bookmarks auch Informationen über Lebensmittel, die sich der Kunde über den Code auf sein Mobiltelefon laden kann, zum Beispiel wo das Produkt angebaut wurde oder herkommt, ob vielleicht auf Pestizide verzichtet wurde, etc. Davon kann auch der Handel profitieren. Ein Pionier auf dem Gebiet ist der japanische Lebensmittelgroßhändler Aeon, der schon seit 2004 Informationen über seine Lebensmittel per QR-Code zur Verfügung stellt. Das „Mobile Tagging“ ist in Japan besonders populär, seit 2007 setzt es sich auch zunehmend in Europa durch.

Für den Einsatz von QR-Codes als Unterstützung im Bereich „Mobile Marketing“ sprechen zudem Aspekte wie Echtzeitkommunikation, die Möglichkeit einer effektiven Kundenbindung und die Stärkung klassischer Kampagnen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und können crossmediale Strategien zielgruppenspezifisch ergänzen. Experten sind sich inzwischen darüber einig, dass diese Form der Kommunikation direkt am Produkt in Zukunft weiter fortschreiten wird: Bereits heute ist jedes dritte verkaufte Mobiltelefon in Deutschland ein Smartphone – und damit nimmt auch der mobile Datenverkehr immer gigantischere Ausmaße an.

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