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Beste Aussichten für Kunststoffverpackungen

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Beste Aussichten für Kunststoffverpackungen


Hervorragende Wachstumsaussichten prognostiziert eine aktuelle Pira-Studie vor allem den starren Kunststoffverpackungen im europäischen Lebensmittel- und Getränkemarkt. Die PET-Flaschen sollen dabei auch weiterhin die größte und wichtigste Rolle als Wachstumstreiber spielen.

Die aktuelle Untersuchung „The Future of European Food and Drink Packaging to 2015“ des internationalen Marktforschungsinstituts Pira International kommt zu dem Ergebnis, dass der Kunststoffverpackungsmarkt für Lebensmittel und Getränke in Europa in den Jahren 2010 bis 2015 ein überdurchschnittliches Wachstum erleben wird. Während die Branche allgemein um etwa 1,9 Prozent wachse, werde die jährliche Wachstumsrate von Kunststoff-Flaschen, -Trays und anderen starren Kunststoffverpackungen für den Sektor mit 3,7 Prozent fast um das Doppelte steigen.

Im Jahr 2010 lag der Konsum von Speisen und Getränken in den untersuchten europäischen Nationen bei über 574 Millionen Tonnen. Die Studie berücksichtigt die Länder Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Belgien, die Niederlande, Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, Polen, Russland, die Tschechische Republik und die Türkei. Der Markt für Lebensmittel und Getränke allgemein wird hier bis 2015 um 0,6 Prozent wachsen, für verpackte Lebensmittel und Getränke um 1,9 Prozent. Bis zum Jahr 2015 soll der jährliche Verbrauch von Verpackungseinheiten für Lebensmittel und Getränke voraussichtlich 858 Milliarden überschreiten, das sind etwa 75 Milliarden Einheiten mehr als im Jahr 2010.

PET-Flaschen als Wachstumstreiber

Eine besondere Bedeutung wird auch weiterhin den PET-Flaschen zukommen. Sie hatten schon in den letzten Jahren die höchsten Wachstumsraten. Mit einer jährlichen Steigerung von rund drei Prozent soll der Umsatz im Jahr 2015 etwa 17 Milliarden Euro betragen. Schon im Jahr 2020 sollen sie Glasflaschen und andere Verpackungen aus Glas überrundet haben. Der Untersuchung zufolge werden PET-Flaschen und andere Kunststoffverpackungen Glasflaschen für kohlensäurehaltige Getränke, Mineralwasser, Milch und andere Nahrungsmittel noch weiter ersetzen. Da immer innovativere und teurere Produkte auf den Markt kommen, werden die Vorteile von Kunststoff noch weiter in den Fokus rücken. Dazu gehören der bessere Barriere-Schutz und die Verlängerung von Haltbarkeiten genauso wie neue Prozessentwicklungen in der Heißabfüllung, die auch für die Verpackungen von Teigwaren, Saucen, Säften, Sport- und Energydrinks oder Bier immer bessere Möglichkeiten bieten.

Bierflaschen aus PET dominieren derzeit vor allem in Mittel- und Osteuropa. Auch im asiatisch-pazifischen Raum wächst die Nachfrage nach Bier in PET, allerdings langsamer als noch vor einigen Jahren erwartet. Auch in Nord-, Mittel- und Südamerika steigt die Nachfrage zwar, aber weiterhin auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Für den weltweiten Verbrauch von Bier in PET wird eine jährliche Wachstumsrate von 5,3 Prozent auf 7,7 Milliarden Flaschen im Jahr 2015 erwartet. Im Jahr 2010 lag der Verbauch bei sechs Milliarden Flaschen, was einem Marktvolumen von etwa zwei Prozent der Verpackungen von Bier entspricht.

Viele Markenhersteller zeigen sich nach wie vor zurückhaltend, wenn es um PET-Verpackungen für Bier geht. Dennoch gibt es in vielen traditionellen „Bierländern“ ein großes Interesse an technischem Fortschritt und den Vorteilen dieser Verpackungsform. Die Herausforderung der Hersteller wird in der Entwicklung neuer Technologien liegen, um die negative Wahrnehmung weiter umzukehren.

Trends bis 2015

Die Studie zeigt auch folgende weitere Trends für den Lebensmittelverpackungsmarkt auf: Flexible Verpackungen werden weiterhin leicht über dem Marktdurchschnitt wachsen. Das gilt besonders für Kunststoff-Folien für Standbeutel und Sleeve-Etiketten. Auch die Faltschachtelproduktion wird weiter zunehmen, während Liquid Kartons zugunsten von Kunststoffflaschen und Standbodenbeuteln leicht verlieren werden. Für Glas werden allgemein rückläufige Zahlen erwartet während Metallverpackungen für Speisen und Getränke bis 2015 um etwa 2,3 Prozent pro Jahr wachsen könnten.
Wichtige Aspekte bleiben auch in den nächsten Jahren der Trend zu „reduzierten“ Verpackungen und einer sich dadurch verlangsamende Nachfrage nach allzu komplexen Lösungen sowie die Qualität des Inhalts sichtbar – und dabei bezahlbar – zu machen. Auch Portionierbarkeit, ein reduzierter Material-Einsatz sowie Recyclingfähigkeit, biologische Abbaubarkeit und Nachhaltigkeit bleiben laut Pira auch in Zukunft die Schlüssel-Themen der gesamten Branche.

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