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Sportliche Nachhaltigkeitskonzepte
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Sportliche Nachhaltigkeitskonzepte

Auch die internationalen Sportartikelhersteller setzen zunehmend auf die Themen Nachhaltigkeit und Corporate Responsibility. Im Rahmen eines konzernweiten Nachhaltigkeitsprogramms hat der Adidas-Konzern seine „Umweltstrategie 2015“ entwickelt. Und Puma beispielsweise will durch die Einführung eines nachhaltigen Verpackungs- und Vertriebssystems zur Reduzierung des Abfallaufkommens und der CO2-Emissionen beitragen.
Im April dieses Jahres präsentierte der Sportartikelhersteller Puma in London sein neues Verpackungs- und Vertriebssystem. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, Einsparungen in Höhe von 25 Prozent bei Kohlenstoff, Energie, Wasser und Abfall zu erreichen und rund 50 Prozent seiner internationalen Kollektionen an Sportbekleidung bis zum Jahr 2015 gemäß „Best-Practice-Nachhaltigkeitsstandards“ zu entwickeln. Gemeinsam mit dem Industrie-Designer Yves Béhar sollen Verpackungslösungen entwickelt werden, die im Vergleich zu den traditionellen Produktpackungen wie Schuhkartons und Kleidungshüllen aus Polyethylen Abfall und CO2-Emissionen deutlich verringern sollen.
Puma: Clever Bag statt Schuhkarton
So werden die Textilkollektionen von Puma zukünftig in Biokunststoff-Beuteln verpackt und damit die traditionellen Kunststofftaschen ersetzen. Auf diese Weise sollen rund 720 Tonnen Kunststofftaschen pro Jahr eingespart werden. Zudem sollen die T-Shirts einmal mehr gefaltet werden, um auch die Größe der Verpackungen reduzieren zu können. Ein weiteres Highlight ist die von Yves Béhar entwickelte „Clever Little Bag“, die den klassischen Schuhkarton ersetzen soll. Der Materialeinsatz wird bei dieser neuen Verpackungsart minimiert, das Gewicht beim Transport reduziert werden. Zudem benötigt der Kunde nach dem Kauf am Point of Sale keine separate Einkaufstasche mehr. Die „Clever Little Bag“ soll gemäß einem von Puma in Auftrag gegebenen Life Cycle Assessment 8.500 Tonnen Papier, 20 Mégajoule Energie und je eine Million Liter Treibstoff und Wasser einsparen.
Lange Zeit habe man das begehrteste Sportlifestyle-Unternehmen sein wollen, heißt es. Heute will man das weltweit begehrteste und nachhaltigste Sportlifestyle-Unternehmen werden.
Adidas: Umweltstrategie 2015
Im Rahmen ihres konzernweiten Nachhaltigkeitsprogramms hat auch der Adidas-Konzern eine „Umweltstrategie 2015“ entwickelt, mit dem Ziel, ganzheitliche Verbesserungen der Umweltauswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erzielen. Dabei spielen auch die Transport- und Produktverpackungen eine wesentliche Rolle. Die Strategie ist zunächst auf fünf Jahre ausgerichtet. In jeder Stufe der Wertschöpfungskette sollen die Prozessabläufe effizienter gestaltet werden: vom Produktdesign, der Entwicklung und Beschaffung über die Logistik und IT-Systeme bis hin zur Effizienzsteigerung der Standorte. An den eigenen Standorten sollen bis 2015 der Energieverbrauch um 20 Prozent verringert und durch den Einsatz erneuerbarer Energien der CO2-Ausstoß um zehn Prozent gesenkt werden. Zukünftig sollen darüber hinaus auch messbare Ziele für die gesamte globale Wertschöpfungskette – für alle Marken, Funktionsbereiche und Regionen – aufgestellt werden.
Bei der Produktion wird nach Angaben des Unternehmens bereits zum Teil auf recycelte Materialien zurückgegriffen. Bei der Entsorgung wird eng mit den örtlichen Abfallbehörden zusammengearbeitet. „Die Einführung umweltfreundicher Verfahren entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette ist für uns ein wichtiger Schritt, um langfristig nachhaltig wirtschaften zu können“, erklärt dazu Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender der Adidas Gruppe. „Unsere Umweltstrategie ist gleichzeitig auch eine ideale Grundlage für Effizienzsteigerungen sowie Innovationen und damit von grundlegender Bedeutung für den Erfolg unseres Unternehmens.“ Dazu gehört beispielsweise auch die Verpflichtung des Unternehmens, bis 2015 zu 40 Prozent auf „Better Cotton Baumwolle“ zurückzugreifen – zugunsten von Anbauern, Umwelt und Konsumenten.
Klebstoffe und Farben aus erneuerbaren Rohstoffen
Aber auch im Bereich der Verpackungen handelt das Unternehmen zunehmend umweltbewusst: Das Papier, das für die Schuhboxen verwendet wird, hat nach Konzernangaben bereits einen Anteil von 80 bis 100 Prozent an recyceltem Papier. Der Rest sei jeweils aus ökologisch zertifiziertem Papier hergestellt, so der Hersteller. Der für die Boxen verwendete Klebstoff ist zu 100 Prozent auf Wasser-Stärke-Basis hergestellt, also aus komplett erneuerbaren Ressourcen. Allerdings werden bereits 75 Prozent der Boxen ohne Kleber gefaltet. Auch die Farben, die für die Boxen verwendet werden, basieren komplett auf erneuerbaren Rohstoffen wie zum Beispiel Soja.
Hinter dem US-Konzern Nike belegt die Adidas AG mit einem Umsatz von knapp 12 Milliarden Euro im Jahr 2010 den zweiten Platz auf dem Weltmarkt für Sportartikel. Die Adidas Gruppe unterhält ein umfassendes Produkt-Portfolio mit Marken wie adidas, Reebok, TaylorMade, CCM Hockey und Rockport und ist in den wichtigsten Märkten weltweit vertreten. Zum Konzern gehören rund 170 Tochtergesellschaften mit der Zentrale in Herzogenaurach, Deutschland.
Puma ist mit einem Umsatz von 2,7 Milliarden Euro im Jahr 2010 weltweit drittgrößter Sportartikelhersteller. Die Puma AG Rudolf Dassler Sport (Puma) ist ein international tätiger Sportartikelhersteller. Das Unternehmen entstand durch die Aufteilung der 1948 gegründeten Gebrüder Dassler Schuhfabrik zwischen den Brüdern Rudi und Adi Dassler in Adidas und Puma.
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