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Holz: Rohstoff mit guter (Öko-)Bilanz

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Holz: Rohstoff mit guter (Öko-)Bilanz


Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2011 zum „Internationalen Jahr des Waldes“ erklärt. Wälder sind Holzlieferanten und stellen ein vielschichtiges Ökosystem dar. Damit haben auch Packmittel aus Holz, Karton und Pappe eine große Bedeutung für die Minderung der Folgen des Klimawandels.

„Holz ist der größten und nötigsten Dinge eines in der Welt, das man bedarf und nicht entbehren kann.“ Das sagte schon Martin Luther am 30. August 1532 in einer Tischrede über die Bedeutung von Holz für das menschliche Leben. Zu allen Zeiten wurde es als Bauholz, Brennholz, Tischlerholz oder für den Bau von Fahrzeugen und die Herstellung von Papier, Pappe und Karton genutzt. Ohne diesen Rohstoff hätte Kolumbus nicht in See stechen und Amerika entdecken können, und auch heute noch ist Holz einer der wichtigsten Rohstoffe für die Menschheit.

Für 1,6 Milliarden Menschen überlebenswichtig

Am 2. Februar 2011 wurde auf der neunten Sitzung des Waldforums der Vereinten Nationen (United Nations Forum on Forests, UNFF) in New York das „Internationale Jahr der Wälder“ eröffnet. Damit soll das Jahr 2011 die besondere Verantwortung der Menschen für die Wälder dieser Welt deutlich machen. Weltweit existieren rund vier Milliarden Hektar Wald, das entspricht rund 31 Prozent der weltweiten Landfläche. Die Wälder spielen eine zentrale Rolle für den globalen Wasser- und Stoffkreislauf, das Klima und die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Nach Angaben des deutschen Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz werden derzeit jährlich rund 13 Millionen Hektar vernichtet, vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern. Würden die Wälder nachhaltig und verantwortungsvoll bewirtschaftet werden, so könnten sie maßgeblich zu einer zukunftsfähigen Entwicklung zur Armutsbeseitigung beitragen, so die Experten: Weltweit sind die Wälder für etwa ein Viertel der Weltbevölkerung, also etwa 1,6 Milliarden Menschen, überlebenswichtig.

Besonders in den tropischen Regionen nimmt die Ausbreitung der Wälder stark ab, während die Waldfläche in anderen Gebieten der Erde wächst. Deutschland zum Beispiel verzeichnete in den letzten 40 Jahren einen Zuwachs von rund zehn Prozent (rund eine Million Hektar). Damit weist Deutschland auch einen jährlichen Holzzuwachs von rund 114 Kubikmetern Holz auf: Mit rund 3,4 Milliarden Kubikmeter sind die Holzvorräte Deutschlands aktuell die größten in Europa. Im Jahr 2009 wurden allein fünf Millionen Kubikmeter Holz aus überwiegend nachhaltiger Forstwirtschaft zu Holzverpackungen, Paletten und Kabeltrommeln verarbeitet.

„Grünes“ Packmittel

Das Thema „Klimaschutz mit Holz“ ist weltweit in den Köpfen der Konsumenten angekommen. Das reicht vom Hausbau über Möbel bis hin zu der Verwendung von Holz als Energiequelle. Und auch Packmittel aus Holz können einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz beitragen, denn das verwendete Holz speichert während seines Wachstums große Mengen des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2). Auch im fertigen Produkt, wie zum Beispiel im Karton, bleibt der Kohlenstoff weiter gespeichert. Sogar beim Recycling, beispielsweise von Faltschachteln, bleibt das CO2 eingeschlossen und kehrt nicht in die Atmosphäre zurück. Beim Einsatz in Paletten und Kisten kommt das Holz sogar ohne zusätzliche chemische Behandlung aus: Es ist von Natur aus sehr widerstandsfähig gegen äußere Einflüsse.

Aus CO2 wird Holz

Experten bestätigen: Je mehr Holz genutzt und in Form neuer Waldflächen neu angepflanzt wird, desto größer ist der Effekt für den Klimaschutz. So soll eine einzige Fichte im Laufe von 100 Jahren bis zu 1,8 Tonnen CO2 aufnehmen und in Holz umwandeln. „Packmittel aus Holz sorgen also für eine Absenkung des Kohlendioxidspiegels in der Atmosphäre“, erklärt dazu Siegfried von Lauvenberg, Geschäftsführer des deutschen Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V. „Und je länger sie genutzt werden, desto größer ist das Umweltschutzpotenzial.“
Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Reparaturfähigkeit von Holz. Holzpackmittel können mit Teilen anderer beschädigter Kisten oder Paletten sowie neuem Holz zumeist problemlos repariert und weiter verwendet werden. Und auch in Sachen Recycling liegt Holz weit vorne: Das Holz wird zerkleinert, von Störstoffen befreit und ist so wieder einsatzbereit.

Faltschachtelindustrie leistet Beitrag

Auch die europäische Faltschachtelindustrie hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem wichtigen Faktor zum Schutz der Wälder entwickelt. Nach Angaben von Pro Carton, Association of European Cartonboard and Carton Manufacturers, kommt etwa 80 Prozent des Holzes, das für die Erzeugung von Papier und Karton in Europa gebraucht wird, aus europäischen Forsten. Tropisches Holz aus dem Regenwald werde gar nicht verwendet, erklärt die Vereinigung. Demnach würden die europäischen Wälder, die von der Papier- und Karton-Industrie genutzt würden, nachhaltig bewirtschaftet. Das bedeutet, dass jedes Jahr mehr Holz nachwächst, als geerntet wird. Internationale Zertifizierungen wie PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) und FSC (Forest Stewardship Council) bestätigen, dass die Wälder strengsten Umweltstandards entsprechen.

Sorgen bereiten der europäischen Holzpackmittelbranche allerdings die starken Preisanstiege von Sperrholz für Verpackungen und Massivholz für Holzpackmittel. Die signifikanten Preissteigerungen bei den benötigten Rohstoffen lassen auch die Produktpreise weiter steigen.

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