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Weil’s Spaß macht und schmeckt

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Weil’s Spaß macht und schmeckt


1940 in Deutschland erfunden und 1955 erstmals für Coca-Cola in Italien abgefüllt, hat die berühmte gelbe Limonade ihren Siegeszug um die Welt angetreten und feierte jüngst ihren 70. Geburtstag. Es gibt sie heute in fast 200 Ländern und mit über 70 unterschiedlichen, auf regionale Vorlieben abgestimmten Geschmacksrichtungen.

Seit nunmehr sieben Jahrzehnten symbolisiert Fanta, die erfolgreiche Orangenlimonade aus dem Hause Coca-Cola, gute Laune und ein buntes Lebensgefühl. Berlin oder Neu-Delhi, Mailand oder Dublin, Tokio oder New York: Kaum ein Ort mehr auf der Welt, an dem man Fanta nicht kennt.

Vom Molkedrink zur Erfolgsmarke

Fanta wurde mitten im zweiten Weltkrieg erfunden. Die Rohstoffe waren knapp, so dass keine Coca-Cola produziert werden konnte. Aus der Not heraus wurde ein Getränk entwickelt, dessen Rohstoff auch in Kriegsjahren zu haben war: Molke – ein Naturprodukt, das bei der Quark- und Käseproduktion anfällt. Die eigenen Mitarbeiter wurden seinerzeit zu einem Wettbewerb aufgerufen, um einen Namen für den innovativen Softdrink auszusuchen. „Fanta“ – von „fantastisch“ und „fantasievoll“ – setzte sich durch und sollte zum Rettungsanker für die gesamte Firmengruppe in Deutschland werden. Nach dem Krieg begann der Siegeszug rund um den Globus – obwohl Coca-Cola längst wieder produziert werden konnte. Jetzt stand die Marke Fanta für prickelnde Erfrischung. Die Vertriebsmitarbeiter nutzten sämtliche Kanäle und Orte, um Fanta möglichst vielen Verbrauchern nahe zu bringen. Das Ganze glich schon damals einer riesigen Marketingkampagne: Mit Leiterwagen, alten Lieferwagen und mit Eis gefüllten Aktentaschen postierten sich die Verkaufsmitarbeiter überall dort, wo etwas los war: Schwimmbad-Eröffnungen, Stadtfeste oder Sport-Events. So eroberte Fanta in den 1940-er Jahren Deutschland, in den 50-er Jahren Europa und in den 60-ern den Rest der Welt. Mit ständig neuen Geschmacksrichtungen hat Fanta in den letzten 70 Jahren die Kindheit ganzer Generationen geprägt.

Abfüllung für Coca-Cola startet in Italien

Die orangige Rezeptur stammt aus Italien, wo das erfolgreiche Erfrischungsgetränk im Jahr 1955 ein neues Kapitel aufschlug: Ein italienischer Abfüller aus Neapel wollte ein Erfrischungsgetränk mit Orangengeschmack unter dem Dach der „The Coca-Cola Company“ herstellen. Die Verantwortlichen von Coca-Cola stimmten zu, und im April 1955 verließ die erste Fanta mit Orangenrezeptur die neapolitanische Abfüllanlage.

Zu diesem Zeitpunkt startete auch Fantas Karriere zur Marken-Ikone. Dafür sorgte zu einem Großteil die Ringflasche mit ihren griffigen horizontalen Ringen und dem in die Glasflasche eingebrannten „twin peak“-Logo. Entworfen wurde sie von dem französischen Star-Designer Raymond Loewy, der Pionier des amerikanischen Industrie-Designs.

Länderspezifischer Geschmack

Schon im November 1955 startete die Abfüllung von Fanta in Australien, im Jahr danach begann die Produktion in den USA. So setzte sich die Marke mehr und mehr durch und war 1960 bereits in 36 Ländern bekannt. Schon zu diesem Zeitpunkt gab es über zehn verschiedene Geschmacksrichtungen. Das Besondere an der Marke Fanta ist bis heute, dass sie sich an den individuellen Vorlieben der einzelnen Nationen orientiert. Denn nicht jede Variante war in jedem Land gleich erfolgreich. So spiegelt die Fülle der unterschiedlichen Rezepturen auch die verschiedenen Länder und Kulturen der Welt wider. In einem Land schmeckt sie süßer, in einem anderen fruchtiger – immer abhängig von den jeweiligen regionalen Vorlieben.

1960 gründete „The Coca-Cola Company“ die „Fanta Beverage Company“ in Atlanta. 1968 erhielt die Fanta-Familie Nachwuchs mit Sprite, dem Ableger mit Zitronengeschmack. In den 1970-er Jahren folgten die Marken Mezzo Mix, Lift Apfelschorle, etc. Das Sortiment wuchs, die Geschmacksrichtungen erweiterten sich schnell um zum Beispiel Fanta Mango, Fanta Herb Orange, Fanta Pink Grapefruit, Mandarine, Limette, Wild Berries oder Fresh Lemon.

Auch der Kalte Krieg konnte den Siegeszug der Fanta auch über die sowjetische Grenze nicht stoppen. Bei den Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau avancierte der Kultdrink auch hier zum Renner. 1984 kommt in den USA die erste kalorienreduzierte Variante auf den Markt: Fanta Diet. In diesem Jahr schafft Fanta auch den Sprung nach Asien: Eine Abfüllanlage in China startet die Produktion. 1994 folgt Indien, 1996 Vietnam.

Splashbottle löst Ringflasche ab

2004 löste die Fanta Splashbottle die berühmte Ringflasche ab. Der Londoner Designer Zak Elia gestaltet die unverwechselbare PET-Flasche. Die ungewöhnliche Form soll das Temperament der Marke repräsentieren, die Wölbung in der Mitte an eine Orange erinnern.

Auch in Sachen Rezeptur entwickelt sich das Erfrischungsgetränk immer weiter. Skandinavien war Vorreiter der inzwischen vielfältigen europäischen kalorienreduzierten Varianten, und seit 2009 gibt es die Limo in einer überarbeiteten Rezeptur ohne künstliche Aromen und Farbstoffe.

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