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Verpackung to go

Themen des Monats

Verpackung to go

Verpackungen erfüllen ein umfangreiches Spektrum an wichtigen Aufgaben. Sie portionieren und schützen den Inhalt, sind in der Regel zentrale Bestandteile des Markenimages und kommunizieren zugleich Werbebotschaften und geforderte Produktinformationen. Mit dem Aufkommen der „to go“-Kultur haben Verpackungen gleichzeitig eine signifikante Erweiterung ihrer Funktionen erfahren. Intelligente Features wie leichte und gleichzeitig stabile Konstruktionskonzepte, der Einsatz recyclingfähiger Materialien, neuartige Wärmeisolationsmechanismen oder die Realisierung wiederverschließbarer Getränkedosen sind dafür anschauliche Beispiele. Mit diesen Neuerungen kommt die gesamte Verpackungsbranche den Ansprüchen eines sich wandelnden Konsumentenverhaltens nach und unterstützt relevante Forderungen nach wertvoller Zeitersparnis, mehr Mobilität, gesteigerter Flexibilität und höherer Produktqualität. Einen umfassenden Überblick in das Innovationsthema „Verpackung to go“ präsentieren die Aussteller den internationalen Besuchern auf der kommenden interpack im Mai – in allen Facetten und entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Korkt garantiert nicht: Wein in Dosen

Das Unternehmen Ball Packaging Europe hat kürzlich einen Vertrag mit dem australischen Unternehmen Barokes Wines unterzeichnet, um Getränkedosen für Wein nach dem von Barokes patentierten Vinsafe®-Verfahren herzustellen. Das Vinsafe®-Verfahren ermöglicht lange Haltbarkeiten bei stets gleichbleibend hohen Produktqualitäten. Aktuell ist der Markt für Wein in Getränkedosen zwar noch klein, aber er besitzt großes Potenzial. Darauf deuten die zweistellig wachsenden Absatzzahlen in Europa hin. Gründe für diese Entwicklung liegen unter anderem in sich ändernden Marktstrukturen und in neuen Trends im Konsumentenverhalten. So ist das Produkt sicherlich interessant für Verbraucher, die keine traditionellen Weintrinker sind, aber gerne ein innovatives Premium-Produkt ausprobieren möchten. Die kleinen Dosengrößen mit einem Volumen um 200 ml sind für Verbraucher attraktiv, die Wein nur gelegentlich oder nur in kleinen Mengen genießen – beispielsweise in Single-Haushalten oder in den Mini-Bars von Hotels. Darüber hinaus ist dieses Verpackungskonzept auch für Marktsegmente interessant, in denen einfacher Transport, geringes Gewicht, platzsparende Lagerung sowie hohe Sicherheit von zentraler Bedeutung sind – dies triff unter anderem auf Fluggesellschaften, Passagierschiffe und Reisezüge zu. Wein in Getränkedosen abzufüllen hat zudem große ökologische Vorteile, denn die Metallcontainer sind vollständig und unendlich oft wiederverwertbar. Das Recycling von Getränkedosen spart bis zu 95 Prozent der Energie, die zur Herstellung von Neumaterial benötigt wird. Damit sinkt auch der CO2-Ausstoß signifikant. Darüber hinaus verursachen Getränkedosen den geringsten CO2-Ausstoß beim Transport. „Es hört sich vielleicht ungewöhnlich an, aber die Dose ist bei entsprechender Herstellung tatsächlich sehr gut für Wein geeignet, weil sie zu hundert Prozent licht- und sauerstoffundurchlässig ist“, bestätigt Gerlof Toenhake, Direktor Marketing von Ball Packaging Europe. "Und: Wein aus der Dose kann niemals korken!“

FUSION: Ein metallisch-edles Leichtgewicht

Mit der Aluminiumflasche FUSION hat Rexam Beverage Can eine leichte, material- und kosteneffiziente Alternative zu konventionellen Aluminiumflaschen auf dem Markt platziert. Bisher führte dieser Flaschentyp eher ein Nischendasein und wurden hauptsächlich für anspruchsvolle Werbeaktionen oder zum imagebildenden Markenaufbau genutzt. Mit der extrem leichtgewichtigen, über das Tiefzieh-Verfahren hergestellten, FUSION eröffnet das Unternehmen den Weg zur breit angelegten Nutzung der Aluminiumflasche. FUSION bietet den Nutzern neben technischen Alleinstellungsmerkmalen auch sinnliche Qualitäten, die etwa in der edlen Optik oder in der angenehmen metallischen Haptik liegen. Durch eine große Palette an zur Verfügung stehenden Veredlungstechniken – dazu zählen zum Beispiel effektreiche Lackierungen und Prägungen – können die Flaschen der FUSION-Serie maßgeschneidert an spezifische Kundenwünsche angepasst werden. Weiterhin sind diese Flaschen in verschiedenen Größen und Formvarianten lieferbar und mit einer Auswahl an wiederverschließbaren Deckeln und Kronkorken erhältlich. Die Flasche eignet sich für alle stillen und kohlensäurehaltigen Getränke und ist zu 100 Prozent recyclingfähig.

Wenn der Beutel zum Kanister wird…

Nicht nur Nahrungsmittel und Getränke folgen in zahlreichen Bereichen dem „to go“-Konzept, auch auf dem Gebiet der Reinigungsmittel lässt sich dieser Trend zunehmen feststellen. Die Gründe dafür sind vielfältig – so lassen sich mit „to go“-Lösungen für die Hersteller enorme Einsparungen realisieren, beispielsweise bei den Rohstoffen, den Verpackungsmaterialien, der Lagerhaltung und dem Versand. Auch die Endverbraucher profitieren von dieser Entwicklung – kleinere Produktabmessungen, leichtere Gebinde, komfortablerer Transport und weniger Entsorgungsaufwand sind dafür einfach nachzuvollziehende Beispiele. Mit dem Produkt “5L Spouted Pouch” hat der Verpackungsspezialist Floeter Flexibles GmbH an ampac Company aus Eberdingen diesen Ansatz konsequent bis zur Marktreife entwickelt. Reinigungsmittel werden typischerweise in großen und schweren Kanistern abgefüllt, gelagert und geliefert. „Spouted Pouch“ dagegen verpackt die Wirksubstanzen in konzentrierter Form. Erst am Einsatzort wird durch den Zusatz von Wasser das fertige Reinigungsmittel aufbereitet und kann dann sofort eingesetzt werden. Mit mehr als 500 Beuteln pro Palette im Vergleich zu lediglich 96 Kanistern liegen die Vorteile dieses innovativen Verpackungskonzepts klar auf der Hand.

Kurz gemeldet: Standbodenbeutel sind am günstigsten

Werden Stahl- und Aluminiumdosen sowie Karton- und Glasverpackungen mit Standbodenbeuteln verglichen, so stellen letztere die günstigste Verpackungsvariante für sterilisierfähige Behälter dar. Dieses Resultat gilt insbesondere für vorgefertigte Standbodenbeutel auf der Basis von Standardlaminat. Wird beispielsweise ein Füllvolumen von 400 ml betrachtet, so liegen die Kosten für eine Kartonverpackung um 23 Prozent und die einer dreiteiligen Stahldose um 36 Prozent darüber. Glasbehälter sind in diesem Volumensegment die teuerste Verpackungslösung – sie sind etwa 91 Prozent teurer. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Multi Client Studie „From Raw Material to Filled Packaging - The Economics of Retortable Containers in the European Union in 2010", des Beratungsunternehmens Schönwald Consulting aus Erlangen.

 

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