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Social-Media: Chance oder Risiko?

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Social-Media: Chance oder Risiko?

Natürlich verfügt heute jedes Unternehmen über eine eigene Website. Doch ein aktueller Internet-Auftritt reicht nicht mehr: Längst haben die Social Media das Online-Marketing weltweit im Griff. Und das gilt inzwischen für nahezu jede Branche.

Wer am Markt wirklich Zeichen setzen will, dem werden in Zukunft eine Website mit aktuellen Informationen aus dem Unternehmen oder der Branche nicht mehr ausreichen. Professionelles E-Marketing heißt das neue Zauberwort. Eine immer ernster zu nehmende Rolle spielen dabei die Social Media wie Facebook, Xing, Twitter, etc. Und was sich für viele noch nach einem Buch mit sieben Siegeln anhört, wird für jede Branche - auch im B2B-Bereich - weltweit immer wichtiger. Noch nie wurden Kommunikation und der Austausch von Inhalten zwischen so vielen Menschen in so kurzer Zeit betrieben. Heute "spricht" man über Produkte, Dienstleistungen und Unternehmen im Internet. Konsumenten, Kunden und Geschäftspartner schreiben Bewertungen und Meinungen online und teilen sich innerhalb von Sekunden Millionen von Menschen mit. Warentest war gestern, Bewertungsportale und Blogs sind heute. Das gilt längst auch für große Industrie-Unternehmen, deren Mitarbeiter immer jünger werden und in rasantem Tempo zu den Entscheidungsträgern der Zukunft heranwachsen. Kompetente, junge Mitarbeiter, Digital Natives und andere High Potentials agieren in diesen sozialen Netzen. Die "Generation Y" ist da. So werden die 1980 Geborenen genannt, die der "Generation X" folgen. Sie sind die ersten, die mit Computer, Internet und der digitalen Medienwelt aufgewachsen sind und keine Zeiten mehr ohne Internet kennen.

Streuverlust vermeiden

Der Weg zum E-Marketing beginnt wie jede Herausforderung mit einer Zielformulierung. Die lautet zunächst meistens: Der Kunde soll bei mir kaufen - und nicht beim Wettbewerb. Weitere Ziele können sein, mehr Besucher auf die firmeneigene Website zu locken, mehr Stammkunden oder neue Zielgruppen zu generieren. Im zweiten Schritt werden ein klares Konzept sowie passende Angebote für die entsprechenden Zielgruppen erarbeitet, damit für jeden - wo auch immer - genau die News kommuniziert werden können, die für den Einzelnen wirklich interessant sind. Nichts nervt die User heute mehr, als eine überflüssige Informationsflut. Und mit dem richtigen Konzept ist das auch gar nicht so schwer. Letztlich können durch den geringen Streuverlust auch Kosten gespart werden.

Während jedes Unternehmen sein Image im Internet mit gezielten Online-Maßnahmen bisher fast ausschließlich selbst bestimmen konnte, entscheiden heute die Nutzer der sozialen Medien über die Qualität von Dienstleistungen und Produkten. Damit nehmen sie zunehmend Einfluss auf das Image der Unternehmen. Social-Media-Marketing-Kampagnen setzen an diesem Punkt an: Die Firmen sollen Teil der Diskussion werden und so das Ruder um die Meinungsbilder wieder selbst in die Hand nehmen können. Neben der Meinungsbildung steht auch die Suchmaschinen-Optimierung im Zentrum gezielter Online-Marketing-Maßnahmen. Wer in den neuen Kanälen wie Communities, Blogs, Microblogs, Twitter oder YouTube aktiv ist, steigert seine Sichtbarkeit.

Die Medien- und Marketing-Landschaft befindet sich also in großem Wandel. Dominierten bis vor wenigen Jahren noch Printprodukte wie Anzeigen, Broschüren und Flyer sowie Direktmarketingmaßnahmen die internationale Werbe-Welt, so werden heute viele Marketing-Aktivitäten über das Inernet - und zunehmend über die Social Media und Social Networking Portale - realisiert.

Viele Wege führen zum Ziel

Wie wichtig sind die Social Media für mein Unternehmen wirklich? Wie kann ich sie gewinnbringend nutzen? Wie kann ich Einfluss nehmen? Wie reagiere ich auf die möglichen Risiken? Antworten geben die zahlreichen Agenturen, die sich auf nachhaltige Social Media-Strategien spezialisiert haben und derzeit überall auf der Welt wie Pilze aus dem Boden schießen.

Viele verschiedene Online-Maßnahmen führen zum Ziel: von der Suchmaschinenoptimierung über das Suchmaschinenmarketing, Mobile- und E-Mail-Marketing bis hin zum Social Media-Marketing. Besonders Letztere gewinnen derzeit massiv an Bedeutung und bergen unglaubliche Chancen - aber auch Risiken. Und nicht zuletzt deshalb lohnt sich der Einstieg in die zunächst häufig verwirrenden Strukturen inzwischen für fast jedes Unternehmen. Für die Markenartikler sind sie im B2C-Bereich inzwischen unumgänglich, aber auch die Zulieferer werden diesen Weg nicht mehr lange umschiffen können. Gerade wer jüngere Zielgruppen in welcher Form auch immer ansprechen will, kann die Social Media nicht mehr lange meiden. Sie müssen zum festen Bestandteil des Marketing-Mixes werden und können auch als Innovationstool dienen. Die direkte Kommunikation mit den Kunden liefert wertvolles Wissen und wichtige Erkenntnisse zur Optimierung und Innovationsförderung.

Eigentlich begann alles mit Ebay und Amazon: Hier begannen Kunden erstmals, ihre Verkäufer zu bewerten. Und die Menschen vertrauten den anderen Menschen - allein wegen deren Kaufentscheidung - mehr als jeder Anzeige und jedem PR-Text. Ein Phänomen, das die Basis der modernen Online-Kommunikation darstellt.

Große Firmen - große Beispiele

Inzwischen gibt es viele Beispiele für gutes und auch für schlechtes E-Marketing. Dell Computer oder Starbucks gelten als Musterbeispiele mit ihren Maßnahmen: Sie machen ihre Kunden zur Kreativabteilung, in der jeder Verbesserungsvorschläge - vom Produkt über die Logistik bis hin zur Verpackung - machen kann. Mitarbeiter kümmern sich um die Umsetzung bzw. um die Erklärung, warum etwas nicht geht. Starbucks bedient eine Vielzahl verschiedener Social-Media-Angebote, u.a. Facebook, YouTube, Flickr, Twitter und ein eigenes Unternehmensblog. Die Firmen treten so in den direkten Kontakt mit ihren Kunden und können unmittelbare Bedenken, Kommentare und Fragen aufnehmen und berücksichtigen.

Als ein Negativ-Beispiel gilt beispielsweise WalMart. Das Unternehmen versagte seinen Kunden den offenen Dialog und beschnitt die Kommentarfunktion auf ihrem Blog aus Angst vor negativen Kommentaren. Das Ergebnis waren unzählige negative Kommentare und Posts weltweit.

Doch die sozialen Medien erlauben es nicht nur, mit anderen zu kommunizieren, sondern auch zu interagieren. Professionelles Social Media-Marketing kann also dazu beitragen, die so genannten "Early Adopters" und die wichtigen Meinungsbildner direkt zu erreichen. Ziel dieses Marketings kann sowohl ein Produkt, eine Dienstleistung als auch eine Person sein. Viele Prominente oder Politiker nutzen die Social Media längst, um ihr Image gezielt zu platzieren.

Die Social Media sind inzwischen eine riesige Plattform, auf der sich Vertreter aller Branchen tummeln und ein Türöffner für Unternehmen egal welcher Größe, um kundenbezogene Kommunikation zu forcieren. Hier sind Ehrlichkeit und Authentizität gefragt - und ständige Aufmerksamkeit. Denn unzählige Unternehmen sind auf Facebook & Co. längst vertreten, ohne jemals selber aktiv geworden zu sein, sondern einfach nur, weil die Generation Y auf ihre Art über sie "spricht".

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