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Exaktes Sauerstoff-Management für die Wein-Abfüllung
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Exaktes Sauerstoff-Management für die Wein-Abfüllung
Die Weinreifung endet nicht bei der Abfüllung. Im Gegenteil: Neueste Erkenntnisse beweisen, dass nur die richtige Reifung in der Flasche alle gewünschten Aromen erhalten kann. Die Qualität eines Weines steht und fällt mit Sauerstoff. Neue Standards setzt ein präzises Sauerstoff-Messsystem, dass speziell für die Flaschenabfüllung entwickelt wurde.
Für viele Weintrinker ist der Naturkorken als Verschluss für Wein und Sekt nach wie vor das A und O. Bei allem Traditionsbewusstsein birgt er doch zahlreiche Probleme wie beispielsweise Korkgeschmack, der mittlerweile bei etwa fünf bis zehn Prozent der Korken auftritt und jedes Jahr für große wirtschaftliche Schäden sorgt. Hervorgerufen wird der Korkgeschmack durch Mikroorganismen, die nach dem Schälen der Korkeichen während der Lagerung der Korkplatten in die Poren eindringen können. Dort produzieren sie Substanzen, wie beispielsweise Trichloranisol (TCA), die bei der anschließenden Sterilisation der Korken geschmacksintensiv werden können.
Weitere negative Einflüsse kann Sauerstoff ausüben. Zu viel Sauerstoff während der Abfüllung kann die Aromen negativ beeinflussen und die Alterung des Weines in der Flasche beschleunigen - zum Teil sogar mehr als die Wahl der richtigen Verschluss-Lösung.
Über zwei Milliarden Verschlüsse pro Jahr
Nomacorc, der nach eigener Aussage weltweit führende Produzent synthetischer Weinkorken, unterstützt die internationale Weinwirtschaft einerseits durch Qualitätsverschlüsse mit kalkulierbarem Sauerstoff-Management, als auch durch "NomaSense", einem neuen Messgerät, welches den Sauerstoff-Gehalt exakt bestimmen kann. Die Verschlüsse werden mittels eines patentierten Co-Extrusionsverfahrens hergestellt und ergeben so eine kalkulierbare, konstante Sauerstoffdurchlässigkeit. Der Schaumkern sorgt für eine optimale Flexibilität des Verschlusses, während die Außenhaut eine zuverlässige Abdichtung gewährleistet. Zudem schützen die Verschlüsse vor unerwünschten Geschmacksnoten als Folge von Oxidation, Reduktion oder Korkgeschmack. Sie sind nach Unternehmensangaben zu 100 Prozent recyclingfähig. In den hochmodernen Produktionsstätten in den USA, Belgien, Österreich und China werden derzeit jährlich mehr als zwei Milliarden Weinverschlüsse hergestellt.
Die Unternehmensgeschichte von Nomacorc begann vor zehn Jahren, als Weinliebhaber nach einer Lösung gegen korkigen Wein suchten. Im Jahr 2009 produzierte Nomacorc dann seinen zehn Milliardsten Stopfen, der seinen Weg in eine Flasche des Weinguts Cantele in Italien fand. Auch in der krisengebeutelten zweiten Jahreshälfte 2009 konnte das Unternehmen auf den europäischen Märkten ein zweistelliges Wachstum beibehalten. Die Korken gelten als die führenden Weinverschlüsse in Deutschland, Frankreich, den USA und vielen anderen Ländern rund um den Globus.
Neues Messgerät für den Abfüllprozess
Im Juni dieses Jahres führte Nomacorc die Weiterentwicklung seiner Marke "NomaSense" in den Markt ein. "NomaSense O2 Prime" wurde speziell entwickelt, um die Sauerstoffzufuhr im Prozess der Flaschenabfüllung zu messen. Sowohl "O2 Prime", als auch das Original "NomaSense" sollen in der Weinwirtschaft als sehr präzise, nicht invasive, tragbare Sauerstoff-Messsysteme Standards setzen. Mit schnell ermittelbaren Messwerten von Sauerstoffspuren von etwa 1ppb bis zu ca. 50 ppm gilt das System als „Vollversion“ zur Qualitätssteuerung bei jedem Schritt der Weinherstellung. Ein leicht lesbares Display liefert schnell und zuverlässig Messwerte darüber, wie viel Sauerstoff bei der Abfüllung gelöst im Wein sowie gasförmig im Kopfraum der Flasche aufgenommen wird.
"Das Verwalten von Sauerstoff während des gesamten Prozesses – von der Ankunft der Weine bis zur Abfüllung – ist von entscheidender Bedeutung für unsere Arbeit", sagt Sebastien Steinfort, Production Director bei Paul Sapin, einem renommierten Weingut aus dem Süden des Burgunds. "Ab 2010 werden unsere Abfüllanlagen mit NomaSense ausgestattet."
Stephan Grappe, Önologe und technischer Leiter des Unternehmens Wolfberger im Elsass, zeigt sich ebenfalls zufrieden: "Wir benutzen NomaSense bei jedem Schritt der Weinbereitung, während des Pressens, der Fermentierung und während der Weinreifung. Zudem haben wir eine zweite, eher industrielle Verwendung für diese Geräte bei der Flaschenabfüllung der Weine, die wir ‚tiré bouché’ nennen: Weine, die in Flaschen abgefüllt zwei bis drei Jahre reifen."
Spitzenweine aus China
Seit Oktober dieses Jahres kooperiert Nomacorc auch mit Chinas größtem Wein-Unternehmen, der COFCO Wines & Spirits Co. Ltd. Gemeinsam sollen technologische Innovationen in der chinesischen Weinbranche gefördert werden. China nimmt in der weltweiten Weinindustrie derzeit eine immer wichtiger werdende Rolle ein. International bekannt ist die COFCO für ihr "Great Wall"-Weinportfolio, das in über 20 Ländern - zum Beispiel in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Japan erhältlich ist und bereits bei zahlreichen internationalen Weinwettbewerben ausgezeichnet wurde. Nomacorc wird die Weingüter der COFCO mit den co-extrudierten synthetischen Weinverschlüssen ausstatten, in önologischen Fragen zur Seite stehen, und auch die Analysegeräte von "NomaSense" sollen bei der Flaschenabfüllung zum Einsatz kommen.
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