Sie befinden sich hier: interpack Magazin. Verpackungsprozesse & Sicherheit.
RFID von morgen
Artikel
RFID von morgen

Zu Beginn dieses Jahres startete ein Forschungsprojekt zur "Entwicklung von modularen In-Mould-Transpondern (MIT)". Zahlreiche Projektpartner aus Industrie und Forschung haben sich hier zusammengeschlossen, um RFID-Transponder für die Verarbeitung in spritzgegossenen Packmitteln fit zu machen.
In der heutigen Forschungslandschaft wird kaum mehr von reinen RFID-Projekten gesprochen. Die Wissenschaft erprobt das Szenario "RFID von morgen". Demnach soll RFID zunehmend einer Technologie werden, mit der Waren und Gegenstände in virtuelle Welten eingebunden werden und Prozesse so immer öfter digital gesteuert werden können. Dazu gehören zum Beispiel Inmould-Transponder, wie sie das Verbundprojekt "Entwicklung von modularen In-Mould-Transpondern" erforscht, das bis Oktober 2011 abgeschlossen sein soll.
Zuverlässig dank Integration
Durch die untrennbare Integration von Identifikations-Chips und deren Antennen in Mehrweg-Kunststoffkisten soll RFID-basierte Logistik noch zuverlässiger realisiert werden können als mit aufgeklebten Smart-Labels. Die Entwicklung soll sich vor allem für die Logistik von Frischwaren oder dem Transport von Fleisch bewähren, da die dort verwendeten Ladungsträger strengen Reinigungsprozessen unterzogen werden und die herkömmlichen Tags leicht beschädigt werden können.
Ziel ist also, die Transponder komplett einzugießen. Die Antennen sollen in MIT direkt auf einen Folienträger aufgebracht werden, der als einseitig bedrucktes Label (Barcode, Logos, Produktinfo etc.) später direkt in eine Spritzgussform eingelegt wird. Der Transponder entsteht, indem ein Chipmodul an die Antenne gelegt wird, dabei ist jedoch wegen der kapazitiven oder induktiven Kopplung ein ohmscher Kontakt nicht zwangsläufig erforderlich. Dies vereinfacht die Montagetechnik vor allem im hochvolumigen Rolle-zu-Rolle Verfahren. Die Toleranzen sind dabei so groß, dass man die Module sogar von Hand aufbringen könnte.
Chipkarten sind ein etwas spezieller Anwendungsbereich für die im Projekt angestrebten Technologien, der besonders deshalb interessant ist, weil das Material Polypropylen in dieser Form noch nicht eingesetzt wurde.
Die Hauptaktivitäten zielen auf den Einsatz von Transpondern in größeren Spritzgussteilen ab, insbesondere Kunststoffkisten für Mehrweg-Behältersysteme. Darüber hinaus wird aber auch der Bereich Automotive adressiert, zum Beispiel zum Tracken von Armaturenbrettern im Produktionsprozess oder um Informationen über den erforderlichen Recyclingprozess nach dem Verschrotten zu hinterlegen.
Endlose Möglichkeiten
Die Möglichkeiten der Spritzgießtechnologie scheinen schier endlos. Keine Form eines Kunststoffartikels scheint unmöglich, und dank ihrer vielfältigen und innovativen Verfahrensvarianten können die unterschiedlichsten Anforderungen der einzelnen Anwenderbranchen abgedeckt werden. Dementsprechend wird den spritzgegossenen Packmitteln großes Potenzial prognostiziert, das sich durch solche Weiterentwicklungen noch vergrößern kann. Gerade im Packmittelbereich spielt die Spritzgießtechnik in allen Größenordnungen eine wichtige Rolle.
So wird auch die Entwicklung des Marktes für spritzgegossene Packmittel als sehr positiv eingestuft. Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Marktentwicklung positiv beeinflusst, ist der kontinuierlich zunehmende Anteil an Kunststoffprodukten. Mit ihrer hohen Maßgenauigkeit und Flexibilität verfügt die Spritzgießtechnik als übergeordnete Technologie über Vorteile gegenüber vergleichbaren Wettbewerbstechnologien.
Es ist also damit zu rechnen, dass die Spritzgießtechnik überproportional an den steigenden Wachstumsraten der Verpackungsindustrie partizipieren wird.
Das MIT-Forschungsprojekt wird in Zusammenarbeit mit den industriellen Partnern PAV Card, Melzer Maschinenbau, Design- und Siebdruck Freudenberg und ID-Systec durchgeführt. Forschungspartner sind das Institut für Polymertechnik e.V. und das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnolgie ISIT.
Mehr Informationen
Alle Artikel aus Verpackungsprozesse & Sicherheit
Universell einsetzbar: Das Codiersystem REA JET In jeder Phase der richtige Engineering-Partner Losgröße 1: Transmodule machen es möglich Eine Lösung für unterschiedlichste Tuben und Produkte Der neue Ishida Traysealer QX-775-Flex Verpackungsinnovationen für die Lebensmittelbranche OYSTAR Hassia erfolgreich in der Türkei Verpackung auf der drupa 2012 Edelmann eröffnet Kunden neue Optionen durch Late-Stage-Customization und -Finalisation MULTIVAC auf der European Seafood Exposition 2012 Gesetz zur Kennzeichnung von Arzneimitteln bringt Interesse an Laetus Sicherheit in Serie: Pharma-Kennzeichnung von REA JET MULTIVAC Bandsysteme jetzt auch als Stand-alone-Variante Laetus INSPECT mit neuer Version MicroPast: Ausgezeichnetes Pasteurisierungsverfahren Automatisches Box-Opening-System öffnet Kartons schnell und sicher Laetus aktualisiert Kontrollsysteme für Astellas Goldmedaille für HPP-Technologie OYSTAR demonstriert Flexibilität Hochleistung bei der Lebensmittelverpackung Kontrolle ist besser: Laetus prüft neue Codes Bosch Packaging Technology plant zweites Werk in China Geringere Druckverluste, schnellere Farbwechsel Serialisierung im Pharmapackaging wird Pflicht Leistungssteigerung durch Nachrüstung IMHP-Technologie verkürzt Zykluszeiten beim Spritzgießen Lebensmittelkontrolle mit Millimeterwellen Track & Trace System mit neuer Version Entsorger nimmt neue post-consumer Folien-Recyclinganlage in Betrieb Dresdner Verpackungstagung startet Verbraucherdialog Tuben füllen - Schubert auf der Upakovka Druckernetzwerk statt Insellösungen Modulare Baugruppen für mehr Flexibilität Inline-Dichtheitsprüfung von Lebensmittelverpackungen Integrierte EMCS-Abwicklung bei der Rothaus AG Hochdruckbehandlung von verpackten Lebensmitteln Eine Maschine, zwei Verpackungssysteme Halbautomatischer Traysealer für das Verpacken von medizinischen Sterilgütern OYSTAR Benhil liefert Rekordbrecher an Milkon Südtirol Ratioform hat den Katalog des Jahres Ölfreie Druckluft für die Getränkeindustrie Neue Richtlinien zur „Good Manufacturing Practice“ für Lebensmittelfaltschachteln Moderner Kleinformatdruck Mikrobiologische Untersuchungen in der Wasser- und Getränkeindustrie Volle Flexibilität im Inmould-Labelling - auch mit Barriere Digitales Drop-on-Demand-Inkjet-Drucksystem für variablen Etikettendruck Magnet- und Metall-Separatoren für den Werkzeug- und Maschinenschutz Flexibilität an der Werkzeugmaschine International zertifizierte Messgeräte garantieren höchstes Qualitätsniveau Kunststoffe flexibel kennzeichnen Miniaturkameras lösen Platzprobleme bei der Aspirin® Abfüllung Faller investiert in Drucktechnik für Kleinstauflagen Wolke m600 basic mit neuer Software Greiner Packaging erweitert seine Drucktechnologien Effiziente Versiegelung von Trays ohne Atmosphärenaustausch Getränkeindustrie setzt verstärkt auf Roboter Almarai beauftragt Meyn und Ishida Heidelberg Druckerei-Workflow Prinect mit deutlich erweiterten Funktionen Neues natürliches Konservierungsmittel entdeckt Süßwarenhersteller verdoppelt Produktion mit neuer automatischer Dragieranlage Clever und schnell gestapelt AccuCoat® beheiztes Sprühsystem: Lösung für anspruchsvolle Beschichtung Prozesssichere und günstige Stopfensitzkontrolle mit Laser-Messsensoren INSPECT wt von Laetus Metalldetektor Solutor HF - Leichte und sichere Reinigung Neues Weigh-Batcher System von Ishida Fogra-Symposium "Verpackungsdruck - die Faltschachtel" Von der Messe zum Produkt Verpackungsprozesse und Lebensmittelhygiene – EHEC und die Folgen Neue EU-Richtlinie gegen Arzneimittelfälschungen Intelligente Systeme spüren Fälschungen auf Exaktes Sauerstoff-Management für die Wein-Abfüllung RFID von morgen Arzneimittel: Mehr Sicherheit durch globale Standards Verpackungen sicher verschnürt Kampfansage an Plagiate Lebensmittel: Auch in Kunststoff-Recyclat sicher verpackt Klebstoffe halten, was andere versprechen Um Leben und Tod Schillernder Schutz Night of Packaging: Brillante Ideen Frisch, haltbar, nachhaltig und bezahlbar Nanotechnik: Chancen fördern, Risiken mindern Mehr Qualität – mehr Sicherheit Recyceltes Polyethylen: Beste Umweltindikatoren bei Müllbeuteln Finger weg! Kaugummi: Frisch verpackt Asien boomt Immer kleiner, immer schneller Clevere Verschluss-Systeme Schutzgasverpackungen im Kommen Etiketten: Clever & smart Exakt verpackt Aseptik: Keine Chance für Keime
Zurück zu allen aus Verpackungsprozesse & Sicherheit









