Sie befinden sich hier: interpack Magazin. Convenience & Verpackung.
Pago: Kult in der grünen Flasche
Artikel
Pago: Kult in der grünen Flasche
Das Geheimnis von Pago ist gar kein Geheimnis: In jeder der unverwechselbaren grünen Flaschen steckt nichts als die reine Frucht. Das ist heute an sich nichts besonderes mehr, denn Smoothies und Fruchtsäfte in allen Variationen gehören inzwischen zum Alltag. Doch die Erfolgsstory von Pago beginnt nicht in diesem Jahrtausend - sondern im Jahr 1888.
Keine künstlichen Aromen, keine Konservierungsmittel, keine Farbstoffe. Ein Pago ist pure Frucht, nur in flüssiger Form. Und Pago kennt - dank der unverkennbaren grünen Kultflasche mit dem gelben Deckel - fast jeder. Denn den Grundstein für das, was heute weltweit als Smoothie & Co. zum modernen Lifestyle gehört, legte eigentlich schon Jakob Pagitz senior im Jahre 1888.
Zu Beginn stellt das Unternehmen in Klagenfurt, Österreich, Sodawasser her. 1900 wird zum ersten Mal Sodawasser mit Apfelsaft und Johannisbeersaft zu Limonade gemischt. Neue Technologien ermöglichen auch neue Produktinnovationen. Nun kann das Sortiment Zug um Zug erweitert werden: Karottensaft, schwarzer Rettichsaft und Roter Beete-Saft kommen hinzu. 1920 dann steigt Jakob Pagitz junior in den väterlichen Betrieb ein und erkennt den Sinn einer gesunden Ernährung. Die Jakob Pagitz "Süssmosterei" wird gegründet. Früchte wie beispielsweise Erdbeeren und Johannisbeeren stammen aus eigenem Anbau, die exotischeren werden mit speziellen Transportern aus allen Teilen der Welt nach Klagenfurt transportiert. So kommen Zitronen aus Sizilien, Orangen aus Israel und Heidelbeeren aus Polen erntefrisch nach Österreich - und die Produktion wächst und wächst.
Eine Marke wird geboren
1930 dann beginnt Jakob Pagitz mit der Herstellung von purem Fruchtsaft mit dem Firmennamen "Flüssiges Obst". Der eigene Fuhrpark sorgt für eine recht gute Verbreitung der frischen Produkte, die vorerst hauptsächlich in der Gastronomie abgesetzt werden. Was den Säften, abgefüllt in modernen Glasflaschen, nun noch fehlt, ist ein internationaler Markenname. "Pago" wird geboren: aus den ersten drei Buchstaben der Firmengründer und dem ersten Buchstaben von "Obst". Im Oktober 1949 wird der Markenname im österreichischen Patentamt registriert, und in den 1950-er Jahren eröffnet das innovative Unternehmen in allen größeren Städten des Landes wie Salzburg, Graz und Wien Auslieferungslager. In den 60-er Jahren wird erstmals auf Werbung gesetzt, und Pago gehört für immer mehr Menschen zum Alltag. 1977 ist das Sortiment auf 60 verschiedene Sorten angewachsen.
Pago erobert die Welt
Etwa ab 1980 erobert Pago dann auch den Lebensmitteleinzelhandel. Die markanten grünen Flaschen stehen nun auch im Supermarkt-Regal, und damit beschränkt sich das Angebot nicht mehr nur auf die Gastronomie. Für einen erfolgreichen Auftritt im Rest der Welt erhält die Verpackung ihr neues Design: Die grüne Glasflasche mit gelber Verschlusskappe und rotem Logo wird zum unverwechselbaren Markenzeichen von Pago. Grünes Glas bietet nach Herstellerangaben den besten Schutz für die im Fruchtsaft enthaltenen wertvollen Inhaltsstoffe. Auch sollen Geschmack und natürliche Farbe des Fruchtsaftes länger erhalten bleiben als in einer transparenten Flasche.
1990 verbreitet Pago sich über ganz Europa und wird in Spanien, Slowenien, Kroatien, Skandinavien, Großbritannien und zahlreichen weiteren Ländern immer beliebter. Um dem Trinkverhalten der Konsumenten noch besser entsprechen zu können, entwickelt Pago neue Gebindegrößen: 0,2 Liter-, 0,35 Liter- und 0,75 Liter-Flaschen.
Erstmals in PET
Im Jahr 2002 ist Pago in 16 Ländern Europas vertreten, 2004 steigt das Unternehmen in die neuen Märkte Osteuropas wie Ungarn, Tschechien, Slowakei, Ukraine, Russland, Bulgarien, Litauen, Estland und Kasachstan ein. 2005 dann ein weiterer Meilenstein: "Pago-to-go". Die PET-Flasche wird eingeführt. Nach und nach wird Pago zur Weltmarke und ist in 30 Ländern zu Hause. Neue Testmärkte entstehen im Mittleren Osten, in Nordafrika, den USA und in Japan. 2006 dann erhalten die PET-Flaschen ein neues Design und die neue Pago "Gespritzt"-Flasche ergänzt die PET-Range. 2007 folgt die Einführung der Smoothies: Jetzt geht es um die ganze Frucht in der Flasche. Die Abfüllung der zwei Sorten erfolgt in den traditionellen 0,2 Liter-Pago-Glasflaschen.
Limited Editions
Wie es sich für echte Kultmarken gehört, entwickelt auch Pago im Jahr 2008 eine erste Limited Edition-Flasche, die in einem neuen Erscheinungsbild auftritt: Etikett und Verschluss sind silberfarben. Ebenso erfolgreich ist auch das neue 330 ml-PET-Sortiment für den "On the go"-Bereich. Abgerundet wird dieses Angebot jetzt durch eine 500 ml-PET-Apfel-Schorle. Wie das Unternehmen mitteilt, unterliegen die Produkte vom Anbau bis zur Auslieferung 150 Qualitätskontrollen. Heute ist Pago in mehr als 40 Ländern präsent und gehört als Unternehmen der Brau Union AG der niederländischen Heineken-Gruppe an. Im Geschäftsjahr 2009 hat das Unternehmen weltweit 64 Millionen Liter (227 Millionen Flaschen) abgesetzt und erzielte einen Umsatz von 102 Millionen Euro.
Bei Pago wird für Einweg- und Mehrwegware dieselbe, Pago-typische Formflasche verwendet. Während Mehrweggebinde in Kisten gefüllt werden, werden die Einwegflaschen auf Trays geschichtet, die anschließend mit einer Folie geschrumpft werden. Für den Twist off Verschluss hat man sich entschieden, um das Handling beim Öffnen zu erleichtern, ein "Werkzeug" überflüssig zu machen und eine größere Ausgieß- bzw. Trink-Öffnung zu bieten. Wiederverschließbarkeit und Vakuum-Kontrolle durch das "Ploppen" sind weitere Vorteile. In diesem Jahr kamen noch ein Bag-In-Box System und die 1,5 Liter-PET-Flasche auf den Markt.
Mehr Informationen
Alle Artikel aus Convenience & Verpackung
SIG Combibloc gewinnt mit drinksplus den Gulfood Award Neue Studie zu Bierverpackungen: erstmals empirische Daten zu Transportentfernungen Frischfleisch kosteneffizient verpacken Schluck für Schluck: Prebiotische Extras für den gesunden Genuss Labeling Green: Phenolfreie Etiketten für sorgenfreies Verkaufen Neues Wickeletikett Drei Displays für die Zweitplatzierung und die Theke Edelmann verpackt Michalsky 3M Marke Scotch jetzt noch umweltschonender Geringere Druckverluste, schnellere Farbwechsel Perfekte Organisation mit Signature Series Tubs Serialisierung im Pharmapackaging wird Pflicht Sicherheit, längere Haltbarkeit und Attraktivität am Point of Sale Warentragendes Tannen-Display für Wernesgrüner s.Oliver Original individuell verpackt von Edelmann Jenseits der Marke Winter-Erlebnisplatzierung für SystemPartnerAutoteile Neue stimmungsvolle Düfte von Biotherm Mit Nor®Absorbit wird’s schön knusprig combifit setzt Akzente – neue Formate, viele Volumen Limited Edition überzeugend präsentiert Edelmann-Convenience für den Patienten Der Deutsche Verpackungspreis 2011 Deutsche Papier präsentiert den Chromokarton Arktika Ratioform hat den Katalog des Jahres Wie Kunststoffverpackungen die Umwelt schützen Fehler im Karton Mikrobiologische Untersuchungen in der Wasser- und Getränkeindustrie Volle Flexibilität im Inmould-Labelling - auch mit Barriere Französischer Gourmetservice setzt auf Edelmann Auffallen am Point of Sale Convenience-Verpackung für Fischspezialitäten Packaging in a Digital World - Internationaler ProCarton-Kongress 2012 Verpackungslösung für medizinische Sterilgüter und pharmazeutische Anwendungen Was Käufer wollen Neues Weigh-Batcher System von Ishida Absatzniveau stabil: Behälterglas liegt weiter im Trend EHEC: BfR, BVL und RKI konkretisieren Verzehrsempfehlung Verpackungsentwürfe für Klebstoffe prämiert Neues Bierdosen-Format für Tuborg Bag-in-Box boomt Nespresso: Erfolgreiche Design-Kapsel Man isst, wo man ist Heißgeliebte Tiefkühlkost Tee: Wellness aus der Tasse Pago: Kult in der grünen Flasche Live on the Coke side of life Das schwarze Gold Abgehoben: Space Food-Verpackungen Was trinke ich morgen? Night of Packaging: Brillante Ideen Capri-Sonne: Ausgezeichneter Klassiker Lifestyle per Paukenschlag Zielgruppe Zukunft Im Trend? Wein aus der Dose Mood Food: Essen, das gute Laune macht! Auf den Punkt genau Petfood: Tierisch gut
Zurück zu allen aus Convenience & Verpackung










