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Das schwarze Gold

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Das schwarze Gold


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Der einzigartige Geschmack von Kaffee setzt sich aus mehr als 800 Aromen zusammen, die beim Rösten entstehen – und die bei Transport, Verpackung und Lagerung bewahrt werden müssen. Das "schwarze Gold" ist eine internationale Köstlichkeit und wird fast überall auf der Welt getrunken. Im Trend: Bio- und Fairtrade-Kaffees – für ein gutes Gewissen beim Genuss und einen fairen Handel in der Welt.

Auch bei der Verpackung von Kaffee gilt: Sie muss einfach im Handling sein, die Beschaffung sollte kurzfristig, die Lagerungsmöglichkeit am besten langfristig möglich sein – und nicht zuletzt muss das Produkt optimal geschützt werden. Hauptfeind des Kaffeearomas ist der Sauerstoff. Und der Kaffee muss schließlich in bester Qualität beim Konsumenten ankommen. Für einen guten Produkt- und Aromaschutz bieten sich verschiedene Materialien mit verschiedenen Barriereeigenschaften an, so zum Beispiel Papier, Polyethylen, Polypropylen, Polyester und Aluminiumfolie, die es geschickt zu kombinieren gilt. Es kommt außerdem auf den Lichttransmissionsgrad und eine gute Bedruckbarkeit an, wobei eine hohe Dichtigkeit und eine gleichzeitige Durchlässigkeit für entweichende Röstgase ebenfalls gewährleistet werden müssen. Ob ganze Bohne, gemahlener Kaffee im Beutel, Kaffee-Pads oder Kapseln in der Kartonverpackung: Weder die Kaffeevielfalt noch die Variationsmöglichkeiten ihrer Verpackungen scheinen heute Grenzen zu haben.

Weltweit heiß geliebt

Die Welt liebt Kaffee. In Italien liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei etwa 5,7 Kilogramm, und die Espresso-Welt expandiert hier seit Jahren am stärksten. Das Land des "Dolce Vita" hat nach wie vor die beliebtesten Kaffee-Spezialitäten. Die Skandinavier sind jedoch die Spitzenreiter im Kaffeekonsum: Die Finnen stehen europaweit an erster Stelle (11,9 kg pro Kopf/Jahr) – am liebsten stark und zu jeder Tages- und Nachtzeit. Auch in Portugal spielt Kaffee eine große Rolle: Im Hafen von Lissabon laden die großen Schiffe noch immer täglich viele Kaffeesäcke aus, die aus den ehemaligen Kolonien Angola und Mozambique kommen. Die Schweiz ist ebenfalls eine Nation der Kaffeeliebhaber – sogar mit eigener Kaffeeröstung: dem Schümli.
Das Zentrum moderner Kaffeekultur sind aber die USA. Die amerikanische Kaffeekultur hat sich durch die Ausbreitung stylisher Coffeeshops mit ihren unzähligen Kaffeevarianten stark verändert. Fast alle Variationen gibt es in drei verschiedenen Größen, am liebsten "to-go" verpackt.

Das "Coffee-to-go-Jahrzehnt"

Gab es bis vor etwa zehn Jahren zu Hause und meist auch unterwegs nur Filterkaffee, so kann man heute fast überall auf der Welt unter einer Vielzahl von Kaffeegetränken wählen, die vor wenigen Jahren noch weitgehend unbekannt waren. Coffeeshops boomen längst nicht mehr nur in den USA, sondern gehören in den internationalen Metropolen zum Stadtbild. Die Branche spricht vom "Coffee-to-go-Jahrzehnt". Dieser Trend forderte wiederum eine neue Art der Verpackung: Kaffee-Becher für den Unterwegskonsum – innen heiß, außen kühl, dichter Deckel mit praktischer Trinköffnung – sind gefragt. Lifestyle und Convenience waren die Schlagworte der Nuller Jahre, Kapsel- und Padsysteme revolutionierten auch den Kaffee-Genuss zu Hause.

Das gleiche gilt übrigens auch immer mehr für Tee. Da Teeliebhaber Wert auf Qualität legen und hochwertige lose Blatt- und Broken-Tees bevorzugen, fehlt für die Zubereitung häufig die Zeit. Dennoch finden Frühstück-, Mittags- oder Teepause immer häufiger unterwegs statt. Für Café, Coffee Shop oder für den eiligen Hotelgast gibt es inzwischen ebenfalls Becher mit einfachem Handling. Der Teebeutel ist bereits in den To-Go-Deckel integriert, und der "Comfort Pack" schützt das Aroma mit der hygienischen Einzelverpackung. Es müssen nur noch heißes Wasser in den Becher gegeben, die Folie entfernt und der Deckel aufgesetzt werden. Nach der Ziehzeit verschwindet der Teebeutel im Deckel und kann nicht mehr weiterziehen, so dass ein nochmaliges Öffnen zum Entfernen des Beutels nicht mehr nötig ist.

Fair ist gut für alle

Zertifizierte und biologisch angebaute Kaffees wurden noch vor einigen Jahren gerne belächelt. Doch die Zeiten sind vorbei. Dem Bio-Kaffee wird ein hohes Wachstum vorhergesagt, er liegt wie viele andere Bio-Produkte voll im Trend. Während der Verbrauch herkömmlicher Kaffeesorten um ein bis zwei Prozent im Jahr wachse, lege der Verbrauch Bio-Kaffees weltweit um zehn bis zwanzig Prozent zu, prognostiziert die Weltbank. Öko- und Sozialzertifikate gewinnen zunehmend an Bedeutung, Fairtrade oder Rainforest Alliance sorgen für nachhaltigen Kaffeeanbau, der auch für den Konsumenten immer wichtiger wird. Ob Darboven, Douwe Egberts oder Lavazza – viele internationale Röster führen inzwischen Kaffeesorten mit einem dieser Label. Douwe Egberts als einer der weltweit größten Kaffeeröster, vertreibt beispielsweise unter der Marke "goodorigin" einen zu 100 Prozent ökologisch und nachhaltig produzierten Kaffee für den Außer-Haus-Markt. Der Kaffee trägt das Bio-Siegel und ist durch Naturland ebenso wie die UTZ CERTIFIED Foundation zertifiziert und soll einen Beitrag zur Schaffung eines gesunden und stabilen Kaffeemarktes leisten. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, den Kaffeebauern und ihren Familien einen angemessenen Lebensstandard und eine sichere Zukunft zu ermöglichen.

Dass nachhaltig produzierte Bio-Kaffees konsequenterweise auch mehr und mehr in nachhaltigen Verpackungen angeboten werden, liegt auf der Hand. Noch aber scheint es nicht einfach zu sein, die zahlreichen Bedingungen, die für die 100-prozentige Qualität des Kaffees notwendig sind, mit den derzeitigen Möglichkeiten sogenannter Bio-Verpackungen in Einklang zu bringen. Bio-Folien sind teurer und einfach noch nicht so flexibel kombinierbar, wie es bei den herkömmlichen PE- und PP-Folien möglich ist. Hier stößt die Forschung noch auf Grenzen. Vermutlich wird der Markt aber auch hier früher oder später Kompromisslosigkeit fordern.

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