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Der Green Deal

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Der Green Deal


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„Markenwerte fördern durch nachhaltige Verpackung“ – unter diesem Motto stand der letztjährige Pro Carton-Kongress in Düsseldorf. Dem Thema Nachhaltigkeit kommt eine immer wichtigere Rolle zu: Sie ist einer der wesentlichen Innovationstreiber überhaupt.

Am 25. und 26. November 2009 kamen über 200 Teilnehmer – vor allem aus den Führungsebenen der Markenartikel-, Karton- und Faltschachtelindustrie – zum 8. Pro Carton-Kongress ins Düsseldorfer Congress Center. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Thema Nachhaltigkeit: Wie können nachhaltige Verpackungen Kunden binden? Wie können Wettbewerbsvorteile gesichert, CSR-Ansprüche erfüllt und Kosten optimiert werden? Die Experten diskutierten über Ansätze, Lösungsvorschläge und Beispiele. Laut Roland Berger Strategy Consultans zeigte der Fachkongress, wie Corporate Responsibility „die Spielregeln der gesamten Konsumgüterindustrie grundlegend verändern wird“. Denn nachhaltige Konzepte werden für die Hersteller zunehmend unverzichtbar. Der Trendforscher Andreas Reiter drückte es so aus: „Der Green Deal versöhnt Ökologie mit Ökonomie“.

Verbraucher und Nachhaltigkeit

Außerdem erhielten die Teilnehmer erste Einblicke in die Ergebnisse einer neuen GfK-Studie zum Thema „Einstellung der Verbraucher zur Nachhaltigkeit von Verpackungen“. Auf den Punkt gebracht halten vier von fünf Verbrauchern ökologische Kriterien im Zusammenhang mit der Verpackung eines Produkts für elementar wichtig, 74 Prozent wünschten sich keine doppelten Verpackungen und hauptsächlich recycelbare Materialien.

Thomas Bachl, Geschäftsführer der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) SE, referierte zum Beispiel über das Erfolgspotenzial des optimalen Zusammenspiels aller Teilnehmer der Wertschöpfungskette für erfolgreiche und effiziente Verpackungen. Denn die Verkettung von Nachhaltigkeit, Kosteneffizienz, Kreativität und Werbewirkung werde immer wichtiger. Bachl unterschied fünf Verbrauchertypen und analysierte deren Einstellungen zum Thema „Corporate Responsibility“.

Karton gilt als umweltschonend

Die „kritisch Konsumierenden“ legten Wert auf die Art und Nachhaltigkeit der Verpackung und plädierten überdurchschnittlich für recycelbare Verpackungen – mit so wenig Kunststoff wie möglich. Der „verantwortungsbewusst Engagierte“ lege besonderen Wert auf umweltrelevante Aspekte. Diese Verbraucher geifen – bei gleichem Inhalt – zu Verpackungen, die ihrer Meinung nach möglichst umweltschonend sind. Das seien in deren Augen vor allem Kartonverpackungen, so Bachl. Weitere Verbraucher-Typen unterschied Bachl in die „eigenverantwortlichen Familienmenschen“, die „fortschrittlichen Macher“ und die „Ich-zentrierten Genießer“.

www.zurueckzumursprung.at

Wichtig seien vor allem Aufklärung und Information, denn immerhin ein Drittel der Verbraucher wünsche sich Hinweise zur Nachhaltigkeit auf der Verpackung, erläuterte Bachl. Ein wichtiger Aspekt sei außerdem die Bereitschaft der Konsumenten, für eine umweltgerechte Verpackung auch mehr zu bezahlen. Allerdings muss die Nachhaltigkeit auch kommuniziert werden – idealerweise auf der Verpackung selbst, wie zum Beispiel durch glaubwürdige Siegel, die sich primär mit der Verpackung beschäftigen. Im Handel könnten die CO2-Ausweise eines Produktes also eine immer wichtigere Rolle spielen. Als Beispiele wurde die österreichische Aldi-Tochter Hofer genannt, die auf ihrer Website www.zurueckzumursprung.at für ausgewählte Bio-Produkte aus ihrem Sortiment den CO2-Fußabdruck angibt – von der Verpackung bis zum Transport. Auch die Metro Group hat inzwischen ein Sustainability Board gebildet, das konzernweit verbindliche Standards für nachhaltiges Wirtschaften erarbeiten und verankern soll.

Ausgezeichnet nachhaltig

Bereits seit 13 Jahren werden jährlich die Pro Carton/ECMA Awards verliehen. So wurde auch in diesem Jahr während der „Night of Packaging“ am Rande des Pro Carton-Kongresses in einer von insgesamt elf Kategorien eine Verpackung für ihre besondere „Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet: Sieger ist die universelle Setverpackung „Synergy D6“ für dentalmedizinische Teile.

Carl Edelmann wurde im September 2008 damit beauftragt, für Coltène/Whaledent eine Verpackung zu entwickeln, in der möglichst viele Kunststoffziehteile durch Karton ersetzt werden sollten. Im Vordergrund stand natürlich nach wie vor eine gute Produktpräsentation – und das mit leichtem Handling beim Aufrichten und Bestücken. Edelmann entwickelte die Idee, alle Sets in einer modularen Verpackung aus Karton unterzubringen. Tray, Deckel und Hülse bleiben gleich, nur die Einsätze sind individuell für das jeweilige Produkt austauschbar. Durch diesen modularen Aufbau sollen die Werkzeugkosten gesenkt, die Wirtschaftlichkeit erhöht und die Konfektionierung erleichtert werden. Der hochweiße Karton soll außerdem die Anmutung einer „reinen“ und „sauberen“ Verpackung in der Zahnarztpraxis verstärken. Seit März 2009 werden die Verpackungen ausgeliefert und stoßen weltweit auf positive Resonanz, hieß es in der Bewertung der Jury. Man sei vom neuen Design sehr beeindruckt gewesen, zumal eine Verpackung aus zwei Kunststoffteilen nun durch ein einziges Stück Karton ersetzt werden konnte.

Sustainability

Die Broschüre „Sustainability and Cartonboard Packaging“ bietet eine Einführung in die Möglichkeiten der Kartonverpackung zur Nachhaltigkeit. Sie steht unter www.procarton.com in englischer, deutscher, französischer, italienischer und spanischer Sprache zum Download bereit. Außerdem gibt es hier eine neue Sustainability-Website mit vielen Details zu Ökologie, Ökonomie, Gesellschaft – und deren Verhältnis zur Kartonverpackung.

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