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Der Getränkekarton: effizient und nachhaltig

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Der Getränkekarton: effizient und nachhaltig


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Der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt hat Zukunft. Während der Anteil von abgefülltem Mineralwasser und Bier in PET-Flaschen weltweit zunehmend steigt, zeigen aktuelle Analysen: Im Einzelhandel verursacht die Getränke-Kartonverpackung weniger Kosten als die beliebten Flaschen. Weiterer Vorteil ist der Klima- und Umweltaspekt: Immer mehr Verbraucher entdecken den Getränkekarton als Alternative.

Nach Einschätzung des Marktforschungsunternehmens Euromonitor in London wird die Anzahl der produzierten PET-Behälter 2009 auf 350 Milliarden Stück anwachsen (2006: 288 Mrd.). Das entspricht einem jährlichen Wachstum von rund sieben Prozent. PET-Flaschen liegen im Bereich der Abfüllung in Einweggebinde also nach wie vor voll im Trend. Verbraucher machen sich allerdings zunehmend Gedanken über das Thema „Nachhaltigkeit“ – und für viele entsprechen fossile Energien einfach nicht mehr dem Zeitgeist.

Weniger Kosten für den Handel

Auch für den Einzelhandel verursachen Getränke-Kartonverpackungen weniger Kosten als die beliebten PET-Flaschen. Das fand das EHI Retail Insitute in einer aktuellen Studie heraus: Im Auftrag von Tetra Pak hat das EHI die Abläufe des Getränke-Handlings im Einzelhandel analysiert. Ziel der Studie war es, den Aufwand für die verschiedenen im Geschäft anfallenden Prozesse im Getränkesortiment zu ermitteln und jedem Verpackungstyp die jeweiligen Kosten zuzuordnen. Im Fokus standen die Verpackungsgrößen 1 Liter und 1,5 Liter für Getränkekartons und die entsprechenden Alternativen aus PET-Ein- und Mehrweg.

Analysiert wurden alle für das Handling der Verpackungen am POS erforderlichen Tätigkeiten wie Warenannahme, Einräumen, Leergutabwicklung, Anteil an den Raumkosten und Abschreibungen für die getränkerelevanten Einrichtungen im Markt – sowie viele weitere Aspekte. Unter dem Strich stellte sich nach Aussage des EHI die Kartonverpackung als die günstigste Variante mit den niedrigsten Kosten pro Verkaufseinheit heraus. Allerdings hat die Kartonverpackung schon insofern einen Wettbewerbsvorteil, als sie bereits als besonders umweltfreundlich anerkannt und von der Pfandregelung in Deutschland ausgeschlossen ist. So sind es auch vor allem die Prozesskosten für die Leergutbewältigung, die die Verpackungsalternativen aus PET teurer machen. Nach der automatisierten Rücknahme der Einwegflasche wird diese meist geschreddert oder kompakt in Plastiktüten eingelagert. Mehrweg benötigt auch mehr Prozessschritte bei der Rücknahme, die parallel zur wachsenden Variation an Flaschentypen und Kastenformen steigt. Außerdem entfällt beim Getränkekarton die Rücknahme, da der Verbraucher ihn bereits zu Hause entsorgt. Auch die Anzahl der Gebinde pro Palette ist ein Kostenfaktor. Beim Transport und bei der Präsentation wird heute vor allem die Palette eingesetzt. In seiner rechtwinkligen Quaderform ist der Karton besser stapelbar als die Flasche. Neben den Prozesskosten zählen aber auch Faktoren wie Warenpräsentation oder Umweltverträglichkeit, die bei der Entscheidung zwischen Kartonverpackungen oder Einweg- bzw. Mehrwegsysteme den Ausschlag geben.

Renner in Sachen Nachhaltigkeit

Nach Angaben des Fachverbandes Kartonverpackungen für flüssige Nahrungsmittel e.V. (FKN) entstehen beim Recycling von Getränkekartons 20 Prozent weniger Treibhausgase als bei der energetischen Verwertung in einer Müllverbrennungsanlage: „Im letzten Jahr konnte die Atmosphäre so um 53.000 Tonnen CO2 entlastet werden. Legt man die rund 2 Millionen Tonnen Getränkekartons zugrunde, die seit dem Start des Dualen Systems verwertet wurden, kommt man auf über 700.000 Tonnen CO2-Einsparung“.
Hat also der Getränkekarton echte Chancen, als Vorbild der Nachhaltigkeit auch zum Renner in der Getränkeabfüllung zu werden? Tetra Pak zum Beispiel machte jetzt mit einer breit angelegten Aufklärungskampagne auf die derzeit einfach unschlagbare Umweltfreundlichkeit von Getränkekartons aufmerksam. Seit September vergangenen Jahres finden die Verbraucher auf mehr als 300 Millionen Tetra Pak-Verpackungen von Handelsmarken verschiedene Anzeigenmotive, die auf die Umweltvorteile der Verpackung hinweisen; zum Beispiel, dass sie überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen und vollständig recycelbar sind. „Wir wollen Verbrauchern eine Hilfestellung für klima- und umweltfreundliche Kaufentscheidungen geben“, erklärt dazu Dr. Heike Schiffler, Direktorin Kommunikation und Umwelt der deutsch-schweizerischen Tetra Pak-Gruppe. Die Kampagne soll deutlich machen, dass jeder mit der Wahl der richtigen Getränkeverpackungen einen aktiven Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten kann.
Elopak ist 2008 sogar ein Partnerschafts-Abkommen mit dem World Wide Fund for Nature (WWF) in Norwegen eingegangen. Das besondere Augenmerk soll hier ebenfalls auf die Reduzierung von Kohlenstoffemissionen gelegt werden: Mit der Kooperation mit dem WWF verpflichtete sich das Unternehmen, den CO2-Ausstoß bis 2010 um 15 Prozent zu reduzieren.

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