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Verpackungen und Verschlüsse aus Weißblech

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Verpackungen und Verschlüsse aus Weißblech


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Rapider Preisverfall von Stahlprodukten
Noch im Sommer des vergangenen Jahres sahen sich die Hersteller von Verpackungen und Verschlüssen aus Weißblech drastischen Kostensteigerungen auf Seiten des Vormaterials ausgesetzt. Dann hieß es im Dezember: Die Vormaterialpreise für Stahlblechverpackungen folgen den Spotmarktpreisen nicht. Eine große Unsicherheit bei der stahlverarbeitenden Industrie und ihren Abnehmerbranchen ist die Folge.

Hintergrund der Mitte 2008 angekündigten Kostensteigerungen der Vormaterialien für Stahlblechverpackungen waren die Bestrebungen der Weißblech herstellenden Industrie, bis zum Januar dieses Jahres eine Preiserhöhung von mindestens 30 Prozent für Verpackungsstahl durchzusetzen. Von Januar bis Juni 2008 waren allein die Kosten für das Ausgangsmaterial von Weißblech, das Warmband, um 50 Prozent gestiegen. Die Weißblechindustrie war also gezwungen, die ursprünglich für das erste Quartal 2009 geplanten Preisanhebungen von mindestens 30 Prozent zum großen Teil schon 2008 durchzusetzen. Für die Hersteller von Stahlblechverpackungen also eine äußert schwierige Situation – hängt doch rund 65 Prozent ihrer Wertschöpfung vom Vormaterialanteil ab.

Nun haben die aktuellen Entwicklungen auf dem Stahlmarkt noch einmal für erhebliche Unsicherheit in der Industrie und den Abnehmerbranchen gesorgt. Der nach den Preisanhebungen spürbare Nachfrageeinbruch hat dazu geführt, dass die meisten stahlverarbeitenden Industriezweige ihr Einkaufsverhalten umgestellt haben und die eingekauften Stahlmengen aus dem Kontraktmarkt abgezogen und an die Spotmarktpreise angepasst haben, wo immer das möglich war. Da diese Entwicklung die branchenrelevanten Preisindizes in ihren Darstellungen nachvollzogen haben, können die stahlverarbeitenden Industriezweige die Entwicklung ihrer Vormaterialkosten unter den aktuellen konjunkturellen Vorzeichen in diesen Preisindizes nicht mehr wiederfinden. Außerdem sind sie nach wie vor an den Kontraktmarkt gebunden.

„Wie andere Anbieter von Preisindizes auch, haben wir in unseren Publikationen den aktuellen Markttrend nachvollzogen und bilden aktuell überwiegend die Preisentwicklung auf dem Spotmarkt und in Service-Centern ab. Daher weicht die tatsächliche Entwicklung der Vormaterialkosten bei einigen wenigen Industriezweigen, wie zum Beispiel den Herstellern von Verpackungen aus Stahlblech, aktuell von dem von uns dargestellten Trend ab“, erklärte Peter Fish von MEPS Ltd., Sheffield.

Der deutsche Verband Metallverpackungen e.V., Düsseldorf, geht derzeit davon aus, dass sich bei den Vormaterialkosten für Stahlverpackungen von November auf Dezember 2008 keine großartige Veränderung ergeben hat. Die Nachfrage sei aber im dritten Quartal 2008 schon verhalten gewesen, so dass die Hersteller offensichtlich noch gut mit Vormaterial bevorratet seien, hieß es beim Verband.

Alufolienabsatz knickte wegen Rezession ein

Auch der Alufolienabsatz ging in Europa stark zurück. In den ersten drei Quartalen 2008 betrug der Rückgang 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allein im dritten Quartal reduzierten sich die Ablieferungen insgesamt auf 198.300 Tonnen – das entspricht 6,4 Prozent. Dabei ging aber der Absatz dünner Folien für flexible Verpackungen und Haushaltsfolie „nur“ um 3,3 Prozent zurück.

„Der globale Konjunktureinbruch hat die Alufolienhersteller ebenso wie die anderen Branchen erfasst. Nach mehreren aufeinander folgenden Rekordjahren werden zumindest die ersten Monate dieses Jahres eine Herausforderung für unsere Branche. Wir hoffen, dass die gegenwärtige Rezession von kurzer Dauer ist und wir im Laufe des Jahres 2009 Licht am Ende des Tunnels sehen“, erklärte Stefan Glimm, Geschäftsführer der European Aluminium Foil Association e.V. (EAFA). „Da ungefähr 75 Prozent unseres Absatzes in Folien für Lebensmittel, Getränke und Pharmazeutika gehen, wird der Konjunktureinbruch geringere Auswirkungen auf unsere Branche haben als auf andere Industriezweige“, fügte er hinzu.

Branche setzt auf Nachhaltigkeit

Insgesamt setzt die Branche auf das allgegenwärtige Schlagwort „Nachhaltigkeit“: Metallverpackungen haben eine weltweit so hohe Recyclingrate wie kein anderes Verpackungsmaterial, denn Metall lässt sich beliebig oft aufbereiten, ohne an Qualität zu verlieren. Aus gebrauchtem Aluminium entstehen neue Aluminium-, aus gebrauchtem Stahl neue Stahlprodukte – alles bleibt also in einem geschlossenen Materialkreislauf. Das schont Ressourcen, senkt den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen bei der Herstellung von Verpackungen. Metallverpackungen gelten also als wertvoller Rohstoff.

Metallverpackungen und Metallverschlüsse werden aus Aluminium und Stahl hergestellt, und für beides stehen weitreichende Ressourcen zur Verfügung. Auch in Europa haben Metallverpackungen die höchsten Recyclingraten aller Verpackungen: Hier werden 66 Prozent der Stahl- und 58 Prozent der Aluminiumverpackungen recycelt. Entsprechend hoch ist also auch der Anteil an recyceltem Material in Metallverpackungen. Im Durchschnitt bestehen 56 Prozent der Stahlprodukte aus wiederverwertetem Material, Aluminium für Verpackungen enthält rund 50 Prozent recyceltes Material. Und obwohl Aluminium bereits seit 150 Jahren kommerziell genutzt wird, sind aktuell noch immer 75 Prozent des ursprünglichen Pimäraluminiums im Umlauf!

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