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Kaugummi: Frisch verpackt

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Kaugummi: Frisch verpackt


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Gekaut wird überall. Egal auf welchem Kontinent und egal in welcher Kultur. Kaugummi gehört zum Alltag der Menschheit. Ebenso wichtig wie der eigentliche Herstellungsprozess ist die Verpackung der fertigen Kaugummiportionen: Sie entscheidet über die Frische und damit über die Qualität der Kaugummis.

Weltweit werden pro Jahr etwa 575.000 Tonnen Kaugummi konsumiert. Kaugummi hat seit jeher einen Stellenwert in den Gesellschaften aller Kontinente, Kulturen und Epochen. Den bislang ältesten Kaugummi der Welt fanden Archäologen bei Ausgrabungen einer 9.000 Jahre alten Siedlung in Südschweden. Auch die alten Griechen kannten eine Art Kaugummi. Sie kauten vor rund 2.000 Jahren das Harz des Mastix-Baums, um ihre Zähne zu reinigen und den Atem zu erfrischen. Auch heutzutage ist Kaugummi aus unserer Alltagswelt nicht wegzudenken. Am meisten kauen die 14- bis 19-Jährigen. Mit 175 Päckchen pro Kopf pro Jahr haben die Amerikaner nach wie vor den größten Verbrauch im weltweiten Vergleich.

Der international wahrscheinlich bekannteste und weltweit größte Hersteller von Kaugummi ist Wrigley’s. William Wrigley Senior war Seifenhersteller in Philadelphia. Sein Sohn stieg 1890 in die Firma ein und gründete sein eigenes Kaugummiwerk. 1892 schon stellte er „Wrigley’s Spearmint“ her und ein Jahr später „Juicy Fruit“, der schnell zur beliebtesten Sorte Amerikas wurde. Bubble Gum wurde erst 1928 erfunden, als Walter E. Diemer herausfand, wie die Elastizität von Kaugummi durch den Zusatz bestimmter Farbstoffe derart erhöht werden kann, dass man riesige Blasen zustande bringt.

Zum Ende des zweiten Weltkrieg eroberte Kaugummi dann auch Europa. 1950 kam der erste zuckerfreie Kaugummi auf den Markt, und heute gibt es Kaugummis in allen erdenklichen Variationen – vom Zahnpflege-Kaugummi über Kaugummi als Arzneimittel bis hin zu Lifestyle-, Wellness- und Energy-Gums. Die Produktion von Kaugummi ist eine Industrie mit Milliardenumsätzen.

Was steckt drin?

Die Kaugummi-Herstellung ist ein komplexer Prozess. Qualität und Geschmack eines Kaugummis hängen zum einen von der Qualität der Inhaltsstoffe und zum anderen von der strikten Einhaltung immer gleich bleibender Herstellungsprozesse ab. Die Produktion beginnt mit dem Zerkleinern und Mahlen des jeweiligen Basis-Materials, das aus verschiedenen Gummiarten bestehen kann. Die Masse, auch Base genannt, wird geschmolzen und für die weitere Verarbeitung aufbereitet. Anschließend werden der Base in der für die jeweilige Rezeptur richtigen Zeit Zucker bzw. Zuckeraustauschstoffe, Glukosesirup, Aromen, Frucht- und Pflanzenextrakte zugeführt. Danach ähnelt die Base einem Brotteig und wird zwischen großen Walzenpaaren zu einem dünnen, gleichförmigen Kaugummiband geformt. Gleichzeitig wird der Kaugummi mit Puderzucker oder einem Zuckeraustauschstoff bestäubt, um ein Zusammenkleben bei Zuschnitt und Verpackung zu verhindern, und gelangt dann in einen Klimaraum, in dem er bei exakt gesteuerter Temperatur und Luftfeuchtigkeit gehärtet wird.

Frisch dank richtiger Verpackung

Der anschließend maßgeschneiderten Verpackung der fertigen Kaugummis kommt eine ebenso wichtige Stellung zu wie dem Herstellungsprozess selber. Die richtige Verpackung entscheidet über Frische und Qualität. Sie garantiert, dass der Kaugummi weich und aromatisch bleibt.

Über viele Jahre hinweg wurde die Kaumasse in klassischen Formen, rechteckigen Kissen oder Streifen, angeboten. Inzwischen haben sich daneben auch Kaugummidragees etabliert, die zum Beispiel in Blisterpacks platziert und mit Alufolie versiegelt werden. Inzwischen kommen ständig neue Sorten, immer innovativere Verpackungsarten, stets modernisierte Designs und Funktionalitäten von Kaugummi auf den Markt. Ein Beispiel ist das im Juni dieses Jahres von Wrigley eingeführte 5 GUM, das die bisherigen Normen des Kaugummisegments brechen soll: Zwei neue Produkte im Streifenformat kombinieren erfrischende oder fruchtige Geschmacksrichtungen mit neuen sensorischen Eigenschaften – in einer aufmerksamkeitsstarken schwarzen Verpackung in minimalistischem Design mit futuristischen Graphiken und geprägten Elementen. Die Sorte „Electro“ soll nach grüner Minze schmecken und auf der Zunge prickeln, während „Pulse“ den Geschmack tropischer Früchte hat und während des Kauens knuspert.

Nichtsdestotrotz: Der ganz klassische Kaugummi-Streifen steht im Verkaufsregal direkt daneben – und scheint sich nicht verdrängen lassen zu wollen. Nach wie vor stellt er international den größten Anteil verkauften Kaugummis.

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