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Etiketten: Clever & smart
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Etiketten: Clever & smart
Food, Kosmetik, Getränke, Chemie oder Pharma: Keine Branche ohne Verpackung, keine Verpackung ohne Etiketten. Etiketten differenzieren, informieren, kennzeichnen, werben und vermarkten seit jeher.
Doch das Etikett der Zukunft ist nicht mehr nur bunt und informativ. Es ist clever und smart.
Verpackungsetiketten übernehmen heute immer mehr Funktionen, wie auch Verpackungen und Druckerzeugnisse ständig neue Eigenschaften erhalten. Papier und Karton können mit Mikroprozessoren bedruckt werden, intelligente Verpackungen übernehmen neben den herkömmlichen Funktionen – Füllgutschutz, Deklaration und Werbung – neue Eigenschaften. Dazu gehören beispielsweise Angaben über die Unversehrtheit der Packung und die Qualität ihres Inhalts. Smart Labels machen aus Faltschachteln smarte Verpackungen, mit aktiven Informations- und zukünftig wohl auch Unterhaltungsfunktionen. Funkt die Milch demnächst dem Kühlschrank, dass sie bald zur Neige geht? Schlägt die Arzneimittelverpackung in der Apotheke Alarm, bevor ihr Verfallsdatum überschritten wird? In jedem Falle sollen elektronische Etiketten sicherstellen, dass die Produkte nicht gefälscht werden können, gegen Diebstahl geschützt sind und Produktdaten wie Herstellungs- und Abfülldatum speichern. Doch es kommt weniger darauf an, dass eine Verpackung alles kann. Vielmehr geht es darum, eine Lösung zu finden, die der jeweils individuellen Kundenanforderung entspricht.
Edles für die Kosmetik-Branche
In der Kosmetik werden vor allem spezielle Drucktechniken und Materialien benötigt. Denn es gilt: Je aufwendiger das Produkt verpackt ist, desto hochwertiger erscheint es. Die Verpackung signalisiert Qualität, Wert und Premium-Charakter. Kalt- und Heißfolienprägungen, edle Materialien in Gold und Silber oder Transparentfolie sorgen hier für den richtigen Auftritt im Regal. Bei vielen Körperpflegeprodukten müssen die Etiketten zusätzlich extrem feuchtigkeits- und wärmeresistent sein.
Verbraucherschutz im Food-Bereich
Im Lebensmittelbereich sind Eigenschaften wie Tiefkühleignung, Feuchtigkeitsbeständigkeit und Abwaschbarkeit von zentraler Bedeutung. Außerdem müssen die Etiketten natürlich den lebensmittel- und verpackungsrechtlichen Vorschriften genügen und dürfen keinerlei negativen Einflüsse auf die Lebensmittel haben – ganz im Gegenteil. Die Sicherheit des Verbrauchers steht absolut im Vordergrund. Neuentwicklungen müssen also zum Beispiel die lückenlose Kühlung von Lebensmitteln dokumentieren können: Etiketten, die mit temperaturempfindlichen Druckfarben arbeiten, das in mehreren Stufen den Frischegrad eines Lebensmittels anzeigt, sind gefragt und informieren exakt darüber, ob die Kühlkette durchgehend funktioniert hat. Das Etikett hat neben einem Zeit-Temperatur-Indikator (TTI) eine Referenzfarbe. Nach der Aktivierung durch eine geeignete Lichtquelle verfärbt sich der Indikator dunkel und wird dann im Verlauf der Zeit oder bei Temperaturschwankungen immer heller.
Immer beliebter werden „Shrink-Sleeves“, die wie eine zweite Haut über die Verpackung gezogen werden und dann unter Hitzeeinwirkung im Schrumpftunnel behandelt werden. Sie passen sich jeder Behälterform an. Transparent, weiß oder metallisiert – OPP, PE, PET, OPA, Papier oder Verbunde mit Aluminium – die Palette ist nahezu endlos, und die Shrink Sleeves verzeichnen hohe Wachstumsraten.
Sicherheit bei Pharma-Produkten
Im Pharma-Bereich hat das sogenannte „Dry-Peel-Etikett“ kürzlich Gebrauchsmusterschutz erhalten. Der „mehrschichtige Informationsträger“ ist eigentlich ein Etikett auf dem Etikett, von dem sich weitere Aufkleber ohne Rückstände entfernen lassen. Das macht sie zum Beispiel für klinische Prüfmuster besonders geeignet. So kommen sie in erster Linie bei Wallets zum Einsatz. Sensoren geben Auskunft über die Qualität und den Zustand des Inhalts: Wurden Temperatur- oder Feuchtigkeitsgrenze bei den Medikamenten eingehalten? Ist die Ware noch in einwandfreiem Zustand? Ist Feuchtigkeit durch die Verpackung eingedrungen?
Schutz vor Produktpiraterie
Immer wichtiger: Der Originalitätsschutz. Hier werden verdeckte und sichtbare Merkmale eingesetzt. Für den Verbraucher sind die sichtbaren Merkmale wichtig, um zu erkennen, dass es sich um das Originalprodukt handelt. Hier liegt aber auch die Chance für die Fälscher. Also werden auch immer mehr nicht sichtbare Schutzmerkmale eingesetzt. Zum Schutz vor Manipulation von Verpackungen werden Verschlusssiegel angeboten, die durch das unwiderrufliche Erscheinen eines Logos oder Schriftzuges die Erstöffnung visualisieren. Zu den versteckten Merkmalen gehören außerdem Mikro- und Nanotexte, Echtfarbencodierung und laser-lesbare Sicherheitsdrucke.
Immer komplexer werdende Wertschöpfungsketten lassen der zuverlässigen und lückenlosen Produktauthentisierung und –verfolgung zunehmende Bedeutung zukommen. Das Potenzial der Branche liegt inzwischen weniger im aufgedruckten Inhalt und der Produktpräsentation, sondern darin, das Etikett am Produkt immer cleverer und smarter zu gestalten. Hinzu kommen die bereits bekannten Lösungen wie Strichcodes, Snowflake- oder Matrix-Codes, magnetische oder optische Codierung, Hologramme, spezielle Formen und Bilder, Rubbel-Etiketten oder Prospekt-, Broschüren- und größere Textetiketten, wie sie schon seit Jahren verfügbar sind – und nach wie vor ihre Berechtigung haben.
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