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Exakt verpackt
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Exakt verpackt
Ob Food, Pharma, Chemie oder Kosmetik: Auf die Menge kommt es an! Und zwar auf’s Milligramm genau. Gerade in der Verpackungstechnik ist der Einsatz modernster Kontrollwaagen unentbehrlich. Im Lebensmittel- und Pharmabereich sind die Anforderungen besonders hoch: Hier geht es nicht nur um die exakte Ermittlung des Gewichts sondern auch um ein Höchstmaß an Hygiene.
Gesetzliche Vorschriften wie die Fertigverpackungsverordnung (FPV) sorgen dafür, dass in Fertigverpackungen auch tatsächlich die angegebenen Mengen enthalten sind. Moderne Kontrollwaagen haben die Aufgabe, stichprobenartig oder in einer 100-Prozent-Kontrolle zu überprüfen, ob die Maßangaben unter- oder überschritten werden. Außerdem sind hochwertige und risikofreie Produkte ein Muss – zur Sicherheit sind oftmals integrierte Metalldetektoren notwendig. Die Messlatte in puncto Prozesssicherheit wird vor allem in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie immer höher gelegt. Parallel dazu steigen die Anforderungen hinsichtlich der Flexibilität: Chargenwechsel, Änderungen im Produktionsablauf und immer geringere Mengen sind inzwischen an der Tagesordnung.
Sichere Medizin
Vor allem in der Pharmaindustrie steht der Produktions-, Abfüll- und Verpackungsprozess unter strengsten Qualitäts- und Sicherheitskontrollen. Bei der Einnahme von Medikamenten ist die exakte Dosierung einzuhalten, was für die Produktion bedeutet, dass sich in jeder Tablette, jedem Stickpack, Blister und Sachet immer die gleiche Menge an Wirkstoff befinden muss. Fehlerhafte Produkte können schwerwiegende Folgen haben. Aber auch die Tablette an sich braucht zuverlässige und präzise Qualitätsinstrumente: Bevor nicht sicher ist, dass jede einzelne das richtige Gewicht hat, darf sie nicht in den Handel gebracht werden. Die Gewichtserfassung von Tabletten ist ein sehr sensibler Prozess, bei dem Kontrollwaagen mit Präzisionswägung unverzichtbar sind.
Schoko, Tiefkühlkost & Co.
Auch das Handling von beispielsweise Schokoladenriegeln stellt eine Herausforderung dar. Schokolade schmilzt schnell, besitzt eine geringe Abriebfestigkeit und schmiert daher leicht. Die OCS Checkweighers GmbH zum Beispiel hat speziell für die Hersteller von Schokoladenriegeln eine Systemlösung im Portfolio, die adaptierbar und für ähnliche Kundenapplikationen erweiterbar ist. Die Bänder der Kontrollwaage sind gemäß FDA Food & Drug Administration lebensmittelecht, und ihre spezielle Beschichtung minimiert das Festsetzen von eventuellem Abrieb der Schokolade. Auch sind die Servomotoren nicht unter, sondern seitlich an den Bändern positioniert. So kann die Abwärme der Motoren die Schokoriegel nicht zum Schmelzen bringen.
TK-Food Spezialisten wie zum Beispiel Headland Food, Großbritannien, oder Frosta, Deutschland, setzen ebenfalls auf die OCS-Kontrollwaagen-Technik. Die Zutaten für zum Beispiel das „Gemüse Cous Cous“ werden in Schlauchbeutel abgefüllt und verpackt, die Beutel einzeln auf ein Förderband gelegt und durch Rollen- oder Vibrationsbänder egalisiert und zur Kontrollwaage weitergeleitet. Die Waage ist vollständig aus Edelstahl, so dass die Hygiene- und Reinheitsbedingungen des Lebensmittelherstellers gewährleistet sind. Alle Artikel mit korrektem Gewicht werden im Anschluss noch durch den Röntgenscanner geleitet. Hier wird geprüft, ob der Tüteninhalt mit Muschelschalen oder Steinchen verunreinigt ist.
Zuverlässiger Schutz vor Fremdkörpern
Die Integration eines Metalldetektors in der Produktionslinie ist also möglich und auch gemäß HACCP sinnvoll. Ein Metalldetektor erkennt kleinste Metallrückstände von Eisen, Edelstahl, Aluminium, Kupfer, Messing, etc. Sartorius beispielsweise kombiniert das Metallsuchgerät mit der Kontrollwaage. Die Elektronik des Metallsuchgerätes ist in die Kontrollwaagentechnik integriert. Ob Getränkedosen, Faltschachteln, Siegelbeutel, Kunststoffflaschen, Tetrapacks oder anderes – jede Behältnisart kann und muss geprüft werden. Die Kontaminationen in Produkten stehen unter besonderer Beobachtung – vor allem im Food- und Pharma-Bereich. Hier sorgen Röntgeninspektionssysteme für die nötige Sicherheit und für Qualitätssicherung in der Produktion. Verpackte und unverpackte Produkte können so auf verschiedenste Verunreinigungen wie Glas-, Metall-, Stein-, Knochen- oder sonstige Partikel innerhalb des Produktionsprozesses kontrolliert und ggf. ausgeschleust werden.
Keine Chance für Erschütterung
Je nach Produktionsgeschwindigkeit und äußeren Störeinflüssen sind die Anforderungen an die Kontrollwaagen beachtlich. Die Messwerte dürfen nicht verfälscht werden, sei es zum Beispiel durch Wind, am Gebäude vorbeifahrende Straßenbahnen oder andere Erschütterungen und Vibrationen. Kontrollwaagenspezialisten setzen hier heute auf die „Active Vibration Compensation“ (AVC): Wägezellen mit dieser aktiven Störgrößenkompensation haben eine zusätzliche Messtechnik, die vorhandene Vibrationen separat ermittelt. Mehrere Sensoren erkennen translatorische und auch rotatorische Erschütterungen. Die Störsignale werden vom eigentlichen Gewichtssignal subtrahiert – mit einem weitgehend störungsfreien Wägergebnis. Gewichtsmessung und Ergebnisausgabe sind innerhalb weniger Millisekunden möglich, so dass im Gegensatz zu den herkömmlichen Filtertechniken inzwischen kein Zeitverlust mehr entsteht.
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