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Die (verpackte) Milch macht’s

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Die (verpackte) Milch macht’s


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Milch ist gesund und gehört weltweit zu den Grundnahrungsmitteln. Experten gehen bis zum Jahr 2012 von einer jährlichen Wachstumsrate des Milchkonsums von durchschnittlich 2,2 Prozent aus. Die wesentlichen Faktoren für den Zuwachs liegen zum einen im rasanten Anstieg auf den Märkten der Schwellenländer sowie zum anderen in der grundlegenden Veränderung der Art und Weise, wie Flüssigmilchprodukte heute verpackt werden.

Die Situation am internationalen Milchmarkt ist schwierig. Das ist nicht neu, aber im Umfeld der weltweiten Wirtschaftskrise hat sich die Lage seit Sommer 2008 noch weiter verschlechtert. Sinkende Absätze im In- und Ausland haben die Weltmarktpreise für Milch und Milchprodukte derzeit auf einen Tiefststand gedrückt. Weltweit bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Eine Stabilisierung der Preise und damit eine Entspannung der Situation ist erst zu erwarten, wenn weniger Milch als derzeit produziert wird. Seit einigen Jahrzehnten war es in Europa gängige Praxis, dass die EU-Verwaltung den Milchmarkt stützt, sobald die Preise fallen. Im Rahmen der umfangreichen Reformen der EU-Agrarmärkte wurde diese Stützung zurückgenommen. Grundsätzlich soll der europäische Milchmarkt ein freier Markt werden, der sich ohne Subventionen selbst reguliert. Ab 2015 soll es keine Milchquote mehr geben. Jeder Milcherzeuger kann ab diesem Zeitpunkt eine unbegrenzte Menge Milch an die Molkereien verkaufen. Bis 2015 wird die Milchquote Schritt für Schritt erhöht.

Natürliche Marktgesetze

Im Sommer 2007 erlebte der Markt eine gegenläufige Entwicklung: Die Preise für Milch und Milchprodukte waren am gesamten Weltmarkt explodiert. Grund für den Preisanstieg war damals ein weltweiter Mangel an Rohmilch bei hoher Nachfrage. Den natürlichen Marktgesetzen folgend war der derzeitige internationale Preisverfall die logische Konsequenz: Wegen höherer Preise kauften die Verbraucher weniger Milchprodukte ein, und die weiterverarbeitende Industrie ersetzte teuren Rahm durch günstigeres Pflanzenfett. Bei anhaltend hoher Milchproduktion waren wachsende Lagerbestände und dann fallende Preise die Folge. Verschärft durch die Finanzkrise gingen die internationalen Einkäufe von Milch und Milchprodukten noch weiter zurück als erwartet.

Steigender Milchkonsum

Aus der aktuellen Ausgabe des halbjährlich erscheinenden Milchindex von Tetra Pak geht hervor, dass der weltweite Konsum von Milch und anderen flüssigen Milchprodukten in den nächsten drei Jahren voraussichtlich mit einer jährlichen Wachstumsrate von durchschnittlich 2,2 Prozent ansteigen wird. Im Jahr 2008 erreichte der weltweite Konsum flüssiger Milchprodukte eine Rekordhöhe von 258 Milliarden Litern: ein Plus von vier Milliarden Litern (1,6%) im Vergleich zum Vorjahr. In den vergangenen Jahren verzeichnete die internationale Nachfrage von Milch und anderen Flüssigmilchprodukten eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 2,4 Prozent.

Schwellenländer und verpackte Milch

Der erwartete Anstieg des Milchkonsums ist vor allem auf zwei Trends zurückzuführen: ein kontinuierliches Wachstum in den Schwellenländern und eine Verlagerung hin zu immer mehr verpackter Milch. In den letzten vier Jahren verzeichneten Schwellenländer wie Indien, Pakistan, China und der Nahe Osten das stärkste Wachstum (95,8%) in der weltweiten Milchindustrie. Die Gründe dafür sind die wachsende Bevölkerung, höhere Einkommen, neue Ernährungs-Trends und die bessere Verfügbarkeit von Milchprodukten. In China zum Beispiel stieg der Konsum von Flüssigmilchprodukten zwischen 2005 und 2008 um eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 14,4 Prozent und erreichte im Jahr 2008 stolze 27 Milliarden Liter.

Ein weiterer Faktor, der das Wachstum ebenfalls besonders in den Schwellenländern ankurbelt, ist die grundlegende Veränderung in der Art der Verpackung von Milchprodukten. Von 2005 bis 2008 sank der weltweite Milchanteil von unverpackter Milch um 1,8 Prozent, während der globale Anteil von H-Milch, die vor dem Öffnen ohne Kühlung oder Konservierungsstoffe transportiert und gelagert werden kann, im gleichen Zeitraum um 3,2 Prozent stieg. Für H-Milch schätzt Tetra Pak die Wachstumsraten sogar auf 5,2 Prozent auf mehr als 70 Milliarden Liter. Der Konsum von verpackter Milch und anderen Flüssigmilchprodukten wächst schneller als der gesamte Flüssigmilchbereich und dürfte bis 2012 einen Anteil von 72 Prozent am gesamten weltweiten Konsum erreichen.

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