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Mehr Qualität – mehr Sicherheit
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Mehr Qualität – mehr Sicherheit
Bei Lebensmitteln ist Frische das oberste Gebot. Seit einem guten Jahr arbeitet die Schweizer Ernst Kneuss Geflügel AG mit Systemetiketten mit Time Temperature Indicator (TTI) – dem Beweis für den Verbraucher, dass die Kühlkette des von ihm gekauften Produkts von der Herstellung bis in den heimischen Kühlschrank nicht unterbrochen wurde.
„Das OnVu Etikett gibt unseren Kunden und deren Konsumenten die nötige Transparenz und schafft noch mehr Vertrauen“, freut sich Daniel Kneuss, Geschäftsführer von Kneuss Güggeli. Das Unternehmen hat als erster Anbieter von Frischewaren in Mitteleuropa auf das OnVu-Etikett des Technologieherstellers Bizerba und des schweizerischen Ciba-Konzerns gesetzt. Bislang habe man nur gute Erfahrungen gemacht: „Die Konsumenten waren und sind sehr interessiert und suchen den regen Austausch zu diesem Etikett“, so Kneuss weiter.
Transparenz-Versprechen
Bisher waren die Konsumenten lediglich auf das Mindeshaltbarkeitsdatum auf der Verpackung angewiesen, das natürlich keine Auskunft darüber geben kann, ob die Kühlkette eingehalten wurde. Das Verpacken von Frischeprodukten wie Fleisch, Fisch, Molkereiprodukten, Gemüse oder Fertiggerichten unter Schutzatmosphäre soll schon seit Jahren garantieren, dass der Verbraucher frische und qualitativ einwandfreie Qualität einkauft, die über einen klar definierten Zeitraum gelagert werden kann. Wenn die Verpackung jedoch undicht geworden ist oder die Kühlkette zu lange unterbrochen wurde, verliert das Mindesthaltbarkeitsdatum seine Gültigkeit.
Die TTI-Etiketten versprechen da mehr Transparenz. Für sie wird nach Aussage des Herstellers Bizerba eine besondere Druckfarbe eingesetzt. Diese Substanz ist nicht toxisch und für den direkten Lebensmittelkontakt zugelassen. Es wird als zusätzliches Etikett auf jede Verkaufsverpackung gebracht. Je nachdem, wie stark die Farbe auf dem Etikett entfärbt ist, ist zu erkennen, ob die Ware noch voll, gut oder gar nicht mehr genießbar ist. Der Kunde kann den Farbsättigungsgrad anhand eines Referenzsymbols deuten und so schon am PoS auf einen Blick erkennen, in welchem Zustand die Ware ist.
Das soll vor allem das Vertrauen der Kunden in den Lebensmittelhersteller steigern. Aber auch zuvor ist das Etikett schon hilfreich. Schließlich ermöglicht es das Aussortieren verdorbener Lebensmittel schon vor der Annahme durch den Lieferanten. Das kann Kosten und Ärger vermeiden. Nach Angaben von Bizerba verhindert ein aufgebrachter Filter, dass das Etikett ungewollt durch UV-Strahlung wieder aufgeladen wird. Das wiederum beugt auch einem möglichen Missbrauch vor.
Frische-Garantie
Eine Studie des Bonner Forum „Pro Frische“ bewies, dass die Kunden bereit seien, für ein Plus an Qualitäts- und Frischesicherung auch mehr zu bezahlen. „Die Teilnehmer gaben dabei oft an, dass die Frische vieler Lebensmittel schwer zu beurteilen ist und ein Frischeindikator durchaus hilfreich sein kann.“ So das Resumée des Untersuchungsergebnisses von Professor Rainer Stamminger von der Universität Bonn. Nach Angaben von Ciba bewegen sich die Kosten im einstelligen Cent-Bereich und rechnen sich im Ergebnis: „Die Erfahrung hat gezeigt, dass OnVu die Kundenzufriedenheit bereits signifikant steigert und sich für den Produzenten und Einzelhändler rechnet“, so Martin Angehrn, Leiter Marketing und Verkauf OnVu bei Ciba.
Konsumenten-Wunsch
Die Verbraucher erwarten heute nicht nur frische und gesunde Lebensmittel, sondern sie wünschen auch präzise Informationen über deren Zutaten, Zusatzstoffe, Nährwerte, Herkunft und Haltbarkeit. Schon lange arbeiten Wissenschaft und Forschung an neuen Lösungen, um Lebensmittel länger haltbar und damit sicherer für den Konsumenten zu machen. So suchen Verpackungshersteller seit Jahren nach innovativen Schutzfolien, in denen Lebensmittel sicher aufgehoben sind und länger frisch bleiben. Ernährungswissenschaftler und Chemiker forschen nach neuen Zusätzen für die Lebensverlängerung verderblicher Ware. Sogar die Beleuchtungskonzepte werden ständig überdacht, um die Oberflächenwärme der Lebensmittel zu verringern und die Haltbarkeit so zu verlängern. Eine weitere Ebene auf der Suche nach der Lösung, den Forderungen der Konsumenten gerecht zu werden, ist das im Jahr 2006 eingeführte HACCP-Konzept (Hazard Analysis Critical Control Point). Es soll mögliche Gefährdungen auf allen Stufen der Lebensmittelherstellung analysieren – von der Erzeugung über die Behandlung, Verarbeitung und Verteilung bis hin zum Verbrauch. Universitäten suchen weltweit seit Jahren nach einer Ideallösung für TTI-Technik. Bei Bizerba hat man sich das Ziel gesetzt, allen bisherigen Systemen, die noch die unterschiedlichsten Mängel aufweisen, mit ausgereifter Technologie entgegenzutreten. Im März 2008 wurde das Systemetikett des Unternehmens im Rahmen des packaging award 2008, der alljährlich vom iF (International Design Forum) ausgetragen wird, zum Preisträger in der Kategorie „Verpackungskonstruktion und -funktion“.
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