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Die Druckfarbenindustrie: Eine Branche im Wandel

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Die Druckfarbenindustrie: Eine Branche im Wandel


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Die Produktpalette der Hersteller von Verpackungen reicht von einfachen Schachteln über Kaltsiegelverpackungen und PETP-Portionsbeutel bis hin zu hoch veredelten Kartonagen. Einzigartige Endprodukte, hohe Fertigungsexpertise und der Einsatz von besonderen Veredelungstechniken sind wichtige Differenzierungsmerkmale für Verpackungsdrucker in den Bereichen Lebensmittel, Süßwaren, Pharmazie, Kosmetik und Tabak.

Bis Mitte der 1990er Jahre war die europäische Druckfarbenindustrie vor allem von einer Vielzahl mittelständischer Unternehmen geprägt, die überwiegend national ausgerichtet waren. Der Markteintritt des japanisch-amerikanischen Konzerns Dainippon Ink/Sun Chemical leitete die Wende ein. Dann wurde auch das US-Unternehmen Flint in Europa aktiv. Damit wurde die Konsolidierung der Branche endgültig initiiert. Bis 2005 kaufte Dainippon/Sun mehr als 150 Unternehmen. Parallel dazu trennten sich große Chemieunternehmen wie Akzo Nobel, Elf Acquitaine und BASF von ihrem Druckfarbengeschäft.

Ein wesentlicher Grund für den Konzentrationsprozess war die Formierung großer, international tätiger Unternehmen, die eine weltweit einheitliche Qualität erwarteten. So haben Unternehmen wie zum Beispiel die Siegwerk Druckfarben AG begonnen, sich zunächst durch einen Ausbau des Europa- und USA-Geschäfts und seit 2005 durch die weltweite Ausdehnung immer stärker international auszurichten und sich so auf die grundlegenden Veränderungen auf dem Druckfarbenmarkt vorzubereiten.

Bessere technische Möglichkeiten

Das Innovationspotenzial der Branche ist riesig. Veredler und Verpackungsdrucker ziehen inzwischen alle Register. Hauptsache, es glänzt und animiert den Kunden zum Kauf. Entsprechend hoch sind auch die Ansprüche an die Druckfarben im Verpackungsdruck. Die Druckfarben müssen den Marktanforderungen in Sachen Leistungsfähigkeit und Kosten entsprechen, gleichzeitig sicher und ungefährlich für Mensch und Umwelt sein.

Hochwertige Druckerzeugnisse werden immer stärker nachgefragt, der Bedarf an Veredelungstechniken wächst stetig. Wer sich mit dem Erscheinungsbild seiner Botschaft oder seinem Produkt aus der Masse abheben will, benötigt ein entsprechendes Design und beste Qualität in Druck und Weiterverarbeitung. Attraktive Druckerzeugnisse können die Entscheidung der Konsumenten maßgeblich beeinflussen. Parallel dazu entwickeln sich auch die technischen Möglichkeiten der Druckmaschinen immer weiter – bis hin zur Inline-Veredelung in einem Arbeitsgang. Speziell bei der Lackveredelung hat sich nach Aussage der Heidelberger Druckmaschinen AG vieles weiterentwickelt. Hier steht heute eine große Zahl gut zu verarbeitender Speziallacke in neuen Qualitäten zur Verfügung. Sie erzielen unterschiedlichste Effekte und eröffnen einen immer größeren Freiraum für die Gestaltung.

Effizienz und Nachhaltigkeit gefordert

Zunehmend werden natürlich auch in der Druckfarbenindustrie erneuerbare und wieder verwertbare Materialien eingefordert. Darüber hinaus steht die Entwicklung umweltschonender Produktionstechnologien nahezu überall auf dem Plan. Dabei sollen die Druckfarben einen effizienten Prozess unterstützen, vom Druck über die Nutzung bis hin zur Wiederverwertung des Print- und Verpackungsproduktes. Die Kunden aus dem Packmittelbereich legen vor allem Wert auf eine unproblematische Verdruckbarkeit der Farben und höchste Qualität. Sie müssen geruchs- und migrationsarm, dabei aber beständig sein. Die Anforderungen an die Druckfarben variieren je nach Anwendung: Im Lebensmittelbereich müssen sie spezielle Eigenschaften aufweisen, zum Beispiel Sterilisier- und Siegelbständigkeit bei hohen Temperaturen. Hier ist darüber hinaus die Sicherheit noch ein enorm wichtiger Aspekt, und es wird diesbezüglich höchste Sensibilität erwartet.

Weitere Themen wie zum Beispiel die Entwicklung fälschungssicherer Farben für Zollbanderolen an Zigarettenschachteln, besondere Oberflächenprägungen oder der Bedruck von metallisierten Kunststofffolien fordern die Branche immer wieder aufs Neue heraus.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Hieß es früher noch: Wer liefern kann, bekommt den Auftrag – so geht es heute darum, im richtigen Moment das richtige Produkt mit den gewünschten Eigenschaften an die Druckmaschine zu bringen, und das möglichst nachhaltig. So beschreibt Siegwerk die aktuelle Situation in der Branche. Druckfarben müssen heute den sozialen, ökonomischen und ökologischen Ansprüchen genügen und denen zukünftiger Generationen. Bei Siegwerk bedeutet dies, dass die Druckfarben sicher sein müssen, aus für den Menschen ungefährlichen Materialien bestehen und dabei die Marktanforderungen in Sachen Leistungsfähigkeit und Kosten erfüllen. Erneuerbare und wieder verwertbare Materialien werden verwendet, wo immer es sinnvoll und machbar ist. Außerdem werden die Farben in umweltschonenden Produktionsverfahren hergestellt und unterstützen einen effizienten Prozess: vom Druck über die Nutzung bis hin zur Wiederverwertung.

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