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Verpackungstrends III
1990-1999
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Verpackungstrends
Schneller unterwegs im Kreisverkehr

Anstatt den notwendigen Datentransfer über Parallelverdrahtung herzustellen, was zu dicken, unübersichtlichen Kabelbäumen führen würde, kann die Feldbus-Technologie eingesetzt werden. Die Konstrukteure der Verpackungsbranche können Anfang der 90er Jahre bereits auf einheitliche, herstellerunabhängige Standards wie den Profibus zurückgreifen.
Bessere Sicht auf die Verpackung
Je mehr Informationen in das System einfließen, umso präziser lassen sich Bewegungen steuern und Kräfte regeln. Visionssysteme machen es möglich, die Lage eines Packguts zu erfassen oder durch einen Ist-/Sollwertabgleich Ausschuss zu erkennen. Die Schnittstelle „Mensch/Maschine“ wird ausgereifter. Wie bisher gibt es Monitore, die aktuelle Prozessdaten und Maschinenzustände anzeigen. Darüber hinaus können aber auch Daten eingegeben werden, wobei eine Software die nötigen Koeffizienten automatisch abfragt. Über die Bedienführung können Parametrisierungen, die sich bewährt haben, wieder abgerufen werden.
Mehr Elektronik im Getriebe
Im Vergleich zu den ersten drei Nachkriegsjahrzehnten hat der Anteil der Elektronik und der Informationstechnik an den Verpackungsmaschinen dramatisch zugenommen. Die Einführung der ersten industriell hergestellten Mikroprozessoren wirkt wie ein Dammbruch im Verpackungsmaschinenbau. Viele Unternehmen nutzen die Leistungen von Automatisierungsspezialisten wie Siemens und BoschRexroth. Es bleibt jedoch wie in den Jahrzehnten zuvor dabei: Festkörpermechanische Antriebe werden weiterentwickelt, weil es nach wie vor eine Nachfrage nach Maschinen dieser Ausstattung gibt.
Mehr Informationen
Tschüss, Parallelverdrahtung (1993)
© KHS AG
KHS AG (D) hat für die Bitburger Brauerei bei einer Flaschenabfüllanlage, die für 70.000 Flaschen pro Stunde ausgelegt ist, von Parallelverdrahtung auf ein Bussystem umgestellt. Dadurch wurden allein im Nassbereich schätzungsweise 4.000 Klemmstellen eingespart. Getränkeabfüllanlagen eignen sich wegen ihrer hohen Maschinenleistung und dichten Prozessvernetzung besonders für dieses Automatisierungskonzept. KHS setzt den Standard-Profibus ein, der multimasterfähig ist.
Das Beste aus zwei Techniken (1990)
© Lachenmeier
Die Firma Lachenmeier (DK) präsentiert eine vollautomatische Haubenstretchanlage, die die Vorzüge der beiden herkömmlichen Palettenpackverfahren Schrumpfen und Wickelstretch vereint: Sie bietet eine effektive Transportsicherung, Schutz vor Nässe, reduzierten Folienverbrauch und verhindert das Überlappen sowie Verkleben der Folie. Bei dem Haubenstretchverfahren wird eine flexible Folienhaube auf die Größe der Ladung gedehnt und über den Palettenstapel gezogen.









