Hauptinhalt dieser Seite

Sprungmarken zu den verschiedenen Informationsbereichen der Seite:

Sie befinden sich hier: 1990-1999.

Verpackungstrends I

1990-1999

Blick in die Zeit | Konsumtrends | interpack | Verpackungstrends

Verpackungstrends

Vielfalt umweltschonend verpacken


Die abpackende Industrie erweitert ihre Produktpalette, weil ihre Zielgruppen immer weiter diversifizieren. Die Verpackungsunternehmen sind gefordert, Lösungen zu entwickeln, um auch in kleinen und kleinsten Chargen kosteneffizient produzieren zu können. Was die Anforderungen an die Verpackungsindustrie als Zulieferer ebenfalls verändert: Ihre potentiellen Kunden sind gerade im Konsumgüter- und Pharmabereich vermehrt multinationale Konzerne. Eine Aufgabe, der sich alle an der Wertschöpfungskette Beteiligten stellen müssen, ist die Forderung der Politik, den Verpackungsabfall zu reduzieren, den Recyclingkreislauf zu stärken und die Mehrwegquote zu erhöhen. Die in den verschiedenen Industrienationen verabschiedeten gesetzlichen Standards sind unterschiedlich, die Stoßrichtung jedoch stimmt in etwa überein: Weniger ist mehr.

Monomaterial und Biokunststoff

Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen liegen Anfang der 90er Jahre im Trend. Die auf der interpack 1990 und 1993 vorgestellten Innovationen in diesem Bereich finden nicht nur unter Fachleuten ein breites Echo. Der Marktdurchbruch für Biokunststoffe bleibt indes aus. Die Themen umweltschonende Produkte und Verfahren hingegen sind allgegenwärtig. Bei der Konstruktion der Verpackung wird zum Beispiel darauf geachtet, dass sich die Materialien beim Entsorgen gut trennen lassen. Einige abpackende Unternehmen setzen auf die Einstoffverpackung. Blockbodenbeutel kommen als Nachfüllpackung in Mode. Und bei Behältnissen aus Kunststoffen wird versucht, die Wanddicken zu reduzieren.

Mehr Informationen

Nachfüllen ohne Umfüllen (1993)

© Unilever

Resultat einer Zusammenarbeit der Lever AG (heute Unilever, CH) mit ELAG Verpackungen und dem Abfüllbetrieb E. Gittersberger ist eine neuartige Nachfüllpackung aus Papier und Polyethylen für das
Kompaktwaschpulver „Omo“. Der 3-kg-Sack kann ohne Umfüllen einfach in den leeren Originalkarton platziert werden. Im Gegensatz zum Originalkarton ist die Nachfüllpackung 80 % leichter und platzsparender, darüber hinaus ergibt sich für den Konsumenten ein Kostenvorteil.

Sauber aufpeelen (1999)

© Karl Knauer

Eine neuartige Blisterverpackung aus dem Hause Karl Knauer (D) für die Pharma-, Körperpflege- und Kosmetikbranche: Beim innovativen „Peel“-Blister verschließt ein spezielles Verbindungsmedium Karton und Blisterhaube dicht und sicher, trotzdem kann die Produktverpackung bequem und ohne viel Fingerfertigkeit geöffnet werden.