Sie befinden sich hier: 1980-1989.
Verpackungstrends I
1980-1989
Blick in die Zeit | Konsumtrends | interpack | Verpackungstrends
Verpackungstrends
Gute Ideen schaffen Nachfrage

Das Bedürfnis nach Luxus und Opulenz sorgt dafür, dass eine traditionsreiche Verpackungsform zum Trendprodukt wird: aufwendig gestaltete und veredelte Faltschachteln. Folien mit verbesserten Sperrschichteigenschaften machen neue Präsentationsformen für frische Lebensmittel möglich. Kunststoffe, die innerhalb von Sekunden großen Temperaturunterschieden ausgesetzt werden können, sind die Voraussetzung für tiefgekühlte Fertigmahlzeiten, die mitsamt der Packung in die Mikrowelle gestellt werden.
Verpackungsdesign für mehr Sicherheit
Die Hersteller suchen nach neuen Wegen, um den Verbrauchern durch die Gestaltung der Verpackung mehr Sicherheit zu bieten. Die Produzentenhaftung wird in vielen Ländern verstärkt. Die Prozesse bei der Herstellung von Arzneimitteln sind strenger reglementiert. In der Bundesrepublik Deutschland wird eine Vorschrift zur Kindersicherung von Verpackungen eingeführt.
Coca-Cola in wiederbefüllbaren PET-Flaschen
Die Weiterentwicklung der Blasformtechnik macht die Herstellung von Flaschen aus PET günstiger und verbessert ihre Eigenschaften hinsichtlich der Durchlässigkeit und der Oberflächenbeschaffenheit. 1986 überraschen Continental Can (USA) und Coca-Cola mit einer Innovation: Sie stellen die weltweit erste wiederbefüllbare PET-Flasche für karbonisierte Getränke vor.
Trend zum aseptischen Verpacken
Unternehmen setzen für die Abpackung von Lebensmitteln neben der Verarbeitung zur Tiefkühlware oder der Abfüllung in Dosen verstärkt auf das aseptische Verpacken im Kartonverbund. Der Einzelhandel erweitert sein Sortiment dieser Produkte stetig.
Mehr Informationen
Linsensuppe im Karton (1985)
© SIG Combibloc
PKL Verpackungssysteme Deutschland GmbH (heute SIG Combibloc) stellt eine Verpackungsanlage vor, die Flüssigkeiten mit stückigen Bestandteilen aseptisch in einen Verbundkarton abfüllt. Das Verpackungssystem combibloc hat das Unternehmen bereits 1975 vorgestellt, bisher wurden darin aber nur flüssige und pastöse Lebensmittel abgefüllt. Es wird vom längsgesiegelten Zuschnitt aus gearbeitet. Da die Verpackung oberhalb des Produktspiegels verschlossen wird, geraten keine Bestandteile des Füllguts in die mit Ultraschall geschlossene Siegelnaht.
Wiederverschließbar (1984)
© Beiersdorf
Mit dem System „tesafilm securiseal“ von tesa/Beiersdorf (D) werden Schlauchbeutel wiederverschließbar. Hierzu ist in den Beuteln ein Klebestreifen integriert. Die Vorrichtung zur Anbringung des Klebestreifens lässt sich problemlos in vorhandene Verpackungsmaschinen integrieren. Ein Messerrad perforiert den Beutel. Die Perforation wird anschließend sofort mit einem Stück Klebeband verschlossen.









