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Verpackungstrends II
1970-1979
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Verpackungstrends
Neues aus Kunststoff

Anwendungen der noch relativ jungen Petrochemie bleiben ein Technologiebereich, aus dem es viele Verpackungsinnovationen zu vermelden gibt. Folie aus Polypropylen substituiert zunehmend Zellglas (Cellophan). Die Industrie arbeitet daran, dass die Verbundfolien besser heißsiegelbar sind. Deren maschinelle Verarbeitung kann Probleme bereiten. Dies ist einer der Gründe dafür, dass die Wild-Werke (D) für ihre Getränkemarke „Capri-Sonne“ eine neue Maschinengeneration im eignen Haus entwickeln. Innovationsschübe werden auch durch Verbraucherbedürfnisse ausgelöst: Die Nachfrage nach Joghurt sorgt dafür, dass die Industrie die Eigenschaften des Kunststoffbechers und die Funktionalität des Aufreißdeckels verbessert. Obst und Gemüse werden in Folienbeutel abgepackt im Regal präsentiert. Das bringt Vorteile für die Handelslogistik. Unter anderem bleiben direkt nach der Ernte verpackte Lebensmittel länger frisch. Ein wichtiger Zusatznutzen: Auch Obst und Gemüse kann Dank der Verpackung zum Markenprodukt gemacht werden.
Mit Standards schneller unterwegs
Die Standardisierung bei der Größe von Ladungsträgern sorgt dafür, dass die Effizienz in der Logistik steigt. Dies betrifft z.B. Paletten und den Iso-Container. Das Umschrumpfen oder Umwickeln von Paletten setzt sich durch. 1973 veröffentlicht die Fachpresse eine Schätzung, wonach über 50 % der Firmen in der BRD beladene Paletten mit Folie verpacken. Als Transportsicherung im Paket wird Polsterfolie aus PE-Schaum eingeführt. Und 1972 kommt Pelaspan-Pac auf den Markt, die S-förmigen Verpackungschips aus expandiertem Polystyrol.
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Kompakt (1975)
© Krones AG
Der „Krones Bloc“ der Maschinenfabrik Kronseder (heute Krones AG, D) ist eine vollsynchronisierte Abfüllanlage, die einen Output von 12.000 Flaschen in der Stunde schafft. Es handelt sich um eine Kombination aus 28-stelligem Füller, 7-stelligem Verschließer und einer Cronomatic-Etikettiermaschine. Im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen wird eine Platz- und Personaleinsparung von bis zu 50% erreicht. Weitere Vorteile sind der höhere Wirkungsgrad, der geringere Lärmpegel und ein minimiertes Flaschenbruchrisiko.
Vakuum füllt (1975)
© Bosch Packaging Technology
Die Firma Strunck (heute Bosch Packaging Technology, D) hat eine Niedervakuum-Füllmaschine entwickelt, die sich besonders für dünnflüssige Füllgüter eignet. Die Maschine vom Typ FNL B 06 arbeitet mit einem Vakuum bis 500 mm WS. Mit der Niedervakuum-Füllmethode können Spirituosen und Wein abgefüllt werden, weil im Vergleich zu anderen Verfahren die Vergasung des Alkoholanteils gering ist.
Umreifungsband (1974)
© Hagenauer + Denk KG
Als Alternative zur Umreifungsmaschine bietet die Hagenauer+Denk KG (D) das STAHLTEX®-System. Dabei wird ein Band aus hochreißfesten Polyestergarnen um das Transportgut gespannt und mit einer selbstschließenden Klemme fixiert. Mit dem Handgerät kann der Benutzer das Band nachspannen.









