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Verpackungstrends I

1970-1979

Blick in die Zeit | Konsumtrends | interpack | Verpackungstrends

Verpackungstrends

Günstiger und besser abpacken


Die Hauptforderungen der abpackenden Industrie lauten: 1. die Kosten für die Verpackung müssen sinken und 2. deren Verarbeitung und Handhabung muss besser als bisher auf alle Aspekte ihrer Verwendung vom Unternehmen bis zum Verbraucher abgestimmt sein. Effizient ist eine Verpackung erst, wenn sie in ihren Eigenschaften für das Packgut optimiert und materialsparend konstruiert ist, wenn sie sich problemlos, rationell und energieeffizient maschinell verarbeiten und befüllen lässt und sich ohne Abstriche für Transport und Lagerung eignet. Sie muss sich so formen und bedrucken lassen, dass sie zum ausdrucksstarken Kommunikationsmittel taugt. Sie muss vom Verbraucher leicht zu öffnen sein und sich als praktischer Helfer im Haushalt bewähren. Sie muss schließlich leicht zu entsorgen und am besten vollständig recycelbar sein.

Innovationen entlang der Wertschöpfungskette

Um technische Innovationen anbieten zu können, die diesen Anforderungen gerecht werden, bilden sich vermehrt Entwicklungspartnerschaften entlang der Wertschöpfungskette. Das Pharmaunternehmen Dr. Karl Thomae GmbH / Unternehmensgruppe C. H. Boehringer Sohn (D) und die Firma Carl Edelmann GmbH (D) stellen beispielsweise 1973 in der Fachpresse das Konzept für eine Faltschachtelnormierung vor, das sie gemeinsam mit den Maschinenherstellern CAM (D) und Höfliger + Karg / IWKA (D) erarbeitet haben. Ihr Ziel ist es, eine eindeutige Regelung für die Länge der Einstecklaschen und der Seitenlaschen zu formulieren, so dass eine Faltschachtelgröße auf Kartoniermaschinen verschiedener Typen verarbeitet werden kann.

Mehr Informationen

Neues von der Getränkedose (1973)

© Ball Packaging Europe

Die interessanteste Neuentwicklung der Weißblechverpackungsindustrie kommt von der Firma Schmalbach-Lubeca (heute Ball Packaging Europe, D), die das Stufen-Abstreck-Verfahren für zweiteilige Getränkedosen erstmals kommerziell einsetzt. Korpus und Dosenboden bestehen aus einem Stück. Eine Ringsumbedruckung ohne störende Naht ist möglich.

Mehr Werbefläche (1977)

© Weidenhammer Packaging Group

Eine Lösung ganz nach den Wünschen des Markenartikelherstellers: Nesquik wird ab 1977 in einer unrunden Kombidose ins Verkaufsregal gestellt. Die Dose lässt sich vollflächig bedrucken. Die Umstellung ist möglich, weil die Weidenhammer Packaging Group (D) ein neues Herstellungsverfahren entwickelt hat, das Längswickeln. Im Vergleich zum Parallelwickelverfahren, das bisher bei Kombidosen angewendet wird, sind die Herstellungskosten 40 % niedriger.