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Verpackungstrends I
1960-1969
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Verpackungstrends
Verpackungen für Selbstbediener

Bei der Entwicklung neuer Packstoffe, Packmittel und Packhilfsmittel muss man sich auf das Konzept der Selbstbedienung einstellen. Dies erfordert unter anderem die längere Haltbarkeit der Ware durch entsprechende Verpackungen. So werden die Barriereeigenschaften von Kunststoffen verbessert und Kartonverpackungen für die Verwendung in der Tiefkühltheke optimiert.
Das Gesicht der Ware
Die Messlatte für die Funktionalität liegt höher: Produkte sollen bequem einzukaufen, zu transportieren, zu nutzen und zu entsorgen sein. Der englische Ausdruck „convenience“ findet international Eingang in die Fachsprache der Verpackungsentwicklung. Eine Möglichkeit, durch die Verpackung einen besonderen Service zu bieten, ist die Variation der Verpackungsgröße. Lebensmittel werden in Portionsverpackungen bzw. Mehrstückverpackungen angeboten.
Jede Pille einzeln
Im Pharmabereich gibt es Veränderungen in der Darreichungsform. Statt in Röhrchen aus Glas oder Kunststoff werden Tabletten, Kapseln und Dragees immer öfter in Blisterverpackungen portioniert. Die Hassia Verpackungsmaschinen GmbH (D) bringt 1964 die Durchdrückverpackung auf den Markt.
Kunststoff oder klassisch verpackt
Kunststoff ist ein gefragtes Material zur Lösung von Verpackungsproblemen. Polyethylen, das erst seit kurzem wirtschaftlich in großen Mengen herstellbar ist, kommt als Folie auf breiter Basis zum Einsatz. Das in den fünfziger Jahren von BASF (D) entwickelte Styropor macht Karriere. Klassische Verpackungsmaterialien wie Papier, Pappe, Glas oder Holz bleiben nach wie vor aktuell und werden weiter verbessert.
Mehr Informationen
Camembert in Ecken (1963)
© Alpma
Die ersten Aufträge für die UT 63 von Alpma (D) bahnen sich bereits auf der interpack an, denn die milchverarbeitenden Unternehmen suchen dringend nach Möglichkeiten, das Abpacken von Camembert in Portionsverpackungen zu automatisieren. Bei dem Modell UT 63 wird der ganze Käselaib in die Einlaufkette eingelegt, automatisch geteilt und verpackt.
19 Schachtelsorten (1962)
© Heidelberger Druckmaschinen
Die Faltschachtelklebemaschine Diana 925 von Jagenberg (heute Heidelberger Druckmaschinen, D) setzt neue Maßstäbe: Mit einer Maschinengeschwindigkeit bis zu 350 m/min. können Paketstapel von 25, 50, 75 oder 100 Stück für die manuelle Abnahme markiert werden. Die Maschine verarbeitet standardmäßig 19 Schachtelsorten, von Faltschachteln mit Einsteckverschlüssen bis zu konischen Faltschachteln.
Glasflasche light (1968)
© Ardagh Glass
Der Durchbruch bei extra leichten Glasflaschen mit bis zu 70 % Gewichtsminderung gelingt der H. Heye Glasfabrik (heute Ardagh Glass, IE) dank intensiver Forschungsbemühungen. Die „Paderborner Bierflasche“ schafft es als leichteste 0,33-l-Bierflasche der Welt sogar ins Guiness-Buch der Rekorde.









