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Konsumtrends

1960-1969

Konsumtrends

Die Entscheidung am Regal


1962 gibt es in der Bundesrepublik Deutschland bereits 30.000 Selbstbedienungsladen. Daraus wird dann der Supermarkt mit wachsender Verkaufsfläche, erweitert um Non-Food-Artikel. Die neue Form der Warenpräsentation bringt Herausforderungen für die Verpackungsgestaltung mit sich. Viele Konkurrenzprodukte sind mehr oder minder gleichberechtigt im Regal platziert. Markenprodukte sind durch ihr unverwechselbares Äußeres im Vorteil. Das Markenprinzip wird auf Warengruppen ausgeweitet, bei denen bisher kaum damit gearbeitet wurde, wie Milchprodukte und Backwaren. Impulskäufe machen einen immer größeren Umsatzanteil aus. Einzelne Angebote werden besonders akzentuiert, dazu werden Verkaufshilfen wie Displays eingesetzt.

Als Fortschritt gefeiert

Das typische Produkt der Zeit ist die Fertigmahlzeit. Es gibt Heißkonserven, gefriergetrocknete Soßen und Suppen aus der Tüte ebenso wie das „TV dinner”. Tiefkühlkost weist enorme Steigerungsraten auf, weil sie zur Gestaltung des Alltagslebens und zum Vertriebsweg Supermarkt passt. Die Einkaufstüte aus Plastik, Accessoire des Massenkonsums, verbreitet sich immer mehr. Dass man sich von einem Konsum verabschiedet, der von Genügsamkeit und Nachhaltigkeit geprägt war, illustriert auch der Trend zur Einwegverpackung. Milch im Verbundkarton findet eine steigende Nachfrage.

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