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Verpackungstrends II

1950-1959

Blick in die Zeit | Konsumtrends | interpack | Verpackungstrends

Verpackungstrends

Hohes Innovationstempo


Der europäische Verpackungsmaschinenbau kann in Europa an eine jahrzehntelange Tradition anknüpfen. Die Geschichte der deutschen Unternehmen Jagenberg, Hesser und IWK zum Beispiel reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Nach dem Krieg werden weltweit neue Firmen gegründet. Deutschland gehört innerhalb weniger Jahre zu den führenden Exportnationen im Verpackungsmaschinenbau. Wie in anderen Bereichen der Wirtschaft auch gibt es einen Konzentrationsprozess in der Branche, weil Kleinunternehmen es schwerer haben, beim Innovationstempo mitzuhalten.

Schnell, aber vereinzelt

Die abpackende Industrie hat die Produktionsmengen und den Takt erhöht und steht nun vor dem Problem, dass es zu Engpässen beim primären und sekundären Verpacken kommt. Die Konstrukteure der Verpackungsmaschinen versuchen daher, die Ausbringungsmenge ihrer Modelle zu steigern. Das Zusammenfügen von Einzelmaschinen zu Linien wird zwar von der Industrie gefordert, kann aber nur eingeschränkt verwirklicht werden. Die Integration von Wäge- und Dosiermaschinen in den Abpackprozess gelingt hingegen gut. Auch das Angebot an lichtelektrischen Zählgeräten wird verbessert. Mit dem Modell PZG 3 der Firma R. Weber (D) lassen sich Magnete und Kupplungen in weniger als 1/100 Sekunde schalten. Eine Geschwindigkeit, von der die Mechanik der Verpackungsmaschinen in der Praxis noch weit entfernt ist.

Mehr Informationen

Sensationelles für Arzneimittel (1958)

© Bosch Packaging Technolgy

Die ganze Kunst des Verpackungsmaschinenbaus der 50er Jahre zeigt Höfliger & Karg (heute Bosch Packaging Technology, D) auf der interpack 1958 mit einer Abfüll- und Verpackungsanlage für Dragees. Die besondere Leistung besteht in der Synchronisierung von sechs Einzelmaschinen zu einer Linie. Die Anlage, die nach dem abgepackten Arzneimittel „Bellergal-Linie” genannt wird, ist am Messestand im Betrieb zu sehen. Die Leistung beträgt bis zu 4.800 Packungen pro Stunde.

Inline verpacken (1958)

© Oystar Erca-Formseal

Ingenieurkunst vom Feinsten steckt in der neuen Maschine, die ihre drei Konstrukteure 1958 in Paris vorstellen. Es handelt sich um die erste kontinuierlich arbeitende Becher-Form, Füll- und Verschließmaschine. Die drei Partner melden ein Patent auf ihre Erfindung an und gründen gemeinsam die Firma Plastmecanique, die später als Erca-Formseal firmiert (heute Oystar Erca-Formseal, F).

Logik für die VPS (1958)

© Siemens

1958 bringt Siemens (D) unter dem Namen Simatic fertig verdrahtete, elektronische Systeme zum Steuern und Regeln von kleinen Teilaufgaben in Fertigungsstraßen auf den Markt. In diesen Bausteinen sind logische Funktionen mit Ausgangsverstärkern kombiniert, so dass sich damit innerhalb einer verbindungsprogrammierten Steuerung Schütze, Magnetventile oder andere Steuerungselemente ansprechen lassen.