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Konsumtrends

1950-1959

Konsumtrends

Cash and Carry in Europa


Das Prinzip der Selbstbedienung ist in Nordamerika schon fest etabliert, als es in den fünfziger Jahren in Europa aufgegriffen wird. Wie viele andere Accessoires und Lebensweisen ihres Alltags hatten die GIs die neue Vertriebsform sozusagen im Marschgepäck. SB-Läden und die ersten Supermärkte sind bald nichts Exotisches mehr. Dass dennoch Aufklärungsbedarf herrscht, zeigt die Berichterstattung. Die Verpackungsfachzeitschriften nehmen es sich zur Aufgabe, die Branche detailliert zu informieren. Es wird z. B. erläutert, dass Verpackungen und Displays ein Mittel zur Kommunikation mit dem Kunden sind. Sie seien „stumme Verkäufer“, heißt es.

Markenqualität gefragt

Bisher sind es die Verbraucher gewohnt, dass ihnen die gewünschte Menge eines Produkts abgefüllt wird. Viele Artikel gibt es im Mehrweggefäß, das zum Auffüllen mit ins Geschäft gebracht wird. Im SB-Laden hingegen sind die Waren fertig verpackt und ihre Hüllen oftmals bunt bedruckt. Diese neue Ansprache wird teilweise skeptisch betrachtet. Von der Mogelpackung ist die Rede, von unnötigem Luxus und davon, dass die Verpackung für höhere Preise sorgt. Letztlich ist jedoch der Mehrheit intuitiv klar, dass für den Lebensstil, den sie anstreben, die einwandfreie, hygienische Verpackung die Voraussetzung ist.

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© Hans Georg Böcher

Um in der Vielfalt erkennbar zu sein, versuchen die Unternehmen ihre Produkte zu Markenartikeln zu machen, denn diese zeichnen sich seit ihrer Etablierung um 1900 durch ein unverwechselbares Äußeres aus.