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UPAKOVKA/UPAK ITALIA : Auch in schwierigen Zeiten gilt der russische Verpackungsmarkt als chancenreich

Aus der Messe

UPAKOVKA/UPAK ITALIA : Auch in schwierigen Zeiten gilt der russische Verpackungsmarkt als chancenreich

05.02.2009

Fachmesse in Moskau verzeichnet großes Besucherinteresse und Zufriedenheit bei internationalen Ausstellerfirmen

Die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise haben die Nachfrage im russischen Verpackungsmarkt momentan abgekühlt, aber keinesfalls zum Stillstand gebracht. Der Bedarf an Verpackungen ist nach wie vor groß, das Interesse an innovativen Technologien und Materialien zur Produktion ungebrochen. Russland wird, allen derzeitigen Schwierigkeiten zum Trotz, einer der größten Verbrauchermärkte der Welt werden. Spätestens 2025, so schätzen Experten, wird das Land dazu zählen. Verpackungshersteller in der Russischen Föderation müssen investieren, um den Ansprüche der Konsumenten, z.B. im Lebensmittelbereich, im Süßwarenmarkt, im Kosmetiksektor und in der Pharmabranche, entsprechen zu können.

Entsprechend groß war das Interesse an der UPAKOVKA/UPAK ITALIA 2009, Internationale Fachausstellung Maschinen und Ausrüstungen für die Herstellung von Packmitteln, Verpackungsmaschinen, Süßwarenmaschinen, Packmittel und Packhilfsmittel sowie Logistik. Die führende Messe in Russland zog vom 27. bis 30. Januar 20.500 Fachbesucher aus allen Regionen der GUS und den Nachbarstaaten an, gemeinsam mit der gleichzeitig stattfindenden INTERPLASTICA 2009, Internationale Fachmesse für Kunststoff und Kautschuk. Insgesamt hatten rund 900 Aussteller ihr Angebot auf einer verkauften Nettofläche von 19.000 Quadratmetern präsentiert. Die Aussteller waren von der Entscheidungskompetenz der Besucher beeindruckt; diese kamen gut vorbereitet, informierten sich gezielt und ließen konkretes Interesse an Aufträgen erkennen. Diese Fülle von intensiven Verhandlungsgesprächen, so der einmütige Tenor, habe man nicht erwartet. Sie stimme durchaus optimistisch für das Nachmessegeschäft.

Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf, zog ein positives Fazit: „Die wirtschaftliche Situation in der Region und weltweit stellt die russischen Unternehmen derzeit vor große Herausforderungen. Insbesondere die Finanzierung von Projekten ist äußerst schwierig geworden und macht gerade den kleinen und mittleren Firmen zu schaffen. Dass wir bei diesen Rahmenbedingungen eine so positive Resonanz sowohl seitens der Aussteller als auch seitens der Besucher erfahren haben, bestätigt die Rolle der UPAKOVKA/UPAK ITALIA als führende Plattform für Innovationen und als wirtschaftlicher Impulsgeber.“

Die Fachbesucher nutzen die viertägige Messelaufzeit, um sich umfassend über das internationale Angebot zu informieren. Sie zeigten sich beeindruckt nicht nur von den Produkten und Dienstleistungen der Ausstellerfirmen aus 19 Ländern. Übereinstimmend wurde auch geäußert, dass man die Präsenz global agierender Unternehmen angesichts schwieriger weltwirtschaftlicher Vorgaben sehr zu schätzen wisse.

Länderbeteiligungen mit offizieller Förderung der Aussteller gab es aus Deutschland, Frankreich und Italien. Das größte Ausstellerkontingent wurde in diesem Jahr von Italien mit 99 Unternehmen gebildet, es folgten Deutschland mit 92 und Russland mit 87 Ausstellern. Die UPAKOVKA/UPAK ITALIA wird veranstaltet von der Messe Düsseldorf gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft OOO Messe Düsseldorf Moscow in Kooperation mit dem italienischen Veranstalter Centrexpo.

Für die deutschen Anbieter von Verpackungs- und Süßwarenmaschinen ist Russland immer noch der wichtigste Markt in Mittel- und Osteuropa. In den ersten elf Monaten des Jahres 2008 wurden an russsiche Abnehmer Verpackungsmaschinen im Wert von rund 401 Mio. Euro verkauft; damit stieg der Exportwert im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29 Prozent. Bei den Süßwarenmaschinen war zwar ein Rückgang der Nachfrage im Vergleich zu 2007 zu verzeichnen, dennoch liegt das Exportvolumen mit 37,2 Millionen Euro für den Zeitraum von Januar bis November 2008 über dem Gesamtvolumen des Jahres 2006. Deutschland ist für Russland nach wie vor Hauptlieferant von Verpackungs- und Süßwarenmaschinen.

Vera Fritsche vom VDMA-Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen betont die Bedeutung des russischen Marktes: „Auch wenn die Nachfrage momentan etwas schwächer ist und einige Investitionsprojekte verschoben werden – der Bedarf ist weiterhin da und das Interesse groß. Es gibt sogar große russische und multinationale Konzerne, die gerade jetzt investieren. Deutsche Produkte genießen aufgrund ihrer innovativen Technik und Zuverlässigkeit nach wie vor hohe Wertschätzung. Auf der Messe wurden langjährige Geschäftskontakte vertieft und auch neue angebahnt. Es gab zahlreiche Verhandlungen, die zuversichtlich stimmen. Ebenso wie das im Dezember vergangenen Jahres verkündete Konjunkturprogramm, das vorsieht, bestimmte heimische Industrien wie z.B. die Nahrungsmittelindustrie zu stärken.“

Die optimistische Einschätzung teilen die italienischen Ausstellerfirmen. Ihre Präsentation auf der UPAKOVKA/UPAK ITALIA war im Vergleich zum Vorjahr sogar noch einmal gewachsen. Ein klares Zeichen dafür, dass der Markt weiterhin hochinteressant für italienische Hersteller ist, auch wenn die Zeiten rasanten Wachstums erst einmal vorüber scheinen. Annunziata Landi vom italienischen Außenhandelsinstitut ICE verweist auf das große Nachfragepotenzial, das im Land und den Nachbarstaaten weiterhin vorhanden ist: „Die italienischen Unternehmen glauben nach wie vor an den hiesigen Markt und sehen zu Recht gute Absatzmöglichkeiten. Das Interesse der Besucher während der Messetage hat bewiesen, dass man mit guten, innovativen Produkten das Geschäft für die Zukunft auch in instabilen Zeiten absichern kann. Ich bin sicher, dass die italienischen Unternehmen sich auch im kommenden Jahr in einer ähnlichen Größenordnung an der UPAKOVKA/UPAK ITALIA beteiligen werden.“

Guten Zuspruch fand einmal mehr das fachliche Rahmenprogramm, das am zweiten und dritten Messetag der UPAKOVKA/UPAK ITALIA 2009 angeboten wurde. Dort leiteten Referenten internationaler Verbände und Hochschulen Seminare und Diskussionen zu aktuellen Themen der Verpackungsbranche, Aussteller und Fachmedien organisierten Konferenzen und Round-Table-Veranstaltungen. Zudem konnten ausstellende Unternehmen und Fachbesucher das Business-Center als Job- und Geschäftskontaktbörse nutzen. Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen der Verpackungsbranche standen außerdem zur Verfügung, um spezifische Anfragen zu beantworten.

Die nächste UPAKOVKA/UPAK ITALIA wird Anfang des Jahres 2010 in Moskau stattfinden, wieder parallel zur INTERPLASTICA.
www.upakovka-upakitalia.de

 
 

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