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Kritisch und kaufstark: LOHAS bewegen die Märkte

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Kritisch und kaufstark: LOHAS bewegen die Märkte


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LOHAS ist das Akronym für „Lifestyle of Health and Sustainability“. LOHAS steht für einen Lebensstil, aber auch für eine weltweit wachsende Konsumenten-Gruppe. LOHAS sind jung, kritisch, erfolgreich – und vor allem kaufstark. Welchen Einfluss haben diese „bewussten“ Konsumenten auf die einzelnen Marktsegmente? Und: Welche Konsequenzen hat das für die Verpackungsindustrie?

LOHAS Konsumenten zeichnen sich durch eine sehr gezielte Produktauswahl aus, legen Wert auf Marken – und natürlich auf das Versprechen der gekauften Produkte von Gesundheit und Nachhaltigkeit. Häufig handelt es sich um Personen mit überdurchschnittlichem Einkommen. In den USA beispielsweise sollen knapp 20 Prozent der Verbraucher dem LOHAS-Typ entsprechen, und auch auf den europäischen und asiatischen Märkten ist ein bemerkenswerter Anstieg in der Nachfrage nach qualitativ hochwertigen, unbedenklichen Produkten zu verzeichnen. Tendenz weiter steigend. Kein Wunder also, dass Marktforscher weltweit den LOHAS einen immer wichtigeren Stellenwert einräumen und ihre Mentalität als modernes und wachsendes Marktsegment einstufen.

LOHAS-Natur erfordert Revolution der Verpackung

In der Nahrungsmittel-Industrie war der „Bio-Effekt“ schon früh zu spüren. Bio-Produkte und Nahrungsmittel aus fairem Handel erfreuen die Nahrungsmittel-Hersteller mit jährlichen Zuwachsraten. Inzwischen gibt es kaum noch ein Lebensmittel, das nicht auch in einer Bio-Variante zu haben ist. Relativ neu hinzugekommen ist das Wachstum des Marktes für „nutraceutical products“, also für Nahrungsmittel, die einen medizinischen oder zumindest einen gesundheitsfördernden Zusatznutzen versprechen. Es ist zu erwarten, dass die LOHAS-Bewegung diese Tendenzen und Verschiebungen weiter beschleunigen wird: Immer mehr Verbraucher schließen sich diesen gesellschaftlichen Überzeugungen an, das Wertebewusstsein der Bevölkerung wächst rasant.
In Anbetracht dieser besonderen Natur der LOHAS-Konsumenten und der Aussicht auf einen harten Wettbewerb in diesem bisher praktisch kaum angezapften Markt werden sich die Lebensmittelhersteller auch in einer nachhaltigen Verpackungsrevolution engagieren müssen.

Langfristigkeit – der Schlüssel zum Erfolg

Keine Frage: Innovative Lebensmittelverpackungen können die negativen Auswirkungen auf die Umwelt bereits während der Produktion reduzieren. Das Augenmerk der Verpackungsmaschinenhersteller wird also in Zukunft mehr und mehr auf den Bedarf von Kundengruppen wie LOHAS zugeschnitten sein müssen. Wirtschaftlicher Stillstand darf nicht gleichzeitig die Entwicklung kosteneffektiver Technologien lähmen. Das Ziel muss heißen, durch innovative Technik Kosten zu reduzieren, Produktivität zu steigern und Hersteller dabei zu unterstützen, umweltfreundlicher und damit nachhaltiger produzieren zu können. Nachhaltigkeit und Langfristigkeit sind die Schlüssel zum Erfolg. Diese Erkenntnis hat bei vielen internationalen Unternehmen bereits dazu geführt, auf eine „nachhaltige“ Produktion zu bauen und dies auch zu kommunizieren. Ein Beispiel dafür liefert Bosch Packaging Technology: Hier setzt man zum Beispiel auf die Ultraschall-Versiegelungstechnik für vertikale Schlauchbeutelmaschinen für Lebensmittel- und Süßwarenverpackungen. Die Ultraschall-Versiegelung eignet sich zur Verbindung thermoplastischer Verpackungsmaterialien und arbeitet mit Schwingungen im Ultraschallbereich. Diese Schwingungen sorgen bei Standbodenbeuteln sowie bei schlauch- und seitenfaltförmigen Beutelformaten für dichte, robuste Nähte. 
Die Ultraschall-Versiegelungstechnik ist eine Alternative zur Heißversiegelung und für herkömmliche hitzeversiegelte Verpackungen aus Polypropylen- und Polyäthylenfolien geeignet. Das Hauptmerkmal dieses Verfahrens ist, dass die zum Versiegeln notwendige Hitze durch Ultraschallwellen erzeugt wird, was ein schonendes Verpacken empfindlicher Produkte wie Süßwaren und Tiefkühlkost möglich macht. Intensive Reinigungen des Siegelbereiches entfallen, da im Gegensatz zur Heißversiegelung keine Produkte schmelzen können. So lassen sich Ausfallzeiten stark reduzieren. Das Ultraschallverfahren versiegelt Verpackungen robust, selbst durch Flüssigkeiten oder Produkte hindurch. Da die Versiegelung ohne ein Heizelement erfolgt, können Hersteller auf mehrlagige Siegelschichten aus Verpackungsfolie verzichten und somit Materialkosten senken.

Blinder Konsum wird zum „No Go“

Die LOHAS-Bewegung wird von der Verpackungsindustrie zunehmend fordern, den Marken noch mehr Gesicht zu geben, sie noch stärker in den Fokus zu rücken. Ob LOHAS oder nicht: Immer mehr Menschen interessieren sich dafür, was sie essen, trinken, womit sie sich bekleiden und womit ihre Kinder spielen. Der blinde Konsum mit dem reinen Blick auf den Preis wird für die selbstbestimmten und verantwortungsbewussten Konsumenten zunehmend zum „No Go“. Die Produkte müssen das Wohlbefinden steigern, ein gutes Gewissen vermitteln und umweltgerecht hergestellt und verpackt sein. Aber auch Ästhetik, Stil und Design sind dabei wichtig. Während die klassischen Werbekanäle an Wirksamkeit verlieren, übernimmt das Packaging Design mehr und mehr die Rolle der werblichen Kommunikation. Sie vermittelt die Botschaften, die diese neuen Trend-Phänomene unterstützt. Die Konsumentengruppe der LOHAS hat mit den Ökos der 80-er Jahre nicht mehr viel gemein. LOHAS sind jung, kritisch, erfolgreich – und vor allem kaufstark.

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