Der To-Go-Trend: 46 Prozent der deutschen Bundesbürger essen mindestens einmal am Tag etwas zwischendurch. In den USA machen Snacks knapp 40 Prozent aller verpackten Lebensmittel aus.

Der To-Go-Trend: 46 Prozent der deutschen Bundesbürger essen mindestens einmal am Tag etwas zwischendurch. In den USA machen Snacks knapp 40 Prozent aller verpackten Lebensmittel aus. © michael spring / fotolia.com

XXL-Packungen passen nicht mehr in unsere Zeit

Packungsgrößen an die Bedürfnisse der Verbraucher anpassen

© Unilever

Mehr Singlehaushalte und der anhaltende Trend zu Zwischendurch-Mahlzeiten verlangen kleineren Verpackungseinheiten und mehr Einzelverpackungen, häufig auch in Kombination mit Fertiggerichten. © Unilever

 Das Aus der Großfamilien.   Die Verbesserung von medizinischem Fortschritt, Hygiene und Ernährung, veränderte körperliche Tätigkeiten sowie der gesellschaftliche Wandel, vor allem bezogen auf das Berufsleben, haben in den vergangenen Jahren zu einer starken Zunahme von Singlehaushalten geführt. Im Jahr 2011 lebten etwas mehr als ein Drittel der Europäer allein. Die meisten Singles gibt es in Oslo. Dort sind knapp 53 Prozent in ihrem Haushalt allein verantwortlich. Von den Singles sind im EU-Vergleich 13,4 Prozent über 65 Jahre alt. Die Folge sind unter anderem veränderte Essgewohnheiten, die kleinere Packungsgrößen erfordern. Grob betrachtet haben sich die Packungsgrößen in den vergangenen Jahren jedoch nicht entscheidend verändert; dem demografischen Wandel wird von Industrie und Handel noch zu wenig Beachtung geschenkt. Spezielle Verpackungen in Singlegrößen finden sich bis dato nur sehr vereinzelt im Lebensmitteleinzelhandel.
Portionsverpackungen können helfen, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. © MEGGLE

Portionsverpackungen können helfen, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. © MEGGLE

Mal wieder ist die Milch sauer geworden, die Konfitüre hat Schimmel angesetzt oder die Kartoffeln haben Triebe bekommen. Der für Großhaushalte früher preisbewusste Einkauf von großen Gebinden führt heute oft dazu, dass in großen Mengen Lebensmittel weggeworfen werden müssen. Eine Lösung im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung sind sogenannte Single-Serve-Verpackungen – also Einzelverpackungen in passenden Portionsgrößen. Sie bieten nicht nur Vorteile zu Hause, sondern auch unterwegs, im Büro, in der Schule oder beim Sport.
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Einzeln verpackte Lebensmittel sind die perfekte Antwort auf den demografischen Wandel. Senioren können bedarfsgerecht kleine Portionen sicher verpackt entnehmen, ohne dass Reste schlecht werden. © Pookis Mahi

Anders als man auf den ersten Blick glauben würde, sparen kleinere Verpackungen in Bezug auf den gesamten Lebenszyklus Energie ein, schonen Ressourcen und sind damit gleichzeitig auch nachhaltiger. Denn Verpackungen schützen Lebensmittel und können helfen, Nahrungsmittelverluste und -verschwendung zu minimieren. Der Energieaufwand, der zur Herstellung der Verpackung benötigt wird, ist wesentlich kleiner im Vergleich zur benötigten Energie für die Produktion und Distribution der Nahrungsmittel, wenn diese letzten Endes verloren gehen. Zudem können recyclingfähige Materialien nach der Verwendung dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden und damit die Nachhaltigkeitsbilanz nochmals verbessert werden.
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In Europa werden jedes Jahr über 100 Millionen Tonnen an Lebensmitteln weggeworfen. 40 Prozent der Lebensmittelverluste entstehen beim Verbraucher. Das Bewusstsein für die Wertschätzung von Lebensmitteln zu schärfen, ist unter anderem Ziel der Initiative von SAVE FOOD. © highwaystarz / fotolia.com
Portionsverpackungen eignen sich bestens beim Sport und unterwegs. © San Franola

Portionsverpackungen eignen sich bestens beim Sport und unterwegs. © San Franola

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