Keine Mikrowelle; kein Herd notwendig – Das Gericht erwärmt sich mithilfe eines Aktivierungsschlüssels, der im Deckel platziert ist. © hotcan.com

Warm auf Knopfdruck.

Packaging zum Mitessen

DIE NEUE ART DER TASSENSUPPE. Abgesehen von vereinzelten Angeboten für Outdoor-Sportler und Camper sucht man Fertiggerichte in selbst erhitzenden Verpackungen derzeit noch vergeblich auf dem Markt. Mit Beginn des neuen Jahres soll sich dies nun ändern: Aus Belgien kommen die praktischen Beutel, die jeden Hungrigen in Zeitnot erfreuen werden. Nach Beratungen mit ‚Hensen Consult’ schufen die Entwickler von ‚Scaldopack’ ein System, das Getränke und flüssige Lebensmittel bedarfsgerecht um bis zu 35 °C erhitzen oder auch um bis zu 15 °C abkühlen kann. Das Patent ist bereits erteilt, und die ersten vier Geschmacksrichtungen für die Suppenangebote stehen fest.

Heat it & eat it! Warme Suppe auf Knopfdruck. © Hensen

Heat it & eat it! Warme Suppe auf Knopfdruck. © Hensen

Tassensuppe ade! Innovative Technologien erwärmen Mahlzeiten auch ohne Wasserzugabe. © besser_essen / fotolia.com

Tassensuppe ade! Innovative Technologien erwärmen Mahlzeiten auch ohne Wasserzugabe. © besser_essen / fotolia.com

IN WENIGER ALS VIER MINUTEN ZUR WARMEN MAHLZEIT.

Ausgehend von der Ausgangstemperatur, kann das Innere der Verpackung um 35 °C erhitzt, bzw. bis zu 15 °C abgekühlt werden. Ermöglicht wird die exotherme Reaktion mittels gezielten Drucks auf einen Button auf der Verpackungsaußenseite, durch den Wärme freigesetzt und an Speise bzw. Getränk abgegeben wird. Der Vorgang nimmt weniger als vier Minuten in Anspruch. Das nachhaltige 220-Milliliter-Packmaterial, dessen Zusammensetzung vorerst noch ein Firmengeheimnis zu bleiben scheint, ist ein Leichtgewicht von nur 16 Gramm. Für den komplexen Produktionsvorgang wurden spezielle Maschinensysteme hergestellt.

HOT WHEN YOU WANT.

Der Schweizer Lebensmittelkonzern ‚Nestlé’, die US-amerikanischen Verpackungsunternehmen ‚On Tech’ und ‚Sonoce’ oder auch die britische Firma ‚Hotcan’ haben bereits ihr Glück mit selbst erhitzenden Verpackungen versucht. Doch der große Erfolg blieb bisher aus. So wurde der 'Hot When You Want'-Nescafé nach einem Testlauf gar nicht erst auf dem Markt platziert. Die Hitze konnte nicht in gewünschtem Maße kontrolliert werden und war zudem zu stark abhängig von der Außentemperatur.

ESSEN FÜR EILIGE.

Im Jahr 2004 wurde die damals innovative Technologie erstmals in den USA vorgestellt. Die Behältnisse bestehen aus einem mit zermahlenem Kalkstein gefüllten Innenteil, dem Getränk und einem dichten Alufolienverschluss. Mit dem Abziehen der Folie vom Boden und dem Eindrücken des Deckels wird Wärme freigesetzt; eine farbliche Kennzeichnung markiert den Zeitpunkt des idealen Verzehrs. Der robuste Container kann ungekühlt gelagert werden; dank weichen Isoliermaterials bleiben die Hände beim Verzehr kühl.

Auch bei den Fertiggerichten von ‚Hotcan’ sorgen mehrschichtige Dosen, Plastikbeutel oder Pappkartons für die Erwärmung des gewünschten Gerichts. Das Speiseangebot ist groß und reicht von Pasta bis zu vegetarischem Chili. Die erwärmten Speisen bleiben laut Hersteller rund 45 Minuten warm. Na dann: guten Appetit!

2001 entwickelte Nestlé den Kaffee aus der Dose, der sich selbst erwärmt. Nach einem Testlauf wurde das Produkt allerdings gar nicht erst auf den Markt gebracht.  Foto: Nescafé Original Hot When You W

2001 entwickelte Nestlé den Kaffee aus der Dose, der sich selbst erwärmt. Nach einem Testlauf wurde das Produkt allerdings gar nicht erst auf den Markt gebracht. Foto: Nescafé Original Hot When You Want. © lukewhite.prosite.com

Warmer Hot Dog aus der Dose. © hotcan.com

Warmer Hot Dog aus der Dose. © hotcan.com

TIGHTLY PACKED

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