14.02.2014

Gerhard Schubert GmbH Verpackungsmaschinen

TLM – die nächste Generation

Vor 30 Jahren startete Schubert als Pionier der Branche die Entwicklung der Bildverarbeitung für Roboter. Auf der diesjährigen interpack 2014 feiert der 3D-Scanner, der ganz neue Anforderungsprofile erschließt, Premiere.

Crailsheim. Die Gerhard Schubert GmbH erweitert erneut die Leistungsmöglichkeiten der hochflexiblen TLM-Verpackungs-technologie. Auf der interpack 2014 feiert die jüngste TLM-Generation Premiere. Zu den vorgestellten Innovationen zählt der Prototyp der weltweit ersten Verpackungsmaschine ohne Schalt­schrank. Einen Meilenstein für die Bildverarbeitung von Produkten markiert die Einführung des 3D-Scanners. Die Transmodule haben sowohl beim Gehäuse als auch in ihrem Innenleben ein Update erhalten. Insgesamt stellt Schubert am Messestand 14A06 in Halle 14 drei TLM-Pickerlinien und eine TLM-Verpackungsanlage aus. Die Verpackungsanlage stellt Shelf-Ready-Kartons mit Aerosoldosen her und arbeitet dabei mit automatischem Werkzeugwechsel.


Schubert folgt bei allen Innovations-Projekten dem Grundsatz, intelligente Software und reduzierte Mechanik zu kombinieren. Dieser Ansatz verwirklicht sich auch bei der schaltschranklosen Verpackungsmaschine. Sichtbares Zeichen für den Wegfall herkömmlicher Elektrik ist der schmalere Kopfteil der TLM-Maschinengestelle, der sogenannte „Roboterhimmel“. Wo Gerhard Schubert mit Einführung der TLM-Baureihe den Schaltschrank platziert hat, wird in Zukunft weniger Platz benötigt, weil die Servoverstärker innerhalb einer dezentralen Steuerungsarchitektur zum TLM-Roboter gehören und keinen Schaltschrankplatz mehr benötigen. Außerdem wurde die Anzahl der elektronischen Teile erheblich reduziert.


Bereits im aktuellen Entwicklungsstand dieses Projekts erreicht Schubert eine höhere Effizienz für die Herstellung und Konfiguration der Anlagen. Die Kunden profitieren von einem geringeren Wartungsaufwand. Und weil jede Funktion auch eine Fehlfunktion haben kann, sinkt bei weniger Bauteilen auch die Störanfälligkeit.


Neue Leistungsdimensionen für das Vision System


Der 3D-Scanner von Schubert verwirklicht räumliches Sehen. Das resultierende Höhenprofil gibt die dreidimensionale Form des zu verpackenden Produkts wieder. Die Entwicklung basiert auf dem stereoskopischen Ansatz, das heißt der Scanner nimmt von jedem Produkt zwei Ansichten aus verschiedenen Sichtwinkeln auf. Dabei realisiert er eine Höhenauflösung von 0.5 mm in einem Messbereich von 60 mm Höhe.


Dieser Fortschritt eröffnet zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Die erste TLM-Pickerlinie mit 3D-Scanner ging bereits bei einem Süß­warenhersteller in Belgien in Betrieb. Diese Technologie hebt die Qualitätskontrolle auf ein neues Leistungsniveau. Der 3D-Scanner erschließt attraktive Kontrollparameter wie Volumen, Gewicht und Stapelhöhe. Das Vision System toleriert Bandverschmutzungen, solange sie unterhalb einer gewissen Höhenschwelle liegen, und ermöglicht somit das Erkennen von Produkten unter erschwerten Bedingungen.


Ausgereiftes Multitalent: Transmodul


Seit der Einführung des Transmoduls im Jahr 2009 haben weltweit rund 3.000 dieser Transportroboter ihren Dienst in TLM-Verpackungsanlagen aufgenommen. Sie befördern Produkte und Schachteln in TLM-Standardmaschinen oder Pickerlinien, dienen als Trägerschlitten der Tiefziehwerkzeuge oder unterstützen den auto­matischen Werkzeugwechsel. Auch die neuen TLM-Füllmaschinen konnten nur durch das Transmodul verwirklicht werden.


Beim aktuellen Update des TLM-Transmoduls wurde der Transportschlitten verkürzt und mit einer LED-Anzeige für den Betriebszustand ausgestattet. Die Steuerungselektronik der Transmodule basiert nun auf einer Uni 5 Baugruppe, der aktuellen Steuerungsbaugruppe der neuesten Generation der Schubert Verpackungsmaschinensteuerung.


Die Werte für die maximale Beschleunigung und Geschwindigkeit wurden maßgebend gesteigert. Weiter kündigt Schubert für die intelligenten Transportroboter bereits das nächste Ideenprojekt an: kurvenfähige Transmodule. Die Kurvenfahrt erhöht den Freiheitsgrad bei der Layoutgestaltung weiter. Unnötige Schnittstellen entfallen und die Kompaktheit der Anlagen steigt.


Neue VMS-Generation: Leistungssteigerung bei Datenübertragung


Auch bei der Verpackungsmaschinensteuerung VMS gibt es Neuig­keiten. Die fünfte Generation der VMS-Module kommuniziert nicht mehr über den Signalbus, sondern über Sercos. Als standardisierter, echtzeitfähiger Ethernet-Bus bietet Sercos Vorteile bei der Daten­übertragung und garantiert gleichzeitig die deterministische Übertragung von Signalen.


Die Datenübertragung der VMS-Steuerung leistet jetzt 16.000 Signale pro Millisekunde und 10 Millionen Datenbits pro Sekunde, was einer vierfachen bzw. 200-fachen Leistungssteigerung entspricht. Schubert setzt Sercos in den TLM-Maschinen ausschließlich in Form von Ring­strukturen ein. Beim Ausfall einer Komponente oder der Unterbre­chung einer Leitung kann die Steuerung den Fehlerort sicher lokalisieren und anzeigen. Da jeder Teilnehmer von zwei Seiten aus erreichbar ist, produziert die Anlage selbst bei einem Sercos-Kabelbruch störungsfrei weiter.


Anwendungen: Flexibel für alle Produkte


Die TLM-Technologie eignet sich dank ihrer Flexibilität grundsätzlich zum Verpacken jedes Produkts. Die vier ausgestellten Verpackungsmaschinen geben einen Eindruck von der Bandbereite, die Schubert bietet.


Der Prototyp der schaltschranklosen Verpackungsmaschine verarbeitet als Produkt Infusionsbeutel. Für die Kunden aus der Pharmabranche stehen als Ansprechpartner die Spezialisten des neuen Kompetenzteams Schubert Pharma bereit.


Die Verpackungsanlage für das Kartonieren der Aerosoldosen wird nach der interpack an einen Kunden ausgeliefert. Anhand dieses Exponats können sich die Messebesucher über die Funktion des automatischen Werkzeugwechsels informieren und sich unmittelbar vom Mehrwert dieser Technologie überzeugen. Die Anlage besteht aus nur vier Teilmaschinen. Sie verarbeitet aktuell Aerosoldosen in vier verschiedenen Größen und stellt Shelf-Ready-Kartons in vier unterschiedlichen Abmessungen her (Kartontray plus Deckel). Die Leistung liegt bei 320 Produkten pro Minute.


Einen Eindruck von den vielfältigen Optionen für die Getränke­industrie vermittelt eine Pickerlinie, die mit TLM-F44 Robotern Flaschen auf Transmodule gruppiert. Die Messemaschine arbeitet mit einer Leistung von 12.000 Flaschen/Stunde und demonstriert das staulose Handhaben von Produkten. Schubert kombiniert eine kompakte Bauweise mit hoher Flexibilität, und genau diese Anfor­derung stellt sich in vielen Produktionsstätten der Getränkeindustrie.


Eine weitere Pickerlinie gruppiert Schokoriegel auf TLM-Transmodule. Die Messemaschine arbeitet mit einer Leistung von 600 Riegeln pro Minute und veranschaulicht, wie TLM-Anlagen Produkte flexibel und äußerst schonend handhaben.


Ralf und Gerald Schubert freuen sich auf die Aussicht, das Ergebnis der Investition von vielen Tausend Mannstunden an Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf der interpack erstmals vorzustellen. „Unsere Kunden schätzen uns als Partner, der seiner Zeit immer etwas voraus ist“, berichtet Gerald Schubert. „Die Wahrheit ist: Mit unseren Innovationen bestimmen wir die Zukunft des Verpackungs­maschinenbaus.“ Weitere Informationen bietet die Internetseite www.gerhard-schubert.de


 


Die Schubert Unternehmensgruppe auf der interpack
08. bis 14. Mai 2014, Düsseldorf



  • Gerhard Schubert GmbH
    Halle 14, Stand 14A06
    www.gerhard-schubert.de

  • IPS International Packaging Systems GmbH
    Halle 14, Stand 14A06
    www.ips-packaging.de

  • Schubert Pharma
    Halle 14, Stand 14A06
    www.schubert-pharma.com

  • Schubert System Elektronik GmbH
    Das Unternehmen nimmt an der interpack / components for processing and packaging 2014 teil, die vom 08. bis 10. Mai 2014 stattfindet. 08. bis 10. Mai 2014 in Halle CS, Stand 109
    www.schubert-system-elektronik.de


 


 


 


 


Ausstellerdatenblatt