Das Verbot von Take-away-Verpackungen und Doggybags aus airpop® in New York ist vom Supreme Court aufgehoben worden. © mark notari / flickr.com

Das Verbot von Take-away-Verpackungen und Doggybags aus airpop® in New York ist vom Supreme Court aufgehoben worden. © mark notari / flickr.com

New Yorker uneins über airpop®

Schaumstoffverpackungen: Verbannung wieder aufgehoben

Nicht einmal ein halbes Jahr hat es gedauert, dass New Yorks Restaurantbesucher wieder Take-away-Verpackungen aus EPS mit nach Hause nehmen dürfen. Der Oberste Gerichtshof der Stadt hat die im Juli 2015 vom Bürgermeister ausgesprochene Verbannung wieder außer Kraft gesetzt.

Supreme Court gegen Senat

Am 1. Juli 2015 war es so weit: Nach langjährigen Debatten verfügte der New York Council aufgrund negativer Umweltbilanzen ein komplettes Verbot von Verpackungen aus expandiertem Polystrol– bei uns besser bekannt als Styropor, oder seit 2014 als airpop®. Eingesetzt werden die Schaumstoffverpackungen in erster Linie als Fast-Food-Container, Becher für Coffee on-the-go oder auch als Doggybags in Restaurants. Beliebt ist das Material vor allem wegen seiner hochwertigen Thermoeigenschaft und der geringen Herstellungskosten. Der Vorwurf der Politik betraf vor allem die Recyclingmöglichkeit des Werkstoffes. Bei geschätzten 25 Milliarden Einweg-Kaffeebechern jährlich alleine in den USA ist Recycling in Zeiten von Nachhaltigkeit ein entscheidender Faktor bei der Materialwahl. Dennoch überstimmte der Oberste Gerichtshof jetzt die Regierung und hob die Verbannung der Produkte auf. Ab sofort dürfen wieder Schüsseln, Teller & Co. aus EPS hergestellt und in New York angeboten und verkauft werden.
Verpackungen aus airpop® bieten zahlreiche Vorteile: Sie sind günstig, leicht und von optimalen Thermoeigenschaften. © triocean / fotolia.com

Verpackungen aus airpop® bieten zahlreiche Vorteile: Sie sind günstig, leicht und von optimalen Thermoeigenschaften. © triocean / fotolia.com

Vor- und Nachteile von airpop®

Zur Herstellung von expandiertem Polystrol werden kleine Polymer-Kugeln unter Beimischung von Chemikalien bis auf das 50-fache Volumen ihrer Ursprungsgröße erhitzt und nach kurzer Abkühlung in die gewünschte Verpackungsform gepresst. Das Endprodukt besteht zu 95 Prozent aus Luft und ist somit von leichtem Gewicht; die Herstellungskosten beschränken sich auf ein Minimum. Den Rest bildet aus Rohöl gewonnenes Granulat: Fünf Kilogramm werden für ein Kilogramm airpop® benötigt.

Innovative Thermoboxen

Nicht nur in der Lebensmittelindustrie, auch in Laboren und Kliniken müssen temperaturempfindlichen Waren hochwertig verpackt und sicher versendet werden können. Wissenschaftlern der ‚Case Western Reserve Universität’ in Cleveland ist es gelungen, ein Verpackungsmaterial zu entwickeln, das von airpop® kaum zu unterscheiden ist – und dabei vollständig biologisch abbaubar. Der innovative Stoff namens ‚Aeroclay’ ist ebenso leicht, widerstandsfähig und temperaturbeständig wie der weiße Kunststoff - verwandelt sich aber nach seiner Komprimierung in seinen Ausgangszustand zurück und ist somit leicht recycelbar. Zur Herstellung wird getrockneter Lehm mit Wasser und je nach Bedarf einem von rund 30 verschiedenen Polymeren vermischt. Statt Erdöl sorgen Holzfasern, Fruchtextrakte, Seetang oder Casein für die nachhaltige Verpackungslösung.
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