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Neue Produktionsverfahren für Tablettenblister

Im Gesundheitswesen werden besonders hohe Ansprüche an Hygiene und Keimfreiheit gestellt. Die entsprechende EU-Verordnung ISO 11607 für Hersteller von Pharmaverpackungen jährt sich 2016 zum zehnten Mal. Zur Einhaltung der Vorschriften bedarf es eines zweiteiligen Barrieresystems aus Sterilisation und Schutzverpackung. Unabhängig vom Material kann so in der Regel eine ausreichende physikalische und mikrobielle Schranke bei Transport und Lagerung gewährleistet werden. Ein innovatives Herstellungsverfahren ermöglicht nun eine zeit- und kostengünstigere Produktion von Blisterverpackungen gegenüber herkömmlichen Vorgehensweisen.

Selbst-sterile Blisterverpackung

Rund 120 Millionen Blisterverpackungen produziert allein das weltweit größte Pharmaunternehmen ‚Boehringer Ingelheim’ im Jahr. Deren Herstellungsverfahren folgen in der Regel bei sämtlichen Arzneimittelfirmen demselben zweigeteilten Schema von Sterilisation und Verpackung. In Zukunft könnte ein Arbeitsschritt entfallen. Dem Schweizer Maschinenhersteller ‚Rohrer’ ist die Entwicklung einer Blisteranlage für eine selbst-sterilisierende Folienbeschichtung gelungen, dank derer eine zuzügliche Bearbeitung mit Wasserstoffperoxid bei der Befüllung entfällt. Die sterile Folie kann ebenso wie herkömmliche Folien geformt, gesiegelt und gestanzt werden, zudem erweist sich der Prozess als kostengünstig.

Fehlerfreie und fälschungssichere Tablettenhüllen

Spezialisiert auf die Entwicklung hochwertiger Gesundheitsprodukte ist auch das nordirische Unternehmen ‚Sepha Ltd.’. Seine Neuheit auf dem Maschinenmarkt für Arzneimittel heißt 'VisionScan Max' und kann bis zu 600 Blisterverpackungen pro Stunde automatisch auf mögliche Undichten überprüfen und im Zweifelsfall fehlerhafte Ware umgehend aussortieren. Zwei Neuentwicklungen stammen von der deutschen ‚Romaco Group’: Die Hochgeschwindigkeitspresse 'Kilian KTP720X' ist in der Lage, stündlich bis zu über eine Million temperatursensible Ein- oder Zweischichttabletten zu verarbeiten. Mit seiner 'Macofar MicroMaxX 18' setzt der Hersteller aus Karlsruhe seine Forschung im Bereich aseptischer Mikrodosierung fort.

Die Apparatur eignet sich zur effektiven und höchst genauen Abfüllung und späterer Gefriertrocknung von Pulvern und sterilen Flüssigkeiten in Fläschchen. Ein innovatives Wiege-System garantiert eine permanente Gewichtskontrolle während des gesamten Produktionsvorgangs. Fälschungssichere Blisterlösung garantiert das Unternehmen mit dem individualisierten Hologrammstempel, den die 'Noack 960' in ihre Verpackungen einarbeitet.
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